Jugendkonferenz über Nationalitätenselbstverwaltungen

Quelle: LdU

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Fortbildung von Jugendvertretern

Noch mehr Jugendliche in die deutschen Nationalitätenselbstverwaltungen! – Unter diesem Motto fand der dritte Teil der LdU-Fortbildungsreihe für Jugendvertreter statt. Ausgetragen wurde die dreitägige, bereits vierte Jugendkonferenz in Fünfkirchen. Um die 25 jungen ungarndeutschen Aktivisten arbeiteten ein ganzes Wochenende durch, um Lösungen dafür zu finden, wie noch mehr Jugendliche motiviert werden könnten, sich an der Arbeit der ungarndeutschen Selbstverwaltungen zu beteiligen.

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Der Jugendreferent der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen – einer der Hauptorganisatoren der Tagung – sei darüber erfreut, über eine zahlenmäßig starke Gruppe von Jugendlichen landesweit Kenntnis zu haben, die bereits den Entschluss gefasst haben, zur Wahl der Nationalitätenselbstverwaltungen ihres Heimatortes anzutreten. Um diese Zahl weiter zu erhöhen, sei es an der Konferenz zu Diskussionen darüber gekommen, welche wohl die Schwierigkeiten und Herausforderungen sind, die es verhindern, dass dies noch mehr junge Leute tun: „Die am häufigsten genannten Faktoren waren, dass man in seinen zwanziger Jahren vor allem Karriere machen oder Familie gründen wolle, was mit dieser Art von Engagement nur schwer zu vereinbaren sei“, so Károly Radóczy. „Wir wollen die Jugendlichen motivieren, sich schon jetzt an die Arbeit zu machen, damit sie dann später, wenn ältere Mitglieder aus den Selbstverwaltungen ausscheiden, sich bereits einen gewissen Einblick in diese Tätigkeit verschafft haben.“

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Kundige Referenten legten das Wahlsystem, regionale Erfahrungen und Best-Practice-Beispiele dar, und schilderten Aufgabenbereiche dieser Gremien. Auch die Vorsitzende der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen war Gast der Konferenz und Gesprächspartnerin der Teilnehmenden. „Es war besonders erfreulich, dass wir uns vor allem darüber unterhalten konnten, welchen Beitrag Jugendliche zur Entwicklung der ungarndeutschen Gemeinschaft leisten können”, berichtete Olivia Schubert. „Man wollte sich auch ein klares Bild über das Funktionieren der LdU erschaffen, und auch die Frage ist ernsthaft aufgetaucht, wie man Mitglied der Vollversammlung der Landesselbstverwaltung wird. Ich bin absolut für bewusste Nachwuchssicherung, und auch der festen Überzeugung, dass das Einbeziehen Jugendlicher eine Win-Win-Situation ist: Wir lassen junge Leute an Arbeit und Verantwortung teilhaben, und sie bereichern uns mit ihrer neuen, frischen Sichtweise.”

Was braucht man zu einer erfolgreichen Wahlkampagne? Wie überzeugt man Leute? – Diese Problematik wurde im Rahmen eines spannenden Workshops behandelt. Typische Situationen, die überall auf der Straße vorkommen können, wurden inszeniert. „Eine solche war zum Beispiel, dass ein junger Ungarndeutscher, der sich bisher vor allem für Fußball interessierte, plötzlich auf der Straße dazu überredet wird, sich auch für seine Nationalität einzusetzen“, erzählte Károly Radóczy. „Solche Situationen können theoretisch überall vorkommen. Unsere Aufgabe ist, die Jugendlichen zu motivieren. Viele von ihnen haben bereits angenehme Erlebnisse mit der ungarndeutschen Gemeinschaft, weil sie zum Beispiel Mitglieder von Kulturgruppen sind. Von hier ist es nur noch ein einziger Schritt, sie auch in diese Sache miteinzubinden.“

Von den vielen Anregungen, die die Jugendkonferenz gebracht hat, möchte man demnächst auch ein handfestes Dokument erstellen, das jungen Kandidaten vor der Wahl der örtlichen deutschen Nationalitätenselbstverwaltungen 2019 viel helfen kann.

Die Konferenz konnte mit freundlicher Unterstützung durch das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages ausgetragen werden.

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