„Der Zerfall der Habsburgermonarchie und seine Folgen bis heute“

Quelle: VLÖ

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Gedenkjahr 2018
VLÖ lud zur Vortragsveranstaltung mit Univ.-Prof. Dr. Arnold Suppan ein

Am Montag, den 7. Mai 2018, lud der Verband der deutschen altösterreichischen Landsmannschaften in Österreich (VLÖ) zu einer weiteren Veranstaltung in der Vortragsreihe „Forum Heimat“ anlässlich des „Gedenkjahres 2018“ ein. VLÖ-Generalsekretär Ing. Norbert Kapeller freute sich, dass zahlreiche Interessierte in das Kulturzentrum „Haus der Heimat“ zum Vortrag von Univ.-Prof. Dr. Arnold Suppan gekommen waren, der zum Thema „Der Zerfall der Habsburgermonarchie und seine Folgen bis heute“ referierte. Kapeller musste leider VLÖ- Präsident Dipl.-Ing. Rudolf Reimann gesundheitsbedingt entschuldigen, konnte jedoch einige Ehrengäste begrüßen, darunter vom Außenministerium Gesandten Dr. Wolfgang-Lukas Strohmeier, LAbg. aD Johannes Prochaska sowie vom VLÖ-Vorstand den 1. VLÖ-Vizepräsidenten LAbg. Gerhard Zeihsel und den 3. VLÖ-Vizepräsidenten Ing. Dieter Lütze. Kapeller begrüßte ebenfalls Mag. Rosemarie Bolzer, die jüngst neu gewählte Obfrau des Wiener Schwabenvereins, die gemeinsam mit den Anwesenden dem erst vor Kurzem verstorbenen langjährigen Obmann des Schwabenvereins, Anton Ertl, in einer Trauerminute gedachten.

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In seinem Referat ging Universitätsprofessor Suppan sehr detailliert auf die damaligen Geschehnisse ein und gab dem Publikum anhand von ausführlichem Kartenmaterial und sechs Themenschwerpunkten einen detaillierten Einblick auf die sich Ende 1918 überschlagenden Ereignisse, die dazu führten, dass sich die Habsburgermonarchie nach fast 640 Jahren auflöste. Die Themenschwerpunkte setzte Suppan bereits am Beginn des Referats mit sechs Fragestellungen: (1) War die Habsburgermonarchie zum Untergang verdammt? (2) Was waren die wirklichen Ursachen des Zerfalls im Jahre 1918? (3) Welche Fehler der Pariser Vororteverträge wirkten sich verhängnisvoll aus? (4) Wie konnte Hitler diese Fehler für seine imperialen Pläne nützen? (5) Was bedeutete für die Länder der ehemaligen Habsburgermonarchie der Übergang von Hitlers zu Stalins Herrschaft? (6) Das Nachwirken der Habsburgermonarchie in den Ländern Ostmitteleuropas nach 1990.

Einen kompletten Audio-Mitschnitt des Vortrages von Univ.-Prof. Suppan, der auch auf zahlreiche Publikumsfragen einging, können Sie hier nachhören.

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„Es lohnt sich aus vielerlei Gründen, sich mit dem gemeinsamen Erbe aus der Vergangenheit der Habsburgermonarchie zu beschäftigen“, so Suppan abschließend, der eine viel stärkere Einbeziehung dieser Thematik in der Konzeption des „Hauses der Geschichte“ einmahnte.

VLÖ-Generalssekretär Kapeller bedankte sich abschließend bei Univ.-Prof. Arnold Suppan für seine interessanten Ausführungen und freute sich gemeinsam mit den VLÖ-Vorstandsmitgliedern Gerhard Zeihsel und Ing. Dieter Lütze, Suppan mit der „Silbernen Ehrennadel des VLÖ“ als Anerkennung seiner verdienstvollen Tätigkeit im Interesse der Heimatvertriebenen auszuzeichnen. Kapeller erwähnte dabei insbesondere der Mitarbeit von Univ.-Prof. Suppan im Rahmen der ORF- III-Produktion „Die Vergessenen des 2. Weltkriegs“. Abschließend wies Kapeller auf die nächste Veranstaltung anlässlich des Gedenkjahres 2018 im Kulturzentrum „Haus der Heimat“ hin. Am Dienstag, den 5. Juni 2018, um 18.30 Uhr, wird Univ.-Prof. Dr. Oliver Rathkolb zu Gast im „Haus der Heimat“ sein, der zum Thema „Die Bedeutung der Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts für uns. 1948 – Auswirkungen für Vertriebene und Verbliebene“ referieren wird.

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Fotos von dieser Veranstaltung können hier betrachtet bzw. heruntergeladen werden (Fotos: VLÖ)

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