Mit Kapellenbegleitung wurde der Maibaum von den Sammeter Jungs ausgegraben

Quelle: Zentrum

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Der Mai ist ein ganz besonderer Monat, denn er wird von derselben Tradition eröffnet und abgeschlossen, praktisch umrahmt. Wenn es jemand noch nicht herausgefunden hat, verrate ich, dass es in diesen Zeilen um das Maibaumstellen und -ausztanzen geht.

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In diesem Jahr waren in Sammet/Szomód die Jungs, die eine riesige Eiche schmückten, nicht untätig. Sie stellten, wenn auch nicht als Zeichen ihrer Liebe, sondern aus Respekt vor den Mädchen und Frauen der Gemeinde und um die Traditionen zu pflegen, einen Maibaum.

Am 1. Mai im Morgengrauen zierten die jungen Männer eine fast sieben Meter hohe Eiche mit einem prächtigen Ornament, die einen Monat lang vor dem Heimatmuseum stand.

Ich selbst habe daran teilgenommen, daher kann ich mit Sicherheit sagen, dass es keine leichte Aufgabe war, nachts einen eineinhalb Meter tiefen Loch zu graben, den schweren Maibaum zu dekorieren und ihn sicher hineinzustecken. Farbige Bänder und Weinflaschen wurden auf den Baum gehängt. Das Aufstellen ist gut gelungen, und der Maibaum hielt auch bis zum Austanzen am letzten Maisonntag dem wechselhaften Wetter stand.

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Bei dieser Gelegenheit hat die Sammeter Deutsche Selbstverwaltung und der Deutsche Traditionspflegende Verein Edelweiss gemeinsam die Jungs, die den Baum stellten, im Hof des Heimatmuseums bewirtet. Darüber hinaus sorgte die Blaskapelle aus Sammet für gute Laune. Auch das Ausgraben des Baumes war nicht einfach, da wir die Grube bombensicher gestaltet haben. Viele versammelten sich auf der Straße, um die fleißigen jungen Kerle bei der schweren Arbeit zu beobachten. Als die hartnäckige Eiche schließlich nachgab, gab es große Freude.

Die Musiker spielten weiter im Hof. Die Gäste unterhielten sich bei leckeren Speisen und Getränken. Noch spät in die Nacht konnte man im Dorf die Trommel und die Trompeten hören und die Jugendlichen tanzten.
Der Baum ist zwar ausgegraben worden, aber diese schöne Tradition bleibt in Sammet bestehen und es ist sicher, dass die Jungs sie auch in der Zukunft pflegen und bewahren werden.

Máté Krupánszki

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