NationalitätenkindergärtnerIn zu werden ist jetzt attraktiv, wie nie zuvor

Quelle: LdU
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Neulich hat die Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen mit dem Ungarndeutschen Pädagogischen Institut zusammen, in der Zusammenarbeit mit der Ungarischen Regierung zur Sicherung des Nachwuchses an NationalitätenkindergartenpädagogInnen ein Stipendienprogramm gestartet. Es bietet angehenden Nationalitätenkindergärtnerinnen die einmalige Möglichkeit, sich um einen monatlichen Studienzuschuss von maximal 75.000,- Forint zu bewerben!

ACHTUNG: das Stipendium kann in diesem Semester nur noch bis zum 30. Januar beantragt werden!
Mehr Infos >>>

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Folgende Portraits stellen zwei junge Damen vor, die voll engagiert diese Laufbahn eingeschlagen haben:

Lang_LdUGJU

Helga Lang ist 23 Jahre alt und lebt in Hartian. Sie hat 2017 die Ausbildung für Nationalitätenkindergärtnerin bei der Apor Vilmos Katholischen Hochschule in Waitzen absolviert. Sie arbeitet zurzeit im „Kinderburg“ Deutschen Nationalitätenkindergarten in Hartian. Sie ist bereits die leitende Erzieherin der Kindergartengruppe „Bienchen“.

„Die Kindergartenpädagogik ist eine wunderbare Berufung. Die Tatsache, dass ich nicht nur eine allgemeine Kindergärtnerin, sondern auch eine Nationalitätenkindergärtnerin bin, bietet mir Vieles und es bereitet eine große Freude für mich. Ich habe diesen Beruf aus dem Grund gewählt, weil ich die Weitergabe der ungarndeutschen Identität, die Bekanntgabe unserer Traditionen an die Kinder für besonders wichtig halte. Ich habe auch einen Nationalitätenkindergarten und eine Nationalitätengrundschule besucht und ich erinnere mich an die damals erlebten Traditionen, wie zum Beispiel an das Blochziehen in der Faschingszeit, immer noch. Ich bin fest davon überzeugt, dass ich diesen Beruf nicht gewählt hätte, bzw. ich kein Mitglied des örtlichen GJU-Freundeskreises wäre, wenn ich diese positiven Impulse damals in meiner Kindheit nicht bekommen hätte. Diese positiven Erlebnisse möchte ich an die Kinder weitergeben. Ich bin immer sehr froh, wenn ich ihnen über die Ungarndeutschen, über die Ulmer Schachtel oder über die Blaufärberei, usw. erzählen kann oder, wenn wir zum Beispiel am Vormittag gemeinsam die Tradition des Blochziehens beleben und am Abend die Blochziehenden empfangen. Meine Kindergartenerlebnisse haben mein ganzes Leben geprägt, es war für mich eine gute Entscheidung, diesen Beruf zu wählen. Ich empfehle dies auch anderen Altersgenossen gerne!“

Kreisz_LdUGJU

Cecília Kreisz ist 21 Jahre alt und wohnt in Taks. Sie studiert an der Fakultät für Erzieher- und Grundschullehrerbildung der Eötvös-Loránd-Universität in Budapest. Sie wird voraussichtlich im Sommer 2020 das Studium als ungarndeutsche Kindergärtnerin beenden. Es war für Cecília eine einfache Wahl, Kindergartenpädagogik zu studieren, weil ihre Mutter eine anerkannte Grundschullehrerin in Taks war, und seit ihrer Kindheit spielt der ungarndeutsche Volkstanz in ihrem Leben eine wichtige Rolle. Neben dem Studium ist sie die Leiterin von drei Tanzgruppen in Taks.

„Ich habe diesen Beruf gewählt, weil ich unsere reiche Kultur den Kindern zeigen und an sie weitergeben möchte. Die kommenden Generationen werden leider weniger Möglichkeiten haben, zu erfahren, wie die Ungarndeutschen lebten, wie sie sprachen, was sie aßen, wie sie feierten – diese gehören aber zu den Grundpfeilern unserer Kultur. Das starke Identitätsbewusstsein ist meiner Meinung nach sehr wichtig, zu einer echten ungarndeutschen Identität muss man wissen, woher wir stammen, wer wir sind. Alle ungarndeutschen Kinder sollten schon im Kindergarten unser kulturelles Leben kennen lernen, das ist eine der wichtigsten Aufgaben einer ungarndeutschen Kindergärtnerin. Wir sollen aber den Kindern die Kultur spielerisch und attraktiv präsentieren, damit sie das richtig in ihr Herz schließen.“

Quelle der Portraits: Gemeinschaft Junger Ungarndeutscher

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