Landestreffen der Schwabenkapellen – Diesmal in Bohl

Quelle: Landesrat

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Am 15. Oktober 2017 begann das Programm in der Redoute und Bibliothek Erzsébet. Im überfüllten Saal konnten wir viele bekannte Gesichter sehen, die erwartungsvoll auf den Beginn der Veranstaltung warteten.

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Zur Eröffnung des VII. Landestreffens der ungarndeutschen Schwabenkapellen wurden die ungarische und die ungarndeutsche Hymne von der Harmonikagruppe der Kunst- und Musikschule aus Bohl unter der Leitung von Aranka Ladócki gespielt. Darauf begrüßte der Moderator Manfred Mayrhofer die anwesenden Gäste und bat Josef Hárs, den Bürgermeister von Bohl, DNSV-Vorsitzende Katalin Győri-Meiszter ihre Grußworte an das Auditorium zu richten. Anschließend übernahm der Vorsitzende des Landesrates der ungarndeutschen Chöre, Kapellen und Tanzgruppen das Wort und sprach die Wichtigkeit so eines Treffens, aber auch die bevorstehenden Wahlen 2018 an. Nachdem er auch die Vertreterin der LdU, Dr. Hajnalka Gutai, auf das Herzlichste begrüßt hatte, übergab er dem Moderator wieder das Wort. In seiner Moderation begrüßte Herr Mayrhofer viele Landsleute aus Bohl, Werischwar, Lantschuk, Boschok, Fünfkirchen, Nadasch und Nadwar. Er bedankte sich bei allen Sponsoren, dem Ministerium für Humanressourcen, der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen, der Deutschen Selbstverwaltung und der Stadt Bohl sowie dem Landesrat.

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Anschließend gab er eine kurze Information über den Landesrat und seine Tätigkeit sowie einen kurzen Umriss über die Geschichte dieses Programms und welche Erwartungen der Landesrat damit verbunden hatte.

Das Treffen der Schwabenball-Kapellen bestand aus zwei Teilen. Zuerst spielte jede Kapelle ein ca. 15-minütiges Präsentationsprogramm, daran schloss sich der Protokollteil an. Nach einer kleinen Pause begann das freie Spiel der Kapellen – „Die lustigen Zeiten“ – der Ball.

Die erste Kapelle im Programm waren die Takser Spatzen.
Diese Kapelle wurde 2012 mit den Absichten gegründet, die schwäbischen volksmusikalischen Traditionen zu pflegen und der jüngeren Generation diese Musik bekannt und beliebt zu machen. Der Grundstock ihres Repertoires ist die traditionelle Volksmusik, aber sie spielen auch österreichische, Oberkrainer und Unterhaltungsmusik. Im Präsentationsprogramm hatten sie „Auf zum Sieg“, die „Wiesengraben“ und die „Anna Polka“. Der Leiter der Kapelle ist Davis Solymosi.

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Ihnen folgten die aus Werischwar kommenden Bergländer Buam.
Die Kapelle wurde am 31. Juli 2016 von jungen begeisterten Musikern gegründet, zu deren Ziele die traditionellen donauschwäbischen Melodien wieder zum Erklingen zu bringen, sie zu pflegen und zu bewahren sind. Ihr Präsentationsprogramm bestand aus dem „Schlagfertig Marsch“, der „Maria-Polka“, „Neujahr 58“, der „Johann Polka“, „Schwiegermuada Polka“ und der „Lahmgruam Polka“. Leiter der Kapelle sind Martin Schuck und Áron Botzheim. Die Musik wurde von Sándor Kaszàs bearbeitet.

