Minderheitenrechte sind Menschenrechte!

Quelle: GJU

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Kick-Off-Seminar der Jugend Europäischer Volksgruppen
in Tscholnok

Ihr erstes Seminar im Jahre 2020 veranstaltete die Jugend Europäischer Volksgruppen (JEV) vom 10.-16. Feber in Tscholnok (Komitat Komorn-Gran). Die Gemeinschaft Junger Ungarndeutscher (GJU) fungierte nach 2016 wieder als Gastgeberin eines JEV-Seminars. Während der Woche haben die Teilnehmenden unter dem Motto „Think equally!“ (Denke gleich!) das Thema der Minderheitenrechte aufgearbeitet. Als Botschaft des Seminars gilt, wie wichtig es ist, die eigenen Rechte zu kennen und davon auch Gebrauch zu machen. Die Organisatoren seitens der GJU haben sich natürlich auch zum Ziel gesetzt, den teilnehmenden Jugendlichen, die insgesamt 15 verschiedene europäische Minderheiten vertraten, auch die deutsche und die slowakische Minderheit in Ungarn so gut wie möglich vorzustellen.

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Bisher wurden alle JEV-Seminare in Ungarn entweder in der Region von Fünfkirchen oder in Baje organisiert. Das war das erste Mal, dass JEV-Mitglieder die Region um die ungarische Hauptstadt kennenlernen konnten. Wie bekannt, rund um Budapest finden wir neben den ungarndeutschen Ortschaften auch viele slowakische Gemeinschaften, so wollten wir auch von der slowakischen Kultur eine kleine Kostprobe anbieten.

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Tscholnok diente als perfekter Austragungsort des Seminars. Sowohl die Landschaft als auch die Atmosphäre der ungarndeutschen Gemeinde haben die Teilnehmer fasziniert. Am Eröffnungstag haben die Tscholnoker Gastgeber alles dafür eingesetzt, ihre Gemeinschaft und die ungarndeutsche Volksgruppe selbst zu präsentieren. Im Rahmen der offiziellen Eröffnung haben Tscholnoker Kinder einen eindrucksvollen Beweis von ihrem Talent im Volkstanz bzw. in der Rezitation von Mundart- und Hochdeutschtexten gegeben. Auch die Vorsitzende der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen Ibolya Hock-Englender hat uns die Ehre erwiesen, der Eröffnung beizuwohnen. In ihrer Begrüßungsrede hat sie die Jugendlichen mit dem auf dem ganzen Kontinent einzigartigen ungarischen Minderheiten-Selbstverwaltungswesen vertraut gemacht. Anschließend hat uns Eva Priegl von der örtlichen Deutschen Selbstverwaltung durch den nagelneuen ungarndeutschen Lehrpfad geführt. Idee und Thematik stießen bei den Anwesenden auf großes Gefallen.

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Damit waren die ungarndeutschen Programme noch nicht zu Ende. Am Abend wurde ein ungarndeutsches Tanzhaus dargeboten und die Kenntnisse über unsere Organisation wurden auch im Rahmen eines GJU-Quiz’ auf die Probe gestellt.
Als weitere Höhepunkte der Woche galten der kulturelle Austauschabend „Exchange Market“ und der Exkursionstag. Am Exkursionstag sind wir zuerst gemeinsam zum Budapester Heldenplatz gefahren. Nach einem Gruppenfoto spazierten wir zum Haus der Ungarndeutschen, wo uns Monika Ambach, Direktorin des Ungarndeutschen Kultur- und Informationszentrums und Bibliothek, sowie Johann Schuth, Chefredakteur der Neuen Zeitung, empfingen. Mit ihnen konnten sich die Anwesenden über Themen wie Kultur und Politik der Minderheiten austauschen. Am Nachmittag reisten wir weiter nach Šára/Sári (Ortsteil von Dabas). Hier wurde ein buntes Programm angeboten, man konnte u. a. den Volksliedschatz und die Zubereitung des berühmten Strudels der starken slowakischen Gemeinschaft kennenlernen. Den Abend verbrachte die internationale Delegation in der Nachbarschaft, im Keller des Hartianer Heimatmuseums, wo der örtliche Schwäbische Backofenverein für ungarndeutsche Köstlichkeiten sorgte.

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Wir könnten noch lange über die weiteren spannenden Ereignisse des Seminars berichten, aber hoffentlich bekommt man schon aus dem Bisherigen einen Eindruck davon, wie vielfältig und inhaltsreich das diesjährige Kick-Off-Seminar verlaufen ist. Die bisherigen Rückmeldungen bestätigen zumindest diese Aussage.

Zum Schluss möchten wir den Förderern des Seminars unseren besten Dank aussprechen: dem Europäischen Jugendwerk (EYF), der Deutschen Selbstverwaltung des Komitats Komorn-Gran, der Selbstverwaltung und der Deutschen Selbstverwaltung der Gemeinde Tscholnok, der Selbstverwaltung und der Slowakischen Selbstverwaltung der Stadt Dabas.

Fotos: Jakob Schäfer, Martin Surman-Majeczki  



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