„Wenn ich groß wäre….“

Quelle: LdU

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Ungarndeutsches Theatercamp zum 23. Mal

Das 23. Theatercamp fand zwischen dem 9.-14. Juli 2018 in der Organisation der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen in Nadwar in der Pension Knáb statt. Die Teilnehmer waren die Siegergruppen der regionalen Theaterfestivals. 51 Kinder aus Fünfkirchen, Nadwar, Kischludt und Papa. Das Thema des diesjährigen Ferienlagers war: „Wenn ich groß wäre…”.

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Jeden Vormittag von 9 bis 12 Uhr und am Nachmittag von 15 bis 18 Uhr hatten die Kinder Workshops, in denen die Lehrerinnen mit den Kindern verschiedene theaterpädagogische Übungen und Spiele durchgeführt haben. Diese dienten zur Konzentration auf der Bühne und zur Aufmerksamkeit aufeinander. Während der Woche haben sich die Kinder in drei Gruppen auf die Theateraufführung am Samstag vorbereitet. Trotz der Hitze übten sie motiviert ihre Stücke und setzten sich voll ein. Jeder übernahm die Verantwortung für seine Rolle, lernte seinen Text und gab sich die größte Mühe – so wurde das Theaterstück ein großer Erfolg.

Das gemeinsame Theaterstück wurde dann am letzten Tag den Eltern, Besuchern und den Interessenten aus Nadwar bzw. den Kindern des Nadwarer Kindergartens vorgetragen. Das etwa 30-minütige Stück, am Ende mit einem gemeinsamen Lied, war – trotz Lampenfieber – hervorragend.

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Nicht nur das Theaterspielen machte den Teilnehmern während der Woche großen Spaß, sondern auch die Rahmenprogramme, z.B.: Basteln, Malen, Tanzen, Kipfelbacken, Sport treiben, Dorfbummel usw.

Natürlich wurde während des Jugendlagers Deutsch gesprochen, wodurch auch die Sprachkenntnisse und die Bindung zum Ungarndeutschtum gefördert wurden.

Förderer des Camps waren: Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen, Ministerium für Humanressourcen (NEMZ-TAB-18-0296), Förderverein für deutschsprachiges Laientheater in Ungarn, Deutsche Nationalitätengrundschule von Nadwar-Érsekhalma, Deutsche Selbstverwaltung Nadwar, Selbstverwaltung der Gemeinde Nadwar.

Zsuzsanna Nagy-Sziegl aus Nadwar – Begleiterin:
Zum Erfolg des diesjährigen Theaterlagers haben nicht nur die Nadwarer Kinder, sondern auch das Milieu der ganzen Ortschaft beigetragen. Das ungarndeutsche Dorf in Südungarn, in der Nähe von Baja hat viele gute Eigenschaften:
- Die in einem alten ungarndeutschen Familienhaus – sogenannten Querhaus – eingerichtete Pension Knáb, wo die Teilnehmer bequem wohnten. Der schattige Hof mit großen Trompeten- und Nussbäumen. Die aus den ehemaligen Wirtschaftsgebäuden umgebauten Räumlichkeiten, in denen für die Gruppen die Workshops stattfanden.
- Die ruhigen Straßen mit wenig Verkehr, wo die Kinder in ihrer Freizeit Rad fahren konnten.
- Die Kellerreihen, wo wir angenehme Spaziergänge gemacht haben. Wir konnten in zwei Keller sogar hineingehen. Im Etsberger-Keller haben wir uns die Familiensammlung von alten landwirtschaftlichen Geräten angeschaut. Im Nébl-Keller hat uns der Besitzer die Werkzeuge seines Vaters – von einem Sattler – vorgestellt.
- Das schöne Kulturhaus mit einer großen Bühne mit Beleuchtungs- und Tontechnik, wo wir unser Theaterstück am Ende der Woche aufgeführt haben.
- Die Schule mit ihren Sportgeräten und den großen Sportplätzen, die wir nutzen konnten.
- Die Schulkantine, wo wir das feine Mittagessen bekommen haben.
- Die Geschäfte, wo wir für die Bastelarbeit einkaufen konnten.
Herzlichen Dank an alle für die freundliche Unterstützung!


Eszter Gubai-Szabó aus Kischludt – Begleiterin:
Wir haben die Teilnahme am Theaterlager in Nadwar als Preis in Ugod gewonnen. Sechs Tage haben wir im Theaterlager verbracht, wo wir während der Woche an theaterpädagogischen Workshops teilgenommen haben. In zwei Gruppen haben wir spielerisch das Thema „Wenn ich groß wäre” bearbeitet: einerseits aus der Sicht der Eltern bei der Kindererziehung, andererseits unter politischem Aspekt, wie die Schule gestaltet werden sollte. Wir alle haben viel gelernt, viele nützliche, praktische Erfahrungen gemacht. Gymnasialschüler mit Erfahrungen im Theaterspielen haben unsere Arbeit erleichtert. In der Pension haben wir ausgezeichnete Verpflegung bekommen. Zsóka Berta, als Campleiterin koordinierte die ganze Arbeit und stand uns mit ihrer pädagogischen und theaterpädagogischen Erfahrung als Hilfe immer zur Seite. Vielen Dank für die Möglichkeit, am Camp teilnehmen zu können.

Bernadett Szabó – Begleiterin:
Im Frühling hat unsere Gruppe aus Papa an dem Ugoder Dramenfestival teilgenommen und die Teilnahme am Kindertheaterlager in Nadwar gewonnen.
In Nadwar und in der Pension Knáb haben wir uns sehr wohl gefühlt. Während dieser Woche haben wir uns auf die Aufführung „Wenn ich groß wäre…“ am Samstag vorbereitet. Die Kinder haben viele Ideen gehabt, was sie als Erwachsene anders machen würden.
Vormittags haben wir an Theaterworkshops teilgenommen, die uns sehr gefallen haben. Wir haben sehr viel Spaß zusammen gehabt.
Vielen Dank an Zsóka Berta, Theaterpädagogin und künstlerische Leiterin des Theatercamps, von der nicht nur die Kinder, sondern auch wir, Lehrerinnen sehr viel gelernt haben.

Bálint Rezsnyik aus dem Schiller Gymnasium, Werischwar – Schüler:
Ist eine Lösung, die den Eltern gefällt, auch für die Kinder geeignet? Nein, überhaupt nicht. Reden wir über Erziehung, Unterricht oder über das Leben einer Familie.
Wäre es richtig, die Pausen in der Schule zu verkürzen? Ist das die Lösung, die das Unterrichtswesen verbessert? Ich denke nicht.
Werden wir dadurch die Sporen unserer Zukunft in sicheren Händen haben?
Strenge, Sprengen oder Zwang. Brauchen wir diese drei, wenn wir uns mit Kindern beschäftigen? Nein. Das Kind hat eine Individualität. Das Kind ist keine Maschine, das Kind ist ein Geschenk.

Rebeka Molnár aus dem Valeria Koch Bildungszentrum – Schülerin:
Alles begann mit den obligatorischen 50 Stunden Gemeinschaftsarbeit vor dem Abitur…
Aus diesem Grund habe ich das 23. Theaterlager in Nadwar besucht. Wir haben dort eine Woche verbracht. Die Teilnehmer waren zwischen 7 und 10 Jahren.
In den ersten paar Tagen haben wir einander kennengelernt. Wir haben den Kindern spielerische Aufgaben vorbereitet, die später beim Theaterstück nützlich werden können. Die Kinder waren begeistert und motiviert. Wir hatten viel Spaß zusammen gehabt.
Nach dem Spiel begann die richtige Arbeit. Die Kinder haben das Theaterstück zuerst auf Ungarisch geschrieben und dann haben wir und die Lehrerinnen ihnen bei der Übersetzung ins Deutsche geholfen. Wir haben auch die passenden Musikstücke ausgewählt. Die Kinder haben sich sehr gut unterhalten.
Dieses Jahr haben sich die Teilnehmer des 23. ungarndeutschen Theaterlagers mit dem Thema ,,Wenn ich groß wäre…“ beschäftigt.
Wir haben eigentlich in zwei Gruppen gearbeitet, so entstanden sogar zwei Theaterstücke.
Im ersten Teil der Vorstellung stellten die Fünfkirchener und Nadwarer Kinder ihre Vorstellung über die Bildungspolitik vor. „Wer hat Recht? Die Kinder oder die Erwachsenen?“
Im zweiten Teil des Theaterstücks erzählten die Kinder aus Papa und Kischludt über ihr Familienleben. Sie stellten sich vor, was sie machen würden, wenn sie die Eltern wären.
Diese Woche war unvergesslich sowohl für uns Gymnasialschüler als auch für die Lehrerinnen und natürlich für die kleinen Schauspieler. Ich bin sehr dankbar, dass ich die Möglichkeit für die Teilnahme hatte.
Ich habe sehr viel sowohl von den tollen Lehrerinnen als auch von den Kindern gelernt. Ich hoffe, dass ich am Theaterlager nächstes Jahr wieder teilnehmen kann.

Erzsébet Berta – Campleiterin:
Als Campleiterin hatte ich nach einer Woche sowohl von den Kindern, als auch von den teilnehmenden Lehrerinnen sehr viel gelernt. Ich habe mich sehr wohl gefühlt.

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