Österreichisches Ehrenzeichen an Hartmut Koschyk

Quelle: VLÖ

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Am Donnerstag, den 31. Jänner 2019 konnte VLÖ-Generalsekretär Ing. Norbert Kapeller zahlreiche Gäste zu einer besonderen Veranstaltung im Kulturzentrum „Haus der Heimat“ begrüßen, denn Staatssekretärin Mag. Karoline Edtstadler zeichnete den ehemaligen deutschen Bundestagsabgeordneten Hartmut Koschyk mit dem Großen Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich aus.

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„Die VLÖ-Vorstandsmitglieder und Funktionäre fühlen sich wirklich sehr geehrt, dass diese Auszeichnungsfeier für den ehemaligen Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten und ehemaligen Parlamentarischen Staatssekretär im deutschen Bundesfinanzministerium bei uns im Kulturzentrum ‚Haus der Heimat’ stattfindet“, so Kapeller, der anlässlich dieser Feierstunde zahleiche Ehrengäste begrüßen konnte: Zu den VLÖ-Vorstandsmitgliedern und Verbandsfunktionären mit Dipl.-Ing. Rudolf Reimann an der Spitze, gesellten sich unter anderem der deutsche Botschafter in Österreich, Johannes K. Haindl, Dr. Ondrej Pöss und Erika König vom Karpatendeutschen Verein in der Slowakei (KDV), Chefredakteur Johann Schuth von der „Neuen Zeitung“ in Budapest sowie Nationaldirektor Herbert Rechberger vom Hilfswerk „Kirche in Not“, der am 27. Mai 2019 einen Vortrag im „Haus der Heimat“ halten wird.

In ihren einleitenden Worten ging Staatssekretärin Edtstadler auf ihre eigene Familiengeschichte ein und wies dabei auf die sudetendeutschen Wurzeln ihrer Großmutter hin. In ihrer Laudatio würdigte die Staatssekretärin den ehemaligen deutschen CSU-Parlamentarier Hartmut Koschyk, der von 1990 bis 2017 dem deutschen Bundestag angehörte, bis 2013 Parlamentarischer Staatssekretär im deutschen Bundesfinanzministerium war und von 2014 bis 2017 die Funktion des Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten innehatte.

„Ihr Wirken war nicht nur wesentlich für in Deutschland sesshaft gewordene Vertriebene, sondern auch für über 500.000 in Österreich angesiedelte Heimatvertriebene, für die Sie sich unermüdlich eingesetzt haben“, so die Staatssekretärin in ihrer Laudatio, die Sie hier als Audiodatei in voller Länge nachhören können. Edtstadler erwähnte darüber hinaus auch das Engagement Koschyks gemeinsam mit dem VLÖ im Sinne der deutschen altösterreichischen Volksgruppe in Slowenien und die Unterstützung anspruchsberechtigter Donauschwaben bei Restitutionsfragen in Serbien.

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Hartmut Koschyk bedankte sich bei Staatssekretärin Edtstadler für ihre Worte und unterstrich besonders seine Freude darüber, diese hohe Auszeichnung gerade in Wien in Empfang nehmen zu dürfen.

„Für mich war es immer wichtig, den großen kulturellen Zusammenhang, was die Heimat der Vertriebenen, Aussiedler und deutschsprachigen Minderheiten anbelangt, grenz- und nationenübergreifend zu sehen“, so der ehemalige Bundestagsabgeordnete mit oberschlesischen Wurzeln, den es schon als BdV-Generalsekretär in den 1980er Jahren in die Heimatgebiete der deutschen Volksgruppen gezogen hat.

Nicht unerwähnt ließ Koschyk dabei auch seine Tätigkeiten auf gemeinsamer parlamentarischer Ebene mit dem österreichischen Nationalrat und seinen gedanklichen Austausch mit dem Völkerrechtler Prof. Felix Ermacora. Am Beispiel der Situation der deutschen Volksgruppe in Slowenien lobte Koschyk die Zusammenarbeit der deutschen wie auch der österreichischen Vertreter auf diplomatischer Ebene und unterstrich deren wichtigen gemeinsamen Einsatz für das Wohl der heimatverbliebenen deutschen Minderheiten in den verschiedensten Ländern.

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„Wie müssen die kulturellen Beziehungen lebendig erhalten und sie sind auch ein Stück des europäischen Geistes. Lebendige Kulturbeziehungen, wo nicht die Nation und Grenzen entscheidend sind, sondern die eigene Identität. Dass Heimat dort sein kann, wo man lebt und Heimat nicht infrage gestellt wird“, verwies Koschyk in seinen abschließenden Worten auf sein Buch „Heimat-Identität-Glaube“, aus dem er auch einige Passagen vortrug und welches ab sofort auch über den VLÖ erhältlich ist.

Die Dankesworte von Hartmut Koschyk können Sie hier nachhören.

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