Engagierte Pädagogen in Budapest ausgezeichnet

Quelle: Zentrum

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Die Deutsche Selbstverwaltung Budapest lud am 24. September ins Deutsche Nationalitätengymnasium zum Europa-Tag der Deutschen in Budapest ein. Diese