Eine poetisch-musikalische Reise

Quelle: Zentrum

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Um ein besonderes literarisches und musikalisches Erlebnis wurden die Gäste der Reihe Zentrum-Programme im HdU am 6. März reicher. Die Veranstaltungen des Ungarndeutschen Kultur- und Informationszentrums und Bibliothek werden von Vielfalt sowie von der Offenheit fürs Neue gekennzeichnet. Und als die Frage aufkam, ob die zwei hervorragenden österreichischen Künstler, Sieglinde Jug und „Sir“ Oliver Mally, im Haus der Ungarndeutschen auftreten sollten, war die Antwort ein eindeutiges Ja.

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„Die Sucht nach dem Leben treibt mich von Ort zu Ort, allein die Aufbruchsstimmung hat ihren festen Wohnsitz“, sagt Sieglinde Jug über sich selbst. „Wir Menschen werden von einer unbestimmten Sehnsucht getrieben, sie ist der Urquell unserer Antriebskraft und Kreativität.“

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Die österreichische Schauspielerin, Buchautorin und Pädagogin ist in Wolfsberg in Kärnten geboren. Sie hatte Veröffentlichungen in diversen Anthologien, ihr Lyrikband Rauchzeichen erschien beim Wolf-Verlag. Sie spielte an freien Bühnen Kärntens, wirkte bei Lesungen mit. Seit 2011 lebt sie in der ungarischen Hauptstadt und lehrt an der Österreichischen Schule Budapest.
Die Sehnsucht ist ein Nomade – Vom Unterwegssein! lautete der Titel des Abends, an dem Sieglinde Jug nebst eigenen Gedichten Werke von Sándor Márai, Ingeborg Bachmann, Mascha Kaléko, Konstantinos Kavafis und Rainer Maria Rilke vorlas. Motive wie das rastlose Ich, das Zugehörigkeitsgefühl, die ständige und unendliche Reise bildeten den roten Faden, der die Darbietungen miteinander verknüpfte.

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Und „Sir“ Oliver Mallys Eigenkompositionen sowie Stücke bekannter Musiker machten die Produktionen zu einer perfekten Einheit. Der Gitarrist und Songwriter ist einer der bekanntesten Vertreter der österreichischen Bluesmusikszene. Seit über 35 Jahren hat er sich dem Blues verschrieben. 2018 wählte die „ISC“ (International Songwriting Competition) aus den USA seinen Song Devil’s gone fishing zu den 16 Finalisten in der Kategorie Bluessong. Es sind unzählige CDs von ihm erschienen und er ist ständig „on the road“. Er spielte bereits auf fast allen Bühnen der großen ungarischen Festivals wie Sziget oder Fishing on Orfű. Auch im HdU riss er das Publikum mit seiner tiefen, rauen Stimme und seiner fetzigen Gitarrenmusik mit sich.

Ein kleiner Einblick in diesen Abend mit besonderer Atmosphäre wird bald auch den Fernsehzuschauern gewährt, denn es wird in den Fernsehkanälen Duna und Duna World in der Sendung Unser Bildschirm eine Reportage gezeigt.

Monika Ambach

Foto: Ludwig Grund – Zentrum.hu

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