Würdige Gedenkfeier für eine unvergessliche Frau

Quelle: Zentrum

Möchten Sie über ähnliche Themen erfahren?
Drücken auch Sie ein Like auf die –> Zentrum Facebook-Seite

Der 28. Februar 2018 war der 20. Todestag von Valeria Koch. Dies war ein besonderer Anlass für das Ungarndeutsche Kultur- und Informationszentrum und Bibliothek Gastgeber sowie die erste Station einer landesweiten Veranstaltungsreihe zur Würdigung des Lebenswerkes der bekannten ungarndeutschen Dichterin zu sein.

IMGP5758

Zentrum-Direktorin Monika Ambach begrüßte die zahlreich erschienenen Gäste im Haus der Ungarndeutschen in Budapest und erzählte über ihre eigene Erinnerung, als sie -  noch als Schülerin -  Valeria Koch bei einem Rezitationswettbewerb traf und auch ein Buch von ihr mit Widmung erhielt. Sie machte auf sie einen tiefen Eindruck, und dass Valeria Koch eine starke Ausstrahlung hatte, unterstrichen auch ihre Freunde und Kollegen, die am Abend über ihr Leben erzählten. (Lebenslauf von Valeria Koch >>>)

Maria Wolfart-Stang lernte Valeria Koch im Fünfkirchener Klara-Leőwey-Gymnasium kennen und sie wurden Freunde fürs Leben. Sie erzählte über Kochs Kindheit und welch wichtige Rolle die Familie in ihrem Leben spielte. Oft war sie Gast in der Branauer Surgetin/Szederkény und war stets willkommen.

IMGP5770

Maria Erb, die andere vertraute Freundin der Dichterin, erzählte über ihr Leben in der Hauptstadt. Sie hob hervor, wie vielfältig sie war. Neben der Dichtung fotografierte und zeichnete sie auch gerne. Die Zeichnung Kochs von einer Mohnblume, ihrer Lieblingsblume, brachte sie auch mit. Diese Blume symbolisiere Erbs Meinung nach auch am besten die Art der Dichterin: ihr sensibles und zerbrechliches, aber doch auf dem kargen Feld überlebendes Wesen. Sie würdigte auch die Kinderwerke der Dichterin und sprach darüber wie sie mit ihrer Katze namens Pamacska oft vorbeikam und ihren Kindern die neusten Kindergedichte vorlas.

Johann Schuth war Kollege von Valeria Koch bei der Neuen Zeitung. Sie arbeiteten auch im Verband Ungarndeutscher Autoren und Künstler (VUdAK) zusammen, dessen 2. Vorsitzende und Mitbegründerin der Literatursektion die Dichterin war. Er würdigte ihr literarisches und journalistisches Lebenswerk.

IMGP5843

Nelu Bradean-Ebinger las sein Gedicht vor, das er zu dem Tode der Dichterin verfasste. Er erinnerte sich zurück, dass er unter anderem dank ihr Mitglied vom VUdAK wurde. Die Vorträge wurden von Rezitatoren unterbrochen. Trägerinnen des Valeria-Koch-Preises (Auszeichnung der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen für hervorragende schulische und studentische Leistungen) trugen Gedichte von Valeria Koch vor. Es wurde auch eine kurze Animation präsentiert, die das Team SVUNG zu Ehren der Dichterin produzierte.

In Zusammenarbeit mit dem Ungarndeutschen Forschungszentrum der ELTE, dem Verband Ungarndeutscher Autoren und Künstler und den Betreuern des dichterischen Nachlasses entstand auch eine Ausstellung zum Lebenswerk mit Fotos, Zitaten von und über Valeria Koch, diversen Exponaten, um einen Einblick in ihre vielseitige Tätigkeit, ihr allumfassendes Interesse und in ihre schillernde Persönlichkeit zu gewähren.

Die Ausstellung ist bis zum 23. März im Haus der Ungarndeutschen zu besuchen (um vorherige Anmeldung wird gebeten: +36-1-373-0933, info@zentrum.hu), anschließend wird sie in Baje, Fünfkirchen und Wesprim gezeigt.

Weitere Fotos von der Veranstaltung >>>

Magyarwechsle die Sprache

Schlagwörter:

Zum Thema:

© 2004 - 2018 • Ungarndeutsches Kultur- und Informationszentrum, alle Rechte vorbehalten!
logo