Ungarndeutscher Landeslehrpfad im UBZ

Quelle: Zentrum

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Ab dem 26. September 2020 kann jeder Interessent, jede Interessentin den ungarndeutschen Landeslehrpfad auf dem Schulgelände des Ungarndeutschen Bildungszentrums Baje besichtigen. Woraus besteht er eigentlich, und wie verbindet er sich mit dem UBZ? Antal Fiedler hat Alfred Manz, einen der Organisatoren des Projekts und Deutschlehrer des Instituts, befragt.



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Was bedeutet der Ausdruck „Lehrpfad”?

Ein Lehrpfad stellt die Werte, die Kultur und die Geschichte eines Dorfes oder einer Gemeinschaft dar.

Wie wurde der Lehrpfad umgesetzt?

Mit Hilfe von Stationen mit zweisprachigen Informationsschildern, einer Installation (z.B. ein Gegenstand, ein interaktives Spiel und/oder einer Installation), die das Thema auf dem Schild ergänzt sowie einem Begleitheft mit zusätzlichen Fakten und Erklärungen zur Vertiefung der einzelnen Themen. Unser ist der neunte ungarndeutsche Lehrpfad in Ungarn.

Was verbindet den Lehrpfad mit dem UBZ?

Da die Ulmer Schachtel – das Ansiedlungsdenkmal – schon auf dem Gelände unseres Instituts steht, hatten wir die Idee, das Schiff in ein anderes Landesprojekt zu integrieren. So initiierten wir den Bau eines ungarndeutschen Landeslehrpfades bei der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen. Das Schiff dient jetzt auch als Installation der ersten Station des Lehrpfades.

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Wer hat an der Erstellung des Lehrpfades mitgewirkt?

Ein achtköpfiges Team arbeitete zwei Jahre lang an dem Ausbau und der formellen Umsetzung des Inhalts des Landeslehrpfades. Wir haben Dr. Maria Erb, die Dozentin der ELTE Universität, darum gebeten, das Projekt zu leiten. Die anderen Mitglieder der Gruppe waren Maria Frey, Bildungsexpertin am Valeria-Koch-Bildungszentrum Fünfkirchen, Ibolya Hock–Englender, Vorsitzende der LdU, Theresia Szauter, Hauptdirektorin des UBZ, Kristina Szeiberling-Pánovics, Mitarbeiterin bei PTI Communications, Ibolya Sax, Mitarbeiterin der LdU, und ich, Alfred Manz. Unser Kollege, Josef Emmert, hat beim Bau der Stationen viel geholfen.

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Was war die größte Herausforderung im Vorbereitungsprozess?

Im Gegensatz zu den anderen Lehrpfaden sollten hier nicht die Werte einer konkreten Siedlung dargestellt werden, sondern das gesamte Ungarndeutschtum nach einem Organisationsprinzip. Aufgrund regionaler und sprachlicher Unterschiede war dies eine große Herausforderung. Letztendlich haben wir beschlossen, die ungarndeutschen Gemeinden darzustellen mit Hilfe folgender Stationen:

  1. „Von dannen” (Ansiedlung, Gemeinschaftsbildung)
  2. „Daheim ist daheim” (Familie)
  3. „Miteinander” (Dorfgemeinschaft)
  4. „Von nichts kommt nichts” (Wirtschaftsgemeinschaften, Arbeit)
  5. „Teitsch und Deutsch” (Sprachgemeinschaft)
  6. „Mit Gott fang an, mit Gott hör auf” (Religionsgemeinschaften)
  7. „Ungarndeutsch, steh dazu!” (moderne Gemeinschaftsformen, Organisationen)
  8. „Damit es weitergeht…” (Zukunft)

Für wen und wie ist es möglich, die neueste Sehenswürdigkeit des UBZ zu besichtigen?


Jeder kann nach vorheriger Anmeldung zu uns kommen. In der aktuellen Pandemie-Situation empfangen wir die Gäste unter Einhaltung der Sicherheitsvorschriften. Die Kulturabteilung des UBZ erwartet mit Freude die Besucher des Landeslehrpfades. Melden Sie sich bitte vorab telefonisch oder per E-Mail an: 30/257-8033, kozmuv@mnamk.hu

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