Spannende Fragen, herrliche Stimmung und zahlreiche Teilnehmende beim ersten ungarndeutschen Online-Kneipenquiz

Quelle: Zentrum

Möchten Sie über ähnliche Themen erfahren?
Drücken auch Sie ein Like auf die –> Zentrum Facebook-Seite

Pressemitteilung des Lenau Hauses, der ifa-Kulturmanagerin, der Deutschen Selbstverwaltung Fünfkirchen und der Gemeinschaft Junger Ungarndeutscher

Ein bequemes Sofa im Wohnzimmer, ein Gläschen Wein und etwas zum Knabbern, sowie Geräte mit Internetzugang – wem diese Mindestbedingungen zur Verfügung standen, konnte ohne weiteres am allerersten TeitschQuiz teilnehmen. Und die nagelneue Initiative des Lenau Hauses und der dort tätigen Kulturmanagerin des Institutes für Auslandsbeziehungen (ifa), der Deutschen Selbstverwaltung Fünfkirchen (DSF) und der Gemeinschaft Junger Ungarndeutscher (GJU) erfreute sich auch großem Interesse, denn 33 Mannschaften mit insgesamt etwa 150 Teilnehmenden wetteiferten am 25. März um den Pokal des ungarndeutschen Online-Wettbewerbs. Den maximal sechsköpfigen Mannschaften wurden 66 Fragen in Bezug auf Vergangenheit und Gegenwart des Deutschtums in Fünfkirchen, in der Branau, in Ungarn und der deutschen Minderheiten weltweit gestellt – ernste und witzige Aufgaben gleichwohl. Als allerwichtigstes Ziel hatten die Organisatoren vor Augen, Coronaalltag durch Kultur und Spaß zu vergessen.

2

Wer war der deutsche Bischof, der zur Gründung der ersten ungarischen Universität in Fünfkirchen einen wesentlichen Beitrag geleistet hat? Welche Branauer Gemeinde bezeichnet man oft als „Kleinod der ungarndeutschen Architektur“? In welcher ungarndeutschen Gemeinde liegt eine Kneipe unter der Kirche? Welcher Hollywood-Star stammt aus Freidorf, dem heutigen Stadtteil von Temeswar? Diese Art von Fragen und jeweils vier Antwortmöglichkeiten schilderten die vier Moderatorinnen und Moderatoren den TeitschQuiz-Kandidaten, die pro Frage eine Minute zum Überlegen und zur Konsultation auf einer beliebigen Plattform hatten.

„Die Deutsche Selbstverwaltung Fünfkirchen ist fest davon überzeugt, dass unsere Muttersprache noch nicht ausgestorben ist“, betonte Vorsitzender Janos Flodung. „Aus diesem Grund versuchen wir seit einiger Zeit Programme zu organisieren, wo auch die Sprache im Mittelpunkt steht. 2021 wollten wir unsere Freunde mit einem deutschsprachigen Quizabend überraschen. Da diese Veranstaltung zurzeit nicht – wie gewöhnlich – in einer Kneipe stattfinden kann, haben wir uns mit unseren Partnern für einen Online-Quizabend entschieden.“

3

„Mehrere Impulse haben die Idee ausgereift“, erklärte ifa-Kulturmanagerin Anna Czenthe. „Einerseits ist die Pubquiz-Kultur in Fünfkirchen sehr lebendig, daran wollten wir uns anknüpfen. Außerdem verfügt das Institut für Auslandsbeziehungen durch seine Entsandten von Polen bis nach Kasachstan über ein großes Netzwerk von Organisationen der deutschen Minderheiten, und im Quiz stammten viele Fragen auch aus diesem Netzwerk, um einen Blick über den Tellerrand zu bieten. Und natürlich vermissen wir auch im Lenau Haus die kulturellen Veranstaltungen, und wollten gemeinsam mit der DSF und GJU ein Angebot schaffen, welches möglichst viele Menschen einen schönen Abend bietet, nach dem Motto der von Deutschland aus initiierten Kampagne ‚Ohne Kunst und Kultur wird‘s still‘.“

5

„Wir waren ganz besonders über die zahlreichen Interessenten erfreut“, betonte Aniko Kramm, Programmkoordinatorin des Lenau Hauses. „Für zwei Stunden ist durch dieses Spiel eine bunte Gemeinschaft zustande gekommen, in der jeder seinen Spaß hatte, sein Wissen über das Deutschtum testen konnte und sicherlich auch einiges dazu gelernt hat. Ein großes Lob geht an das Orga-Team, das sich sehr viel Mühe gegeben hat, um den Abend möglichst problemlos zu gestalten.“

Der ursprünglich als eine Präsenzveranstaltung in Fünfkirchen geplante Wettbewerb wurde coronabedingt ins Internet verlagert, was sich schließlich eher als Vorteil erwies, weil dadurch auch Teams aus anderen Regionen des Landes und aus dem Ausland die Möglichkeit der Teilnahme ergriffen.

6

Laut Präsidentin Blanka Jordán habe sich die Gemeinschaft Junger Ungarndeutscher sehr darüber gefreut, dass sie als Organisatoren mitmachen konnten: „Unser Team war sehr aufgeregt, es machte uns Spaß, uns Quizfragen auszudenken, viele Ideen wurden eingesammelt. Andererseits sind wir stolz darauf, dass viele GJU Freundeskreise und GJU Multiplikatoren auch teilgenommen haben. Wir freuen uns auf die nächste Runde!”

7

Den dritten Platz belegte das Team Stork schai Mädl – Friss ti Höfti! (Krisztina Varsányi, Ildikó Tápai, Fanni Örkényi), den zweiten Platz erreichte die Mannschaft namens Lutz van der Kroat (Lajos Káposzta, Péter Wesz, Sára Káposzta, Balázs Kocsis), und gewonnen haben Die ersten Schwal(b)en. Teamleiter Zoltan Schmidt aus Fünfkirchen, der mit Judit Knáb aus Bogdan und Zsolt Till aus Wemend gespielt hat, habe sich über die Initiative besonders gefreut: „Ich habe uns für das Quiz ganz schnell angemeldet. Die Zusammensetzung unseres Teams war eine Besondere, denn fast in derselben Formation haben wir vor vielen Jahren – damals noch als Studentinnen und Studenten – auch den 1. Ungarndeutschen Jugendwettbewerb gewonnen. Besonders vorbereitet haben wir uns nicht. Wir kommunizierten miteinander per Telefon und Messenger. Die Aufgaben fanden wir toll, und obwohl wir in den behandelten Themen eigentlich grundsätzlich relativ bewandert sind, gab es Fragen, die wir nicht beantworten konnten. Mit Freude stellte ich fest, dass über Jugendliche hinaus auch Lehrkräfte und Mitglieder von deutschen Selbstverwaltungen und Kulturgruppen am Spiel teilgenommen haben. Wir hatten sehr viel Spaß an diesem Abend und hoffen unbedingt auf eine Fortsetzung!“

1

„Bereits bei der Planung wurde es uns klar, dass wir etwas vorbereiten, was sich später weiter entwickeln kann, daher war das erste Spiel sehr wichtig“, fügte Janos Flodung hinzu. „Alle Organisationen und Personen haben ihr Bestes gegeben und der Abend hat unsere Erwartungen in allen messbaren Bereichen weit übertroffen. Viel wichtiger war uns aber, dass wir während des Abends nur fröhliche Gesichter auf unseren Bildschirmen gesehen haben. In den nächsten Monaten werden wir daran arbeiten, dass wir diese Gesichter auch im Rahmen einer Präsenz-Veranstaltung wiedersehen können. Wir ermuntern auch bis dahin alle: ‚Redet teitsch, spielt teitsch, quizt teitsch!‘“

Magyarwechsle die Sprache

Schlagwörter:

Zum Thema:

© 2004 - 2021 • Ungarndeutsches Kultur- und Informationszentrum, alle Rechte vorbehalten!
logo