Bonnharder auf Entdeckungsreise durch Nord-Ungarn

Quelle: Zentrum

Möchten Sie über ähnliche Themen erfahren?
Drücken auch Sie ein Like auf die –> Zentrum Facebook-Seite

Tanz- und Heimatkundecamp der
Juniortanzgruppe des Volkstanzvereins Kränzlein
in Potok, Trautsondorf und Hartian

Die Kränzlein-Vereinsleitung wollte auch der Mittelschülergeneration ein ungarndeutsches Sommerprogramm anbieten, als eine Art Entschädigung, weil sie infolge der Pandemie sogar auf drei ausländische Auftrittsmöglichkeiten verzichten mussten. Sie wollten eine bisher noch unbekannte Region aufsuchen, so fiel ihre Entscheidung auf den Nordosten Ungarns. Es gab auch einen weiteren Grund für die Ortsauswahl: Sie schlossen auf der 30-jährigen Jubiläumsfeier der GJU in Fünfkirchen gute Bekanntschaft mit der Trautsondorfer Heimat-Tanzgruppe, die sie mit dieser Reise vertiefen wollten.

IMG_20200807_151959

Während der Woche legten die Bonnharder Tänzer natürlich großen Wert auf die fachliche Weiterbildung, sie übten einerseits ihre bisherigen Choreographien, andererseits studierten sie eine neue Choreographie ein. Der andere Fokus lag auf der Vermittlung von ungarndeutschen Volkskundenhalten, auf dem Kennenlernen der Ungarndeutschen im Tokajer Bergland. Bei der Organisierung hatten sie eine wichtige örtliche Hilfe in der Person der Regionalbüroleiterin der Landesselbstverwaltung der Ungarnduetschen in Trautsondorf Dr. Enikő Stumpf. Sie entdeckten unter anderem die Burg Rákóczi und das berühmte Reformierte Kollegium in Potok, den Bergsee von Megyer-Berg. In Trautsondorf wurden die Bonnharder Tänzer vor dem Heimatmuseum von den örtlichen Tänzern bzw. von der Vorsitzenden der Deutschen Selbstverwaltung Erika Joósz-Naár und Henrietta Fischinger-Borsós sehr herzlich empfangen. Nach der Museumsbesichtigung zeigtn die beiden Tanzgruppen auf der örtlichen Freilichtbühne einander ihr Können bzw. machten einen gemeinsamen Dorfbummel in der zauberhaft schönen Gemeinde.

IMG_20200807_111838_1

Im Tokajer Bergland darf man die Weinverkostung nicht verpassen. So beendeten sie den inhaltsvollen Tag in der Kellerreihe, die auch zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Dort bewirteten die Trautsondorfer Tänzer die Bonnharder mit einer örtlichen ungarndeutschen Spezialität, mit „Tungi“. Nach der köstlichen Mahlzeit standen noch der Kalvarienberg bzw. der Aussichtsturm auf dem Programm.

20200808_140743

Nicht nur mit den Trautsondorfer Jugendlichen bahnte sich in den letzten Jahren eine Freundschaft an, sondern dank des gemeinsamen Banater Partnervereins, entstand auch mit dem Hartianer GJU-Freundeskreis eine gute Beziehung. Die beiden Vereine trafen sich bisher immer bei den schwäbischen Kirchweihfesten in Detta. In Hartian waren die Bonnharder aber noch nie. Also statten sie der ungarndeutschen Kleinstadt auf dem Heimweg einen Besuch ab. Nach der Stadtführung zeigte die Tanzgruppe im örtlichen Jugendklub ihr Tanzkönnen. Dank dem Akkordeonspiel von Anton Lauter fand die Reise der Bonnharder Jugendlichen in der Region Nord ein stimmungsvolles Ende.

Die Organisatoren möchten sich hiermit bei allen Trautsondorfern und Hartianern für die Gastfreundschaft bedanken, sie möchten ihre Dankbarkeit auch dem Staatssekretariat für Kirchen- und Nationalitätenangelegenheiten im Ministerpräsidentenamt sowie dem Bethlen-Gábor-Fondsverwalter für die finanzielle Unterstützung ausdrücken. Sie sind auch dankbar für die Offenheit und Interesse der Teilnehmer, hoffentlich waren die Besuche die Anfänge von guten und dauerhaften Freundschaften!

 

Martin Surman-Majeczki

 

Magyarwechsle die Sprache

Schlagwörter:

Zum Thema:

© 2004 - 2020 • Ungarndeutsches Kultur- und Informationszentrum, alle Rechte vorbehalten!
logo