Die GJU-Familie auf Urlaub

Quelle: GJU

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Fahrradtour von GJUlern in der wunderschönen Branau

„Lustiges Abenteuer, ganz im Süden“ – so könnte man vielleicht am besten die diesjährige Fahrradtour der Gemeinschaft Jungar Ungarndeutscher (GJU) in der Branau zusammenfassen. Leider fiel wegen der Corona-Pandemie unsere grenzüberschreitende Fahrradtour in Sathmar aus. Wir wollten aber heuer auf das gemeinsame Fahrradfahren auch nicht ganz verzichten, so kam die Idee, dass wir in einem engeren familiären Kreis, als Privaturlaub die hohen Hügel und die zauberhaft schönen Gemeinden der Branau entdecken, unsere dort wohnenden netten Freunde und Partner aufsuchen.

Rasten, im Hintergrund Ketschinge

Die Fahrradtour begann in Mohatsch, da durfte im Programm der Besuch des historischen Gedenkparks der Schlacht von Mohatsch natürlich nicht fehlen. Nach der Besichtigung des Denkmals radelten wir durch die Stadt zum Donauufer, um uns ein bisschen zu entspannen. Den Tag beendeten wir mit einem Grillabend im Garten unserer Geschäftsführerin Zsuzsanna Ritzl. Sie enttäuschte uns auch diesmal nicht, und stellte ihre Erfahrungen in der Gastronomie wieder glänzend unter Beweis.

In Kschnaarad

Am nächsten Tag begaben wir uns über Schomberg und Boschok nach Ketschinge. In der Mittagszeit erwartete uns die Boschoker Jordán-Familie in ihrem Presshaus mit einem ausgiebigen Mittagessen. Wir erfuhren hier viele interessante Geschichten über die Vergangenheit der Boschoker Ungarndeutschen. Josef Jordán, der Großvater unserer Präsidentin Blanka Jordán, stellte uns seinen einzigartigen Stammbaum vor, der die Wände des ganzen Presshauses ziert. Am Ende des Tages feierten wir im Ketschinger Dorfhaus den Geburtstag unseres engagierten Multiplikators Károly Radóczy. Dank unserer örtlichen Multiplikatorin Anna Bischof ergab sich sogar eine spontane Möglichkeit, die Ketschinger Jugendlichen näher kennenzulernen.

Mittagessen im Presshaus der Familie Jordan

Am dritten Tag setzten wir unsere Tour in Richtung unseres Endziels Litowr fort. Diese Strecke war für uns die größte Herausforderung. Bei der Planung der Fahrradtour hatten wir vergessen zu berücksichtigen, dass die Branau nicht in der Tiefebene liegt, die Hügellandschaft stellte unsere Kräfte wirklich auf die Probe. Nach einer kurzen Erholung in Sawer verirrten wir uns in der Gegend von Kschnaarad ein wenig, wir konnten nur dank unseres Gastgebers Anton Kresz den richtigen Weg nach Bawaz finden, natürlich nicht ohne Hügelsteigungen. 

Im Bawazer Schwabenhof wurden wir von den Mitgliedern der Deutschen Selbstverwaltung, von der gastgebenden Kresz-Tóth-Familie und nicht zuletzt von den Mitgliedern der Tanzgruppe des Bawazer Deutsch-Ungarischen Freundeskreises sehr herzlich empfangen. Die Branauer Gemeinde wurde diesmal mit einem ganz konkreten Ziel aufgesucht: Dank der Bestrebungen der Deutschen Selbstverwaltung und der Begeisterung der Bawazer Jugendlichen soll im Herbst ein neuer GJU-Freundeskreis im Ort entstehen. Aus diesem Grund fand nach einem köstlichen ungarndeutschen Mittagessen (Kraut und Knedel und Strudel) ein Kennenlernnachmittag statt. Die GJU und die Bawazer Jugendtanzgruppe stellten sich einander vor und es wurden die Modalitäten des Beitritts besprochen. Abschließend brachten die örtlichen Jugendlichen den GJUlern Bawazer Tänze bei. Wir hatten auch freie Zeit zur ungebundenen Unterhaltung gehabt, bevor wir nach Litowr weiterradelten.

In Litowr gab es diesmal kein besonderes Programm, wir wollten das gemütliche Beisammensein genießen. Rund um das Lagerfeuer fand die Branauer Tour einen passenden Ausklang.

Obwohl die jetzige Fahrradtour nicht die längste und der Teilnehmerkreis klein war, bleibt sie für uns dennoch denkwürdig, denn sie hat uns wieder bestätigt, wie schön es ist, ein Teil der GJU-Familie zu sein.

Unser bester Dank gilt der Boschoker Jordán-Familie, der Deutschen Selbstverwaltung Ketschinge, der Deutschen Selbstverwaltung Bawaz, dem Schwabenhof Bawaz sowie der Litowrer Markesz-Familie für die wunderbare Gastfreundschaft. Wir kommen in Zukunft auch immer gerne vorbei!

Nächstes Jahr geht‘s los nach Sathmar, hoffentlich schon alle zusammen!

Martin Surman-Majeczki

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