Neue Direktorinnen im Valeria-Koch-Bildungszentrum Fünfkirchen

Quelle: LdU
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Große Änderungen gab es Anfang dieses Schuljahres im Valeria-Koch-Bildungszentrum in Fünfkirchen. Nachdem Ibolya Hock-Englender zur Vorsitzenden der Landesselbstverwaltung gewählt worden war, gab sie ihre Stelle als Direktorin des Valeria-Koch-Bildungszentrums auf und auch andere Posten innerhalb der Institutsleitung wurden neu besetzt. Die vier neuen Direktorinnen werden jetzt vorgestellt.

Agnes Amrein-Pesti, Institutionsleiterin des Valeria-Koch-Bildungszentrums

Agnes Amrein-Pesti

Agnes Amrein-Pesti ist seit 2004 Pädagogin des Valeria-Koch-Bildungszentrums. Ihre Fächer sind Deutsch und Geschichte, ihr erstes Studium absolvierte sie an der Universität in Szeged. Zwischen 2014 und 2019 war sie für die Leitung des Valeria-Koch-Gymnasiums zuständig. Im September dieses Schuljahres wurde sie die Schulleiterin des Bildungszentrums und ab dem 28. Oktober, nachdem Ibolya Hock-Englender, die Direktorin der Einrichtung zur Vorsitzenden der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen gewählt wurde, ist sie mit der Institutionsleitung beauftragt worden.

„Die neue Aufgabe ist natürlich eine große Ehre für mich, zugleich eine Herausforderung und große Verantwortung. In der ersten Orientierungsphase versuche ich mir über alle Einheiten des Bildungszentrums einen Überblick zu verschaffen, die bisher nicht zu meinem Zuständigkeitsbereich gehört haben, wie z. B. unsere zwei Kindergärten, das Schülerwohnheim oder das Ungarndeutsche Pädagogische Institut. Ich hoffe, dass unser Bildungszentrum für Kinder, Schüler und Pädagogen weiterhin ein Ort sein kann, wo Offenheit, gegenseitige Toleranz und eine gemütliche Atmosphäre den Alltag bestimmen. Ich hoffe, dass wir unsere Kindergartenkinder und Schüler in den Bereichen Kommunikation, Kompetenzen und Kreativität spielerisch und altersgerecht fördern können. Auf Grundlage des Innovationspotentials unseres Pädagogenkollegiums, auf die wir sehr stolz sind, möchten wir in der Erziehung und Bildung nicht nur nutzbare Kenntnisse vermitteln und die grundlegenden intellektuellen Fähigkeiten und Talente unserer Schüler fördern, sondern auch ihre interpersonale Intelligenz. Ich hoffe auf eine Schulgemeinschaft, wo Werte wie Respekt, Verantwortungsgefühl, Kooperationsbereitschaft und Rücksichtnahme die alltägliche Kommunikation und Zusammenarbeit bestimmen und dadurch auch einer positiven Verstärkung aller dienen. Die Traditionen der Ungarndeutschen lebendig zu halten, die deutsche Sprache populärer zu machen und die deutschsprachige Kommunikation auch im Alltag zu fördern, betrachte ich im ungarndeutschen Bildungswesen als meine wichtigsten Aufgaben.“

Agnes Hertrich, Schulleiterin
(zuständig für die Jahrgänge 1-12)

Agnes Hertrich

Agnes Hertrich hat ihr Abitur 1984 am Klara-Leőwey-Gymnasium abgelegt, danach studierte sie an der Attila-József-Universität in Szeged die Fächer Deutsch und Ungarisch. Am Valeria-Koch-Bildungszentrum unterricht sie seit 2014 die Fächer Deutsche Sprache und Literatur, bzw. Volkskunde. Klassenlehrerin ist sie zum zweiten Mal.