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Nicht nur Blaskapellen kamen bei diesem Programm zum Zug, sondern auch eine Harmonikakapelle, die Harmonikakapelle aus Bohl.
Die Harmonikabewegung in Bohl wurde im Jahr 2000 gegründet, um in der Musikschule das Harmonikaspiel zu verbreiten. In der heutigen Besetzung spielen sie nun seit zwei Jahren. Sie treten bei Veranstaltungen der Musikschule auf, bei Ereignissen der DNSV und in der Umgebung. Im Sommer sind sie in der deutschen Partnerstadt Heroldsberg als Gäste aufgetreten. Die Mitglieder sind Gergő Grób, Jakab Zétény, Robert Maml, Kristóf Tóth, Ákos Vajta, Mátyás Wehring. Die Leiterin ist Aranka Ladócki, Harmonikalehrerin an der Kunstschule Bohl. Das Programm, das sie uns präsentierten, beinhaltete den „Schneewalzer“, „Schwarzbraun ist die Haselnuss“, „Edelweiß“ und die „Stern Polka“.

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Die Kapelle „Heimattöne“ aus Schemling war die nächste im Programm.
Die von Nándor Berendi leitete Kapelle ist aus der Gemeinde Schemling in Ungarn. Die Kapelle wurde 2006 mit dem Ziel gegründet, die ungarische Musikkultur zu pflegen und bekannt zu machen. Im Programm sind Polkas, Walzer, Märsche, Mazurken, Fox und Tangos. Die Kapelle hat fünf Mitglieder und hatte schon sowohl in Ungarn als auch im Ausland mehrere Auftritte. Organisiert durch den Weltdachverband der Donauschwaben und den Landesrat, zwei Auftritte in den USA – im August 2015 war die Kapelle in den USA, in Los Angeles (Anaheim) – mit der Füzes-Tanzgruppe aus Kleinturwall. Auf dem „Landestrachtenfest der Donauschwaben” wurde mit großem Erfolg musiziert. Dieses Jahr im August war die Kapelle mit der donauschwäbischen Tanzgruppe aus Werischwar in Nordamerika. Dort hatten sie vier Auftritte in den USA und einen in Kanada. Die Kapelle hat drei CDs bespielt. Auf ihrem Präsentationsprogramm stand der „Geschtitzer Marsch, „Schön Ist Die Jugend“, die Polka „Urlaubschein“ sowie die Schnellpolka „Etwas Frisches“. Die musikalische Bearbeitung war vom Leiter der Kapelle Nandor Berendi.

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Die Neun Branauer Musikanten beschlossen das Präsentationsprogramm.
Diese Kapelle entstand durch den Zusammenschluss von benachbarten Kapellmeistern am 12. März 2011 mit dem Ziel, die Stimmung der früheren Schwabenbälle und das alte schwäbische Brauchtum in der heutigen modernen Welt wieder aufleben zu lassen. Ständig sammeln sie die noch auf Dachböden herumliegenden alten schwäbischen Blaskapellennoten, die von den ehemaligen Kapellmeistern komponiert und instrumentiert worden sind, die sie dann neu bearbeitet erklingen lassen und ins Archiv setzen. Ihr Programm war: der Marsch „Fröhliche Morgenstund“ (Stefan Hornung), die „Lentschi Polka“ (bearb. Anton Farkas), der „Bürger Landler“ aus Haimasch/Nagyhajmás und die „62. Polka“ von Josef Aubert. Leiter der Kapelle ist Johann Hahn.

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Anschließend folgte der protokollarische Teil. Jeder Leiter der teilnehmenden Kapellen erhielt eine Ehrenurkunde sowie eine kleine Kristallglocke aus Ajka, worauf als Widmung der Name der Veranstaltung und das Wappen des Landesrates eingraviert sind. Die deutsche Selbstverwaltung und das Bürgermeisteramt stellten sich ebenfalls mit kleinen Geschenken ein.

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Nach einer kurzen Pause, die zum Umbau benutzt wurde, begann das freie Spiel jeder Kapelle. Das Tanzbein wurde geschwungen, viele gute Gespräche wurden geführt und Freundschaften erneuert.
Beschwingt und guter Laune wurde dann der Heimweg angetreten. Für uns bis Budapest.

Text: Manfred Mayrhofer

Bilder: Peter Máy (Máy Fotóstúdió – Bóly) und M. Mayrhofer

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