25 Jahre Jugendblasorchester Sóskút

Quelle: Landesrat

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Das Jugendblasorchester von Sóskút feiert heuer sein 25-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass wurde am dritten Juniwochenende ein zweitägiges Jubiläumsfest organisiert.

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Am Samstag um 15 Uhr wurde die Veranstaltung feierlich eröffnet, das Programm begann die Gastgruppe aus Deutschland, die Aitrachtaler Jugendkapelle aus Mengkofen/Bayern, unter dem Dirigenten Korbinian Bauriedl. Danach übernahen László Varju und seine Sammeter Blaskapelle die Bühne, ihnen schlossen sich der Dirigent der Sóskúter Kapelle Sándor Kaszás sowie Georg Schneider an, und machten ein Gesangsdebüt.

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Es folgte darauf das Programm der Jugendblaskapelle Dány – Leitung Zsolt Katrin – bevor die vereinigten Jugendblasmusikkapelle von Sóskút und Kleinturwall unter ihrem Leiter Sándor Kaszás das Kommando übernahm. Mit ihren beschwingten Weisen – modern klassisch und traditionell – begeisterten sie das Publikum.

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Verdiente Musikerinnen und Musiker, Geburtstagskinder wurden von der Kapellenleitung geehrt, bevor es zum „Monsterkonzert“ kam. Alle Blasmusikkapellen spielten abwechselnd, dirigiert von ihren Dirigenten.

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Nach diesem gemeinsamen Spiel überbrachte Manfred Mayrhofer die Geburtstagsgrüße des Landesrates der ungarndeutschen Chören, Kapellen und Tanzgruppen und seines Vorsitzenden László Kreisz sowie die Wünsche des Weltdachverbandes der Donauschwaben. Mit den Worten „Blasmusik verbindet, und hier in Sóskút wird das gelebt“ bedankte er sich beim Dirigenten und Vorsitzenden der Blasmusiksektion des Landesrates Sándor Kaszás und bei allen Musikern für ihren Einsatz auf dem Gebiet der Blasmusik, und wünschte auch weitere schöne Erfolge. 

Das große Finale war dann die von Ernst Mosch stammende Bearbeitung „Zum Geburtstag viel Glück“, die vom zweieinhalbjährigen Daniel Pete und von Sándor Kaszás gemeinsam dirigiert wurde. Stehende Ovationen erhielten das Geburtstagskind und alle anderen Musikgruppen, die am Spiel teilnahmen.

Zum Abendprogramm wurden „Die Bergländer Buam“ aus Werischwar und die „Atrium“-Kapelle aus Dány gebeten.

Der Sonntagnachmittag war auch wieder der Blasmusik gewidmet. Die Gäste aus Deutschland begannen um 15 Uhr, bevor die vereinigten Kapelle von Sóskút und Kleinturwall wieder auf die Bühne traten. Mit dabei waren die preisgekrönte ungarndeutsche „Füzes“-Tanzgruppe aus Kleinturwall und die „Večernica”-Tanzgruppe aus Sóskút. Die „Bergländer Buam” aus Werischwar, die „Takser Spatzen” und die „Schwowischi Buam” aus Kirne/Környe beendeten das Festprogramm.

In einer hervorragend gestalteten Festschrift wurden die wichtigsten Punkte im Leben des Jugendblasorchesters Sóskút aufgezeichnet und die Honoratioren kamen mit ihren Begrüßungsschreiben zu Wort.

Auszüge aus den Begrüßungsschreiben:

„Anlässlich eines 25-jährigen Jubiläums könnte man Bücher schreiben über die Ereignisse, die sich während eines Vierteljahrhunderts im Leben eines Menschen und in dem einer Gemeinschaft abspielen. […] Vor fünfundzwanzig Jahren ereignete sich nach einem Traum ein geglücktes Treffen. Ein Treffen, nach dem dieses Orchester entstand, das bis heute der ganze Stolz unserer Gemeinde ist. Dieses Treffen ereignete sich zwischen Ferenc Román und Sándor Kaszás. Ein Mäzen unterstützte einen noblen Gedanken finanziell, ein Vorhaben, das die Liebe der Sóskúter Jugend zur Musik fördern sollte. Dieser Plan stoß auf das Anliegen eines musikliebenden jungen Mannes, der wiederum dies der Jugend ans Herz legen wollte. […] lm Namen aller Dorfbewohner bedanken wir uns herzlich bei dem Jugendorchester Sóskút für die unvergesslichen Jahre und wünschen ihm viel Erfolg für die Zukunft“.
Ferenc König, Bürgermeister

„Liebe junge Musiker, gebt euch nicht mit weniger zufrieden. […] Kein Wort, kein Ausdruck kann den inneren Zusammenhalt der Gemeinschaft, die Gesinnung und das gute Beispiel zur Bewahrung der Traditionen wiedergeben, die neben den in den Noten stehenden Rhythmen beim Publikum ankommen. Nur die stark verpflichteten, professionell vorbereiteten und gegenüber den Aufgaben zur Demut bereiten Menschen sind fähig, dies ins Leben zu rufen, am Leben zu erhalten und dem Zwang, sich ständig zu erneuern, in die Augen schauen zu können. „Dass wir Kindern zwei Dinge geben sollten: Wurzeln und Flügel. Wurzeln, die Halt geben, man weiß, wo man hingehört, aber eben auch Flügel, die einen helfen, sich aus seinen Zwängen und Vorurteilen zu lösen und einem auch ermöglichen auch andere Wege zu gehen oder besser zu fliegen“ (Johann Wolfgang von Goethe). Wir, die sich immer nach Melodien Sehnenden, sehen, respektieren und schätzen die Anstrengung und die oft qualvolle Arbeit, mit der das große Werk, die emotionale und geistige Nahrung, der konzertfähige Erfolg entsteht. […] Das Orchester, das sein 25-jähriges Jubiläum feiert. möge die von seinen Vorfahren geerbten Fundamente bewahren und weitere 25 Jahre lang in Liebe, in Freude und in gemeinschaftlicher und individueller menschlicher Erfüllung die Kontinuität sichern“
Dr. István Benedek

„Was könnte ein Gründerdirigent nach 25 Jahren seinen Musikern und seinem Publikum schreiben? Wahrscheinlich nichts Neues. Daher will ich mich auch kurzfassen, und lieber mein Vorbild, Ernst Mosch, zu Wort kommen lassen: „Es gibt keine schlechten Musiker, nur schlechte Kutscher! (Dirigenten).” – „Musik ist das schönste auf der Welt, und Musikant zu sein, ist ein Segen Gottes!”
Sándor Kaszás, Dirigent

Text und Bilder: Sóskút Programmheft/Manfred Mayrhofer

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