„Schwäbische Augenblicke”

Quelle: LdU

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Videoreihe mit Sonderpreis ausgezeichnet

Als erstes Museumsprojekt außerhalb von Budapest erhielt die Online-Programmreihe des Ungarndeutschen Museums im Domokos-Kuny-Museum in Totis einen museumspädagogischen Sonderpreis des Verbandes Ungarischer Museen (MVMSZ). Mit ihrem Projekt „Schwäbische Augenblicke“ hat das Ungarndeutsche Museum eine hervorragende Leistung in den Bereichen Kulturpflege und Traditionsvermittlung erbracht. Durch seine Initiative hat das Domokos-Kuny-Museum eine besonders fortschrittliche Betrachtungsweise unserer Arbeit ermöglicht und zugleich eine zukunftsweisende Vision verwirklicht – steht in der Begründung des preisverleihenden Verbandes.

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Das Ungarndeutsche Museum hat eine, explizit auf den ungarndeutschen Alltag von früher bezogene, Videoreihe gestartet, an dem ein Expertenteam des Kuny-Museums gearbeitet hat ­– bestehend aus Folkloristin Monika Schmidtmayer-Busa, Museumspädagoginnen Szénia Balássy-Berezvai und Dorina Nagy, sowie Kommunikationsmitarbeiter Zsolt János Csicsay. In den Kurzfilmen werden Augenblicke aus dem ungarndeutschen Alltag gezeigt und unterschiedliche Gebrauchsgenstände vorgestellt, die zu früheren Zeiten tagtäglich verwendet wurden. Neben den hauseigenen Exponaten des Museums wird die Aufmerksamkeit der Zuschauer auch auf einige Volksbräuche und traditionelle ungarndeutsche Speisen gelenkt.

„Unser Projekt ist eigentlich ein notgedrungenes Ergebnis der Pandemie, bis jetzt haben wir sechs unserer Exponate mit ihrer authentischen Gebrauchsweise festhalten können. Mein Lieblingsstück unter ihnen ist der Tischwebstuhl: Das ist ein Gegenstand, der bereits auf den ersten Anblick viele Fragen aufwirft, da seine Funktion für heutige Menschen völlig in Vergessenheit geraten ist“, verriet Projektmitarbeiterin Monika Schmidtmayer-Busa. „In unserer heutigen Zeit, wo praktisch alles wegwerfbar ist, zeigen wir Gegenstände, die früher im Alltag allgegenwärtig waren. Außerdem haben wir uns auch in der Darstellung einiger ungarndeutschen Volksbräuche versucht, so haben wir zum Beispiel auch einen Kurzfilm zum Thema Eierrollen gedreht“, fügte sie hinzu, und hob hervor, dass sie mit dem Projekt vor allem die Nationalitätenschulen anzielen möchten, da die Inhalte der Filmchen besonders gut für den Volkskundeunterricht geeignet wären und zum gemeinsamen Entdecken und Besprechen, sogar zum Kennenlernen anregten.

Das engagierte Museumsteam plant bereits die Fortsetzung der Online-Reihe, nämlich mit der Vorstellung weiterer Gegenstände aus dem früheren Arbeitsalltag der Ungarndeutschen. Die Kurzfilme werden demnächst auch mit deutschen Untertiteln versehen werden.

Die Kurzfilme sind auf dem YouTube-Kanal des Domokos-Kuny-Museums Totis zu finden.

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