Ein besonderer ortsgeschichtlicher Vortrag in Pesthelisabeth

Quelle: Zentrum

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Mit leiser schwäbischer Musik wurden die Gäste im Kulturzentrum Csili empfangen, als der Lehrer Viktor Pócsik und Judit Bárkányi, die Vorsitzende der Deutschen Selbstverwaltung Budapest, am 12. Februar den Vortrag „Das Deutschtum in Pesthelisabeth” abhielten.

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Das Thema des erfolgreichen Abends war, dass das Deutschtum in Pesthelisabeth in der Vergangenheit nicht so bekannt, aber immer bestimmend war. Viktor Pócsik erzählte, dass die Gründer der Siedlung ganz bestimmt Deutsche gewesen seien, was er mit zeitgenössischen Dokumenten auch bewies. Er führte wissenschaftliche Forschungen in diesem Themenkreis durch. Er legte die Problematik der Identität, der Herkunft und der Familiennamen dar, und sprach über die Schwierigkeiten in diesem Themenbereich zu forschen. Mit statistischen Daten bewies er, dass aus der Sicht des Deutschtums die Assimilation und die Einwanderung nach „Erzsébet” – wie Pesthelisabeth/Pesterzsébet hierorts genannt wird – aufspürbar gewesen war. Aufgrund der Forschung stellte sich heraus, dass die kulturelle Assimilation die Wirkung der städtischen Umfeldes ist. Die Zahl der aus Pesthelisabeth zur Malenkij Robot verschleppten Ungarndeutschen war verhältniswidrig hoch. Im Zusammenhang mit der Vertreibung im Jahre 1948 wurde erwähnt, dass es nicht unternommen worden war. Der Grund dafür ist noch unbekannt, die Forschungen laufen gegenwärtig.

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In der zweiten Hälfte des Vortrages erzählte Judit Bárkányi, dass sie zurzeit auch eine traditionsbewahrende Tätigkeit zusammen mit allen Altersklassen führten. Der Bezirk hat zwar kein Heimatsmuseum, aber einzigartig in der Hauptstadt verfügt Pesthelisabeth über deutsche Nationalitätenbildungseinrichtungen vom Kindergarten bis zur Mittelschule, denn hier befindet sich auch das Deutsche Nationalitätengymnasium. Am Ende des Vortrages erhielten die Anwesenden eine Einladung zum Schwabenball, der am 16. Februar ebenfalls im Csili-Kulturzentrum stattfand.

Imre Czúni

Ins Deutsche übersetzt: Lili Takács

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