Gedenken an die Saarer Vertriebenen

Quelle: Zentrum

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Der 11. Mai war wieder ein Tag des Gedenkens. Wir gedachten der 162 Saarer Familien, die vor 75 Jahren aus ihrer Heimat vertrieben wurden, und Zurückgebliebenen, die sich von ihren Angehörigen trennen mussten. Fast jede Familie in der Gemeinde war von diesem Verlust betroffen, und das Leben veränderte sich radikal.

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Die Vertreibung der Schwaben, die für das Leid während des Krieges verantwortlich gemacht worden sind, wurde von den damaligen Behörden unter unmenschlichen Bedingungen durchgeführt. Sie waren gezwungen, sich mit 50 Kilogramm schweren Rucksäcken und wenig Nahrung in Viehwaggons, in die völlige Unsicherheit zu begeben. Unter ihnen waren Kinder, Kranke, Alte, Witwen und Familien, die immer noch hofften, dass ihre Söhne, Ehemänner und Väter aus der Gefangenschaft heimkehren würden. Nach Hause? Aber wohin?

Nach elf Tagen kamen die Saarer in Bayern an. Von den örtlichen Bauern, die selbst am Rande des Verhungerns standen, wurden sie nicht wilkommen geheißen. Nach viel Demütigung, Ungewissheit und Schmerz brachte der deutsche Wirtschaftsaufschwung auch den Vertriebenen bessere Lebensbedingungen, aber die Sehnsucht nach der Heimat, der Familie und den Freunden blieb bis zur Stunde ihres Todes.

Saarer Nationalitätenselbstverwaltung und Freundschaftskreis für Saar

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