Ein lebendiges Bild deutscher Minderheiten

Quelle: Zentrum

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Noch bis zum 20. Oktober ist die Ausstellung „IN ZWEI WELTEN – 25 deutsche Geschichten, Deutsche Minderheiten stellen sich vor” in der Botschaft Ungarns in Berlin zu sehen. Sie gewährt den Besuchern einen Einblick in das Leben der deutschen Gemeinschaften Mittel- und Osteuropas, der Staaten der ehemaligen Sowjetunion, des Baltikums sowie Dänemark. Sie präsentiert die aktuelle Situation der deutschen Bevölkerung der Regionen, mit all ihren Unterschieden und Gemeinsamkeiten. Die Ausstellung wurde von der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Minderheiten (AGDM) unter dem Dach der Föderalistischen Union Europäischer Nationalitäten (FUEN) organisiert und vom Bundesministerium des Innern gefördert.

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Mit Hilfe zahlreicher Bilder und Texte werden Themengebiete wie Sprache, Religion, gelebte Traditionen, Geschichte an Ländertafeln vorgestellt. In Truhen -  symbolisch für die Reisen und Umzüge der Minderheiten – werden unter anderem Kunst, Medien und Jugendarbeit präsentiert. Zum Beispiel enthält die eine Videoaufnahmen von deutschen Jugendlichen, die über ihre eigene Wahrnehmung deutscher Identität sprechen, von den Regalen der Kunsttruhe können Bildbände oder literarische Werke in die Hand genommen werden. In dieser sind der Bildband des Verbandes Ungarndeutscher Autoren und Künstler oder das Blickpunkt-Fotobuch vom Ungarndeutschen Kultur- und Informationszentrum und Bibliothek auch vorzufinden. Denn selbstverständlich werden auch die Ungarndeutschen ausführlich vorgestellt. Die Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen, das Zentrum und das Totiser Ungarndeutsche Museum nahmen aktiv an der Konzipierung der Ausstellung teil. Neben dem historischen Überblick werden unter anderem das Bildungswesen, das religiöse Leben, das Museum, die Deutsche Bühne Ungarn vorgestellt. Ein ausführlicher Teil wird den Zentrum-Programmen wie Abgedreht! – Ungarndeutsches JugendFilmfest, Blickpunkt – Wettbewerb der Bilder sowie TrachtTag gewidmet. Aber auch die Medienlandschaft einzelner Länder – mit darunter die Neue Zeitung oder das TV-Magazin Unser Bildschirm – kann man erkunden.

Die Ausstellung wurde am 4. September in der deutschen Hauptstadt eröffnet. Schon die Einladungskarte war für die Ungarndeutschen ehrenvoll, denn darauf war das Selfie der Saarer Tanzgruppe – mit dem sie sich bereits einen Preis bei Blickpunkt holten – gedruckt, und im Festprogramm trat auch das Németh-Stix Duo aus Großmanok (Zyther und Gesang) auf.

Es fanden sich zur Eröffnung hochrangige Persönlichkeiten aus Politik, Kultur und Wissenschaft ein, ebenso auch Verbandsvertreter der Minderheiten aus ihren Heimatländern. In der Vertretung der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen reiste Zentrum-Direktorin Monika Ambach nach Berlin. Sie nahm auch ein kleines Präsent für den Bundesbeauftragten für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Hartmut Koschyk MdB, mit, der nicht nur die Ausstellung eröffnete, sondern feierlich verabschiedet wurde. Auch Éva Pénzes wurde für ihre Arbeit als AGDM-Koordinatorin in Berlin gedankt. Sie hatte ihren Posten Anfang August an Renata Trischler abgegeben und ist in die FUEN-Geschäftsleitung gewechselt.

Dr. Péter Györkös, außerordentlicher und bevollmächtigter Botschafter von Ungarn in Berlin, freute sich, dass die Botschaft als erste Station der Wanderausstellung fungieren dürfe. Der ungarische Staatssekretär für Minderheitenangelegenheiten, Attila Fülöp, betonte in seiner Rede die Wichtigkeit der Unterstützung der Nationalitäten und erwähnte die Förderung des Nationalitätenbildungswesens als ein erfolgreiches Beispiel. Loránt Vincze, Präsident der Föderalistischen Union Europäischer Nationalitäten, ging auf historische Prozesse ein und betonte, dass es in der Ausstellung sehr richtig um Gegenwart und Zukunft der deutschen Minderheiten gehe.

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AGDM-Sprecher Bernard Gaida dankte Bundesbeauftragtem Koschyk besonders für sein unermüdliches Engagement für die deutschen Minderheiten sowie für den speziellen Einsatz für die von der AGDM koordinierte Wanderausstellung. Diese soll bis 2020 durch die 25 Länder reisen, in denen deutsche Minderheiten leben, folglich soll sie bald auch in Ungarn zu sehen sein.

Die Ausstellung „IN ZWEI WELTEN – 25 deutsche Geschichten, Deutsche Minderheiten stellen sich vor“ ist noch bis zum 20. Oktober 2017 in der Botschaft von Ungarn, Unter den Linden 76, 10117 Berlin, zu besichtigen. 

Öffnungszeiten:
Mo-Do 09-16 Uhr
Fr 09-14 Uhr
Der Eintritt ist frei.  

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