Deutscher Raum der Moorer Radnóti-Grundschule eingeweiht

Quelle: Zentrum

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Es ist für mich, für die Leiterin der deutschen Fachschaft der Moorer Miklós-Radnóti-Grundschule, eine große Ehre, dass ich diesmal wieder über ein freudiges, großartiges Ereignis im Nationalitätenbereich berichten kann.

Am 15. Februar 2019 fand in unserer Schule das denkwürdige Einweihungsfest unseres deutschen Nationalitätenraumes statt. Auch zu dieser Veranstaltung wurden viele Gäste eingeladen, denn es wurde im Rahmen des festlichen Gedenkprogramms der Moorer Ungarndeutschen Selbstverwaltung zum 71. Jahrestag der Vertreibung der Moorer Schwaben gestaltet.

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Wir freuten uns sehr darüber, dass mehrere prominente Personen daran beteiligt sein konnten, unter anderem Gábor Czahesz, Vizebürgermeister unserer Stadt; Judit Viktória Pintér, Referentin für Bildungsverwaltung des Schulbezirksamtes Stuhlweißenburg; Edit Németh-Utry, Leiterin des Humanbüros; Ilona Csákvári, Leiterin des Amtes des Kreises Moor; Tibor Gerlinger, Vollversammlungsmitglied der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen sowie Vorsitzender der Pußtawamer Ungarndeutschen Selbstverwaltung; Johann Fuchs, Mitglied der Komitatsselbstverwaltung der Ungarndeutschen sowie Leiter des Verbandes der Deutschen Selbstverwaltungen im Komitat Weißenburg; Franz Erdei, Vorsitzender der Moorer Ungarndeutschen Selbstverwaltung; weitere Vertreter der Moorer Ungarndeutschen Selbstverwaltung und Krisztina Pats, Leiterin des LdU-Regionalbüros Weißenburg.

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Die größte Freude bereitete uns aber die Anwesenheit der ehemaligen Deutschlehrerinnen unserer Schule, unter ihnen auch meiner Lehrerinnen, meiner Vorbilder: Maria Ivanics-Szing, die als Direktorin unserer Schule im Schuljahr 1990/91 in enger Zusammenarbeit mit den damaligen Deutschlehrerinnen die erste, d.h. die ursprüngliche Nationalitätenausstellung im 2. Stock zustande gebracht hatte. Vielen herzlichen Dank für die Pflege, Aufrechterhaltung und Weitergabe der ungarndeutschen Traditionen in unserer Schule, namentlich an: Julianna HüblerMaria Klimó-StahlElisabeth Péteri-JencskiAnna Megyeri-UngerRita Forisek-SzatzkerAngyalka Greskó-Frey. Vielen Dank für ihre aufopfernden Mühen und auch dafür, dass sie für die Zukunft unserer Nationalität so engagiert und berufen tätig waren bzw. dass einige von ihnen immer noch so aktiv tätig sind.

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Hiermit möchte ich mich auch bei denjenigen bedanken, die mit ihren Vorführungen diesen Abend für das Publikum unvergesslich gemacht haben: Bei dem Chor des Moorer Rentnervereins „Tausendgut”, dessen Sänger und Sängerinnen die wunderschönen Heimatlieder in Moorer Volkstrachten vorgetragen haben, bei Teréz Lepsényi, die mit mir ein schönes Volkslied über die alte Heimat auch bei dieser Veranstaltung gesungen hat und bei meinen Schülern, Máté Poscher und Máté Tanárki, für den tollen Vortrag von zwei lustigen ungarndeutschen Volkserzählungen.

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„Tradition heißt nicht, Asche verwahren,
sondern eine Flamme am Brennen halten.”
Dieses wunderschöne Zitat zeigt uns auch heute noch, dass auch unsere Generation versucht die Flammen wirklich am Brennen zu halten: Wir haben die vor mehr als 28 Jahren begonnene traditionspflegende Arbeit fortgesetzt. Einer meiner größten Träume im Bereich Ungarndeutsche Traditionspflege ist endlich wahr geworden. Mit Hilfe von zwei bedeutenden und erfolgreichen Bewerbungen hat unsere Schule für die Weiterentwicklung, Verschönerung und Ergänzung der ursprünglichen Nationalitätenausstellung 100.000,- Forint gewonnen. Mit dieser Summe ist es uns gelungen, auch drei Schaufensterpuppen zu besorgen und sie in Moorer schwäbische Volkstracht zu kleiden.

Es ist mir gelungen, den erneuerten, erweiterten Nationalitätenraum im Rahmen meines Masterprogramms in die Sammlung der Moorer Werte aufnehmen zu lassen, worauf wir alle sehr stolz sein können.

Auch ein kurzer Vorstellungsfilm wurde über den Nationalitätenraum angefertigt, der der schriftlichen Unterbreitung beigefügt und der am Ende des Einweihungsfestes an die Vorsitzende des Ausschusses Moorer Werte und Schulleiterin der Radnóti-Grundschule, Agnes Kajos, überreicht wurde.

Angela Wundele-Zsilvölgyi

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