Aufgewachsen ist Agnes Hertrich in einer ungarndeutschen Familie in Kisnyárád/Ksnarad in der Branau. Die Mundart und die Sitten und Bräuche unserer Nationalität gehören zu ihrem Alltag.
„Als Leiterin der Schule des Bildungszentrums bin ich für alle 12 Jahrgänge zuständig. Meine Herzensangelegenheit sowohl als Lehrerin als auch als Leiterin der Schule ist die Weitergabe der Werte der Ungarndeutschen, die Vermittlung moderner Kompetenzen, damit die Absolventen des Bildungszentrums mit konkurrenzfähigen Kenntnissen und Fähigkeiten den Weg in die Zukunft antreten können. Die Schule soll ein Ort sein, wo man in Teamarbeit, einander unterstützend, in einer ruhigen Atmosphäre seine Persönlichkeit entfalten kann.“

Judit Iváncsics, stellvertretende Schulleiterin
(zuständig für die Jahrgänge 5-12)

Judit Ivancsics

Judit Iváncsics hat Anfang der 1990er Jahre an der Universität Pécs Biologie und Deutsch studiert. Als Lehrerin für Biologie und Naturkunde in deutscher Sprache ist sie schon seit 1995 im Valeria-Koch-Bildungszentrum tätig, so konnte sie das Heranwachsen ihrer Schule miterleben. Als stellvertretende Direktorin der Schule ist sie für die Jahrgänge 5-12 zuständig.

„Für mich war es eine beeindruckende Erfahrung, wie unsere früheren Schulleitungen – am Anfang unter der Leitung von Herrn Dr. Gabor Frank, dann von Frau Ibolya Hock-Englender – in Zusammenarbeit mit engagierten Kollegen, mit starker Überzeugung und mit festem Glauben den Unterricht, das Schulleben und die Traditionen dieser Schule gestaltet haben. Obwohl ich aus Westungarn stamme, und keine deutschen Vorfahren habe, halte ich es für außerordentlich wichtig, dass die Nationalitäten in Ungarn, so auch die ungarndeutsche Gemeinschaft, ihre Sprache und Kultur auch in Bildungsinstitutionen pflegen und bewahren können. Diese für mich neue Aufgabe verbinde ich nicht nur mit Pflichterfüllung und Verantwortung. Auf den Spuren unserer Vorläufer stelle ich mir ein auch in der Zukunft gut funktionierendes Schulzentrum vor. Ich möchte dabei Hilfestellung geben, Mut machen, die Kommunikation zwischen Lehrern, Eltern und Schülern fördern, damit die Voraussetzungen für ein schülergerechtes und erfolgreiches Lernen und ein angenehmes Schulklima geschaffen werden. Ich hoffe, dass unsere neue Schulleitung diese Ziele mit konsequenter und auf Vertrauen basierender Teamarbeit erreichen kann.“

Terézia Heil-Michelisz, Leiterin der Kindergarteneinheit

Terezia Heil-Michelisz

Terézia Heil-Michelisz ist in einer ungarndeutschen Familie in Nimmesch/Himesháza geboren. Sie hat ihr Abitur 1979 am Nationalitätenklassenzug des Klara-Leőwey-Gymnasiums in Fünfkirchen abgelegt und studierte an der Hochschule für Kindergartenpädagogik in Ödenburg und hat ihren Abschluss 1989 erworben. 1998 hat sie ihr Lehrerdiplom an der Janus-Pannonius-Universität erhalten. Sie war von 2002 bis 2014 Leiterin der Nationalitätengrundschule und Kindergarten und von 2014 bis 2019 Leiterin des Kindergartens in Nimmesch. Ab 2019 ist sie die neue Leiterin der Kindergarteneinrichtung des Valeria-Koch Bildungszentrums.

„Meine neue Arbeit ist eine große Ehre und Verantwortung zugleich. Ich bin stolz auf meine ungarndeutsche Abstammung und betrachte die Weitergabe der ungarndeutschen Traditionen, Kultur, Sprache als eine meiner wichtigsten Aufgaben. Es ist sehr wichtig für mich, dass die Kinder im Kindergarten eine Erziehung bekommen, bei der sie ihre Fähigkeiten entfalten können, und dass diese Entfaltung in einer einsprachigen Umgebung stattfinden kann. Wichtig ist, dass wir den Kindern unser sprachliches und kulturelles Erbe, unsere Identität und ein umfangreiches Wissen vermitteln und dass unsere Kindergartenpädagogen weiterhin eine niveauvolle pädagogische Arbeit leisten. Ich bin der Überzeugung, dass unser Pädagogen-Team die Fähigkeit besitzt, sich immer zu erneuern und nach neuen Methoden für die Sprachförderung und Kulturvermittlung zu forschen. Ich bemühe mich um die weitere Stärkung des Nationalitätencharakters und um die Aufrechterhaltung des Status’ als Basisinstitution. Ich bin der festen Überzeugung, dass die Energie, die wir in unsere Arbeit setzen, sich in der unversieglichen Zuneigung der Kinder bezahlt macht.“

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