Auf dem Teppich: Wie es mal war…

Quelle: Zentrum

Mittwoch, 09. Mai 2018 um 18.00 Uhr
im Haus der Ungarndeutschen (Lendvay u. 22, 1062 Budapest)

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In der Reihe Auf dem Teppich wird diesmal der heute in Deutschland lebende Mathias Schmausser über seine Jugendzeit vor und nach der Vertreibung in Wigatsch/Bikács im Komitat Tolnau erzählen.
Zum anderen werden wir von Dr. Kathi Gajdos-Frank, der Direktorin des Jakob Bleyer Heimatmuseums, über die Geschichte der Budaörser Passionsspiele, die dieses Jahr wieder gespielt werden, interessante Fakten und Geschichten hören.

Budaörs entvölkerte sich Ende des 17. Jahrhunderts. Gräfin Zsuzsanna Zichy geborene Gräfin Bercsényi ließ die ersten deutschen Siedler ins Land kommen. Die schweren Anfangsjahre zur Zeit der Ansiedlung hat die religiöse Überzeugung der Budaörser Deutschen vertieft. Um die Mitte des 18. Jahrhunderts kehrte schon Wohlstand in Budaörs ein und Kirche, Schule sorgten dafür, dass der religiöse Geist weiterhin aufrechterhalten bleibt. Das markante Merkmal der volkstümlichen Kultur der Siedlung ergab sich deshalb aus dem römisch-katholischen Glauben: die Prozession zu Fronleichnam (mit Blumenteppich) und die Budaörser Passionsspiele.
Die Leidensgeschichte von Christi wurde zum ersten Mal 1931 im Gasthaus Müller von der kunstliebenden Lyra-Sektion des Budaörser Levente Vereins vorgetragen. Im Sommer 1933 warben schon in Budapest Plakate mit den Schlagzeilen „Kommen Sie zu den Passionsspielen nach Budaörs!“ In den folgenden Jahren wurden die Budaörser Passionsspiele berühmt, Budaörs wurde zum „ungarischen Oberammergau.”
Die Roll-up-Ausstellung des Budaörser Jakob Bleyer Heimatmuseums zeigt die Geschichte der Budaörser Passionsspiele und viele gut gelungene Fotos über die erfolgreichen Aufführungen nach der Wende (im Jahre 2000, dann 2003, 2006, 2009 und 2012).
2018 werden vom 19. Mai bis zum 3. Juni wieder ungarisch- und deutschsprachige Passionsspiele auf dem Budaörser Steinberg aufgeführt. (Informationen und Kartenverkauf: www.budaorsipassio.eu )

Mit den Gästen unterhält sich Zentrum-Direktorin Monika Ambach.

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Organisiert vom:
Ungarndeutsches Kultur- und Informationszentrum und Bibliothek (Zentrum)

 

Partner:
Jakob Bleyer Heimatmuseum

 

Förderer der Veranstaltung:
Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen
Ministerium für Humanressourcen (NEMZ-KUL-18-0398)

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