Wir müssen unsere Traditionen erhalten und weitergeben


Quelle: Landesrat

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Kindertanzgruppen auf hohem Niveau
X. Ungarndeutsches Kindervolkstanzfestival im II. Bezirk von Budapest

Die Volkskultur ist die Visitenkarte der Ungarndeutschen und das beweisen die zum Landesrat gehörenden Kulturgruppen mit ihren über 7000 Mitgliedern, die das kulturelle Erbe hochhalten. Diese Traditionen gelte es zu erhalten und weiterzugeben. Man müsse für die Jugend die Brücken von früherer zur heutigen Zeit schlagen. Das sei verbunden mit dem Zulassen von Wachstum und Entwicklung, ohne die Wurzeln zu verlieren. Die Volkskultur ist bei den Ungarndeutschen fest verankert. Das gibt Halt und Sicherheit, aber vor allem auch Freiheit, sich mit anderen Kulturformen in unserem Land und mit Volkskulturen anderer Länder zu befassen. Daher ist es besonders positiv, dass so viele junge Menschen aktiv in der Volkskultur tätig sind. Sie biete ihnen Halt und Heimat.

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Eine konsequente Jugendarbeit trage ihre Früchte, die Jugend komme gerne zur Volkskultur. Leistung, Können und Gemeinschaftssinn seien nicht unbeliebte Einschränkungen. Im Gegenteil: Das gemeinschaftliche Musizieren, Singen und Tanzen und das Dazugehören liege ganz im Trend. Leistung werde nicht negativ, sondern positiv gesehen. Junge Menschen wollen Begegnung und Kontakt von Angesicht zu Angesicht. Dieser Kontakt sei echt, und Freundschaft könne nur so auf Dauer entstehen und bestehen. Deshalb sei die Aus- und Weiterbildung besonders wichtig.

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Zum zehnten Mal veranstalteten der Landesrat der ungarndeutschen Chöre, Kapellen und Tanzgruppen sowie die Großgemeinde Schaumar das traditionelle Landesfestival für Kindervolkstanzgruppen, das unter der Schirmherrschaft von Otto Heinek, dem Vorsitzenden der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen, stand. Dem Landeswettbewerb und der Gala waren zwei regionale Vorentscheidungen vorausgegangen.

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Pünktlich um 13.00 mit dem Ertönen der Festfanfare begann das Programm. Nach dem Einmarsch der Kinderabordnungen, dem Erklingen der Hymnen, der Begrüßung der Ehrengäste und der Jury von der Vorsitzenden der Deutschen Nationalitätenselbstverwaltung von Schaumar Magdolna Marlok-Cservenyi und dem Vorsitzenden des Landesrates Laszlo Kreisz, wurde das Kindertanzfest vom Bürgermeister von Schaumar Dr. Kálmán Szente offiziell eröffnet. In seiner Festrede meinte er unter anderem: „… Wir Ungarndeutsche leben seit Jahrhunderten in Ungarn. Dass wir als Nationalität unsere Eigenständigkeit bis heute bewahren konnten, verdanken wir der Tatsache, dass wir unsere kulturelle Eigenschaft – trotz der ideologischen und politischen Benachteiligung der Deutschen – stolz weitergeführt haben… Diese Veranstaltung soll dazu beitragen, unsere traditionellen Kulturwerte bei den Jugendlichen zu verbreiten und zu verwurzeln. Ich bin beeindruckt von der großen Anzahl der erschienenen Tanzgruppen, welche viel Zeit und Mühe darin investiert haben, teilweise Vergessenes aufleben zu lassen.…“. Außerdem bedankte er sich bei den Tanzpädagogen, LehrerInnen sowie bei den Organisatoren für das Engagement, mit dem sie das Treffen vorbereitet und organisiert haben.

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Nun wurde Platz gemacht für die Hauptdarsteller dieses Tages – für unsere kleinen KünstlerInnen aus allen Teilen des Landes. Durchs Programm führten die Moderatorinnen Stefi Ludwig und Laura Kamuti.
In der Reihenfolge des Auftritts stellten sie die einzelnen Tanzgruppen und ihr Programm vor.

Als erstes trat die Kindertanzgruppe „PRECKEDLI“ des Vereins der Takser Junger Donauschwaben unter der Leitung der Choreographin Rita Varga auf.

Die nächste Tanzgruppe war die Tanzgruppe „GRIBEDLI“ des Schorokscharer Nationalitäten-Tanzvereins unter der Leitung von Anna Galambos-Schuszter und Vereinsvorsitzende Gabriella Borcsányi.

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Die Jugendtanzgruppe „ROZMARING” aus Taks, unter der Leitung von Ildikó Schäffer und Andrea Winkler war die nächste Tanzgruppe im Programm.

Darauf betrat die Kindervolkstanzgruppe der János-Kodolányi-Nationalitätengrundschule Gereschlak unter der Leitung des Choreographen Balázs Schulteisz die Bühne.

Die Tanzgruppe „SCHAUMARER KINDER”, unter der Leitung von Edit Milbich, zeigten uns nun die neue Tanzchoreographie „Wée is ti Richtigi ?“

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Die Kindervolkstanzgruppe der Klasse 6. des Valeria Koch Schulzentrums Fünfkirchen war die nächste Tanzgruppe, die die Bühne betrat.

Nun trat die Kindervolkstanzgruppe aus Bohl, unter der Leitung der Choreographin Melinda Béládi, auf.

Die Nationalitätenkindertanzgruppe aus Werischwar unter der Leitung von Szilvia Mirk und Júlia Mirk folgte darauf.

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Mohatsch war mit zwei Kindertanzgruppen dabei. Als Erste war die Nationalitätenkindervolkstanzgruppe „PÖTTÖMKÉK“ an der Reihe. Leiter der Tanzgruppen ist Stipo Filakovič, begleitet wurden die Kleinen von Musikern der Vereinskapelle.

Die „FÜZES“-Kindertanzgruppe aus Wiehall-Kleinturwall, unter der Leitung von Julianna Szabó und Edina Bunth brachten einem schwungvollen Auftritt für das Galaprogramm.

Als letzter Tanzbeitrag des Tages folgte die zweite Kindertanzgruppe aus Mohatsch, die Nationalitätenkindervolkstanzgruppe „MRVICE“. Die Tänze der beiden Tanzgruppen wurden von Stipo Filaković choreographieret.

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Nun begann auch schon die Arbeit der Jury. Die Kinder in ihren bunten Volkstrachten boten voll mit Begeisterung und Schwung althergebrachtes und neu geschaffenes Tanzgut. Ihr Programm strahlte Freude und Zuversicht aus und riss die zahlreichen Zuseher immer wieder zu begeistertem Beifall mit.

Die Wertungsrichter, bestehend aus dem Vorsitzenden János Brieber, László Nagy, Gabor Agárdi und Josef Apaceller, hatten viel zu richten, wie es man auch dann im Ergebnis sehen konnte.

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Bevor es zur Überreichung der Urkunden kam, brachten uns die Schaumarer Kulturgruppen eine schöne Überraschung. Die Kindergartenkinder „Lustige Zwerge“ sowie die Kindertanzgruppe „Edelstein“ bezauberten uns mit ihren bunten und schwungvollen Tänzen.

Nun der Höhepunkt des Tages, die Verkündungen der Ergebnisse. In einem großen Kreis umlagerten die jungen Tänzer das Parkett und lauschten den Worten der Festredner. In seiner kurzen Rede an die Tanzgruppenleiter erläuterte Brieber die schwierige Arbeit der Jury und bedankte sich dafür, dass alle Tanzleiter die an sie gerichteten Worte bei den Vorentscheidungen berücksichtigt hatten, die sich auch in den Leistungen ihrer Schützlinge niedergeschlagen haben. An diesem Tag gab es nur Gewinner.

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László Kreisz, Vorsitzender des Landesrates, bedankte sich für die Arbeit und überreichte jeder der elf Tanzgruppen eine Urkunde für die erfolgreiche Teilnahme an diesem Festival. Außerdem überreichte er die Sonderpreise des Komitats Branau an die Tanzgruppe „Mrvice“ aus Mohatsch, den Sonderpreis der Deutschen Selbstverwaltung Budapest an die „Gribedli“-Kindertanzgruppe aus Schorokschar.
Den Ehrenpreis der Nikolaus-Manninger-Stiftung für Tanzkunst überreichte die Vorsitzende Zsuzsanna Manninger an die Tanzgruppe „Schaumarer Kinder“.
Den Sonderpreis des Komitats Pesth wurde an die Tanzgruppe „Preckedli“ aus Taks vom Vizevorsitzenden der Landesrat-Tanzsektion Andreas Zwick überreicht.
Frau Magdolna Marlok-Cservenyi überreichte jeder Tanzgruppe ein kleines Geschenk – gestiftet von der Großgemeinde Schaumar.

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Die Überreichung des Festivalpreises und die Verkündung der Einladung zu den LdU-Galas nahm László Kreisz persönlich vor, assistiert wurde er vom Vorsitzenden der Sektion Volkstanz Gabor Agardi.
Für die LdU-Gala im Jahre 2021 wurde die Volkstanzgruppe „Rozmaring” aus Taks nominiert.
Für den Auftritt an der Gala 2020 wurden die „Schaumarer Kinder“ eingeladen.
Den Festivalpreis (dotiert von der LdU) und die Teilnahme an der Galaveranstaltung 2019 errang die Tanzgruppe „Füzes“ aus Wiehall-Kleinturwall/Biatorbagy.
Dort können sie sich alle vom Können dieser jungen Tänzer überzeugen.
Alle Preise – Sonder- und Ehrenpreise sowie der Festivalpreis – waren mit einem Geldgeschenk verbunden.

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Umrahmt wurde die Preisübergabe vom Frauenchor aus Schaumar, der mit der „Schaumarer Hymne“ akustisch einen würdevollen Abschluss gab.

Wir gratulieren allen, die an diesem Fest teilgenommen und damit bewiesen haben, auf welch hohem Niveau bereits in den Kinderstufen getanzt wird. Diese Bewertung soll ihnen Ansporn sein, sich weiter zu vervollkommnen, um beim nächsten Mal eventuell auch unter den „Ausgezeichneten” aufzuscheinen. Wir danken allen, die mitgewirkt haben, damit dieses Tanzfest zustande kommen konnte. In erster Linie den Tanzgruppen, ihren Leitern und Lehrern, den Eltern der Kinder, die einen nicht unwesentlichen Beitrag dazu geleistet haben. Unser besonderer Dank geht an Magdolna Marlok-Cservenyi für den reibungslosen Ablauf der Veranstaltung sowie die große Unterstützung, die wir vom „LandesratForum” für unsere Arbeit von ihr erhielten.

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Nur eine kurze Anmerkung am Rande:
Dieses Fest der ungarndeutschen Kindertanzkultur hätte meiner Meinung nach mehr Aufmerksamkeit von ungarndeutschen Medien verdient. So heißt es doch in ungarndeutschen Kreisen „Jugend ist unsere Zukunft“. Ist diese Jugend nicht Wert, dass man ihr mehr Aufmerksamkeit schenkt?

Unterstützt wurden die Qualifikationen und das Galaprogramm vom Ministerium für Humanressourcen (NEMZ-KUL-18-0635), von der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen und dem BMI, von PMNÖ, ÉMNÖSZ, vom Verband der Branauer Deutschen Selbstverwaltungen, von den örtlichen Selbstverwaltungen von Schaumar und Hidikut, den Deutschen Nationalitätenselbstverwaltungen von Schaumar und Hidikut (die auch die Arbeit vor Ort in Zusammenarbeit mit dem Landesrat ganz hervorragend gelöst haben), der Deutschen Selbstverwaltung Budapest, der Klebelsberg Kulturkurie und der Nikolaus-Manninger-Stiftung für Tanzkunst. Und nicht zuletzt vom Landesrat der ungarndeutschen Chöre, Kapellen und Tanzgruppen.

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Alle Tanzgruppen erfreuten die vielen Besucher mit ihren erfrischenden Tänzen und der hervorragenden musikalischen Begleitung.

Manfred Mayrhofer – LandesratForum

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