Eine erlebnisreiche Singwoche in der Hauptstadt

Quelle: Landesrat

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7. Singwoche und Chorleiterseminar des Landesrates

Vom 8. Juli bis zum 14. Juli 2018 wurde vom Landesrat der ungarndeutschen Chöre, Kapellen und Tanzgruppen die 7. Singwoche und das Chorleiterseminar veranstaltet. Ort der Veranstaltung war das Deutsche Nationalitätengymnasium Budapest. Künstlerische Leiterinnen waren Christine Fódi-Kovács, Vorsitzende der Sektion Chor im Landesrat, und Hajnalka Pfeifer-Takács, die Vizevorsitzende der Kirchenchorsektion, für die Organisation war Büroleiterin Zsuzsanna Ledényi verantwortlich.

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Zwanzig Teilnehmerinnen und Teilnehmer nahmen an dieser Bildung teil, um vor Ort von erfahrenen Musikpädagogen Hilfestellungen zu erlernen ihre Chöre zu führen, zu motivieren und weiter für den Chorgesang zu begeistern.
Die Singwoche richtete sich an Singgruppenleiter mit oder wenig Praxis bei der Chorleitung, Interessenten und Sänger ab 12 Jahren. Die Thematik war Stimmbildung, Volkslieder, Gottesdienstgestaltung, Instrumentalbegleitung und Chorleiterseminar.

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Die Teilnehmer kamen aus Budapest, Wesprim, Wieselburg-Ungarisch-Altenburg, Wudigeß, Vilonya, Niglo, Werischwar, Radot, Daurog und Waschludt. Ein kleines Liederheft, zusammengestellt aus den Liedern der Gesangswoche, das konnte am Ende mit nach Hause genommen werden.

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Die erste Singwoche war ein Versuch die Sänger und Chorleiter, die gerne singen, fortzubilden. Um ihnen neue Volkslieder beizubringen, aber auch die kirchliche Seite zu beachten. Und wir hatten und haben das Glück, dass Christine Fódi-Kovács diese Arbeit auch heuer wieder auf sich nahm. Eine der Aufgaben der Sänger war es, Lieder aus ihrer eigenen Umgebung, aus ihrem Dorf zu interpretieren und den Gesangkollegen näher zu bringen. Das wurde auch gemacht und so entstand ein Teil dieses Programmes. Was sie von den Singwochen am Thurnersee (Kärnten/Österreich) und in Hersching (Bayern/Deutschland) mitgenommen hatten, konnten sie weitervermitteln.

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Die Woche war nicht sehr leicht, aber im Nachhinein kann man sagen, dass die Leistung und die Gruppe gut waren. Die TeilnehmerInnen tan alles, um zu lernen und auch schönes nach Hause zu ihren Chören mitzunehmen. Wenn diese Singwoche in der Zukunft fortgeführt wird, dann ist es sicher, dass die Qualität unserer Chöre, die unserer musikalischen Muttersprache sprechen, weiter steigen wird.

Der Tagesablauf war immer gleich: Zuerst ein Lied zum Aufwachen, vorgeführt jeweils von den Teilnehmern, danach 30 Minuten Yoga und Stretching unter freiem Himmel. Dem Frühstück folgten das gemeinsame Einsingen und die Chorprobe bis zum Mittagessen, und am Nachmittag bis halb sechs gab es wieder Chorprobe. Nicht nur Volksmelodien wurden erlernt, sondern auch Messgesang. Referenten dieser Fortbildung waren Christine Fódi-Kovács (verantwortlich für Chorgesang, Stimmbildung und Chorleitung) und Hajnalka Pfeifer-Takács (verantwortlich für Gesang und Kirchenlieder).

Um die Volkslieder der Donauschwaben aus den verschiedenen Regionen Ungarns besser kennenzulernen, brachte jeder Teilnehmer einige Volkslieder aus der Sammlung seines Heimatgebiets den anderen Teilnehmern bei. Für all denen, die Ihr Können in Chorleitung erweitern wollten, gab die Möglichkeit, am Vormittag als auch am Nachmittag die Chormitglieder zu dirigieren. Nach dem Abendessen war der Tag noch nicht zu Ende, da jeden Abend ein gemeinsames Programm organisiert wurde. Ob eine Vorlesung, ein Volkstanzunterricht oder eine kreative Beschäftigung, es wurden jeweils die Kenntnisse der Teilnehmer im Thema „Kultur der Donauschwaben“ erweitert.

Nicht nur die langen Gesangproben, die manchmal bis spät in die Nacht dauerten, sondern auch organisatorische Hindernisse mussten bewältigt werden. Um auch anderweitig die etwas monotone Probenarbeit zu erleichtern, ist auch Handarbeit eingeflossen. Viel Spaß hatten die Teilnehmer auch an dem Abend, wo sich jeder musikalisch vorführen konnte.

Der krönende Abschluss der Singwoche war die Möglichkeit, in der Matthiaskirche aufzutreten. Bevor es so weit war, gab es noch ein kleines Freiluftkonzert vor der Kirche, wo der Auswahlchor des Landesrates Volkslieder zum Besten gab. Begleitet wurde der Chor von Norbert Sax, der zur Freude der Zuhörer auch einige Solostücke auf seiner Harmonika spielte. In der Kirche wurden dann bekannte Kirchenlieder gesungen, die hier wunderbar klangen. Ohne die professionelle Mitwirkung und Organisierung von Zsuzsanna Ledényi wäre das Fest kein solcher Erfolg geworden.

Der Samstag war der Tag des Abschieds und alle waren zuversichtlich im nächsten Jahr wieder dabei zu sein.

Der Dank dafür gilt nicht nur den Teilnehmern für ihren Einsatz, sondern auch Christine Fódi-Kovács, und Hajnalka Pfeifer-Takács, die die Gesangswoche leiteten, Norbert Sax für seine musikalische Unterstützung und Zsuzsa Ledényi, die den organisatorischen Ablauf während der Singwoche zu bewältigen hatte.

Text, Fotos und Videos: Zsuzsanna Ledényi, Manfred Mayrhofer

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