Am Anfang des Wonnemonats Mai…

Quelle: Zentrum

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Eine meiner Lieblingstraditionen ist das Maibaumstellen. Seit meiner Kindheit kann ich jedes Jahr die Stimmung dieses wunderbaren Brauches in meinem Heimatort erleben. Was bedeutet diese herrliche Frühlingsstimmung für mich? Darauf gibt das neu erschienene Gedicht von Maria Klotz eine richtige Antwort…

Maria Klotz
Maibaum

Fliederduft
frische Luft
Frühlingsfee
grüner Klee
Lebensbaum
Maibaum
Symbol der Liebe
lustige Spiele
bunte Bänder fliegen
kleine Vögel singen
oben eine Flasche ganz toll
mit rotem Wein voll
bunter Blumenkranz
lustiger Zaubertanz
Mädchenfreude
Maifest heute
Sanktiwan, den 1. Mai 2019

Der Maibaum hat – wie auch das Gedicht beschreibt - eine ganz komplexe Symbolik. Er ist ein wichtiges Symbol der Liebe, er bedeutet ebenfalls die Wiedergeburt der Natur, den Sieg des Frühlings über den Winter oder man kann ihn auch mit dem Baum des Lebens assoziieren. Eben deshalb hatte der Maibaum in unserer Kultur einen hohen Stellenwert und ist das Maibaumstellen nicht nur für einige Ortschaften charakteristisch. Es ist in dem süddeutschen Gebiet fast überall verbreitet und bekannt. Auch bei uns Ungarndeutschen wird dieser Brauch bis heute in vielen Ortschaften eifrig gepflegt. Jetzt kommen zwei Beispiele, das eine aus Harast/Dunaharaszti und das andere aus meinem Heimatort Hartian/Újhartyán.

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In Harast kam es am 27. April wie jedes Jahr zu einem gemeinschaftlichen Maibaumstellen im Heimatmuseum in gemeinsamer Regie der Deutschen Selbstverwaltung, des Heimatmuseums und des Vereins Junger Haraster Schwaben.
Für die Jungs des Vereins begann der Tag mit forstwirtschaftlicher Tätigkeit, nämlich mit dem Fällen eines geeigneten Pappelbaumes. Dann übernahmen die Mädchen den Baum, und schmückten ihn.

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Nachmittag wurde das Fest traditionsgemäß mit einem Festzug zu den Klängen der Haraster Dorfmusik eingeleitet. Im Heimatmuseum wurde der Baum aufgestellt, und die örtlichen Volkstanzgruppen gaben eine Kostprobe von ihrem Repertoire. Der Verein Junger Haraster Schwaben war mit zwei Kindergruppen und der Jugendgruppe präsent, sie wurden von der Haraster Dorfmusik begleitet. Nach dem Programm spielten die Haraster Dorfmusik und die Takser Spatzen zum Tanz auf.

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Am Dienstagabend, an dem 30. April hieß für die Jungs wieder hinaus in den Forst. Sie besorgten – so wie es gehört -, für die Mädchen der Gruppe Maibäume.

Andreas Zwick

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In Hartian wurde am selben Tag – ähnlich zum Jahr 2015 – von dem Freundeskreis Schwäbischer Jugendlicher ein groß angelegtes Maifest organisiert. Das traditionelle Maibaumstellen ist zu einem überregionalen Programm geworden, denn es sind sogar fünf Gastgruppen zu dem Fest gekommen. Diese waren der Berzeler Ungarndeutsche Jugendverein und die Kapelle Ungarndeutsche Party, die Volkstanzgruppe Leinwar und die Leinwarer Schrammel bzw. die Lohr Kapelle aus der Tschepele-Insel.

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Die Veranstaltung begann mit einem Trachtenumzug mit dem Maibaum an der Spitze, den die Jungen aus Berzel, Leinwar und Hartian gemeinsam trugen. Die drei anwesenden Kapellen begleiteten den Aufmarsch gemeinsam. Mit diesem Umzug schlossen wir uns zu der TrachtTag-Initative des Zentrums an.

Das Maibaumstellen erfolgte auch gemeinsam, die Mädchen der drei Ortschaften schmückten den Baum prächtig. Das bedeutete für die Jungs natürlich eine große Herausforderung, denn sie mussten diesen riesigen Baum errichten.
Nach dem erfolgreichen Aufstellen des Baums konnte das Kulturprogramm beginnen. Unsere Gäste aus Berzel zeigten uns einen einzigartig schönen Brauch aus ihrer Gemeinde, den Lammtanz.
Die Leinwarer ernteten mit ihrem niveauvollen Tanzprogramm ebenfalls einen großen Beifall.

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Das vielfältige Kulturprogramm beendeten wir als Gastgeber mit einem gemeinsamen Hartianer Marsch, der bei uns immer in einem großen Kreis getanzt wird. Ab Spätnachmittag sorgte die Lohr Kapelle für beste Laune, sie errang die Sympathie des Publikums gleich, das war sicherlich nicht ihr letztes Musizieren in Hartian.

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Wir bedanken uns herzlichst bei allen Gastgruppen und Mitwirkenden und vielen Dank an Alle, die das Zustandekommen von unserem Maifest unterstützt haben!

Martin Surman-Majeczki

Magyarwechsle die Sprache

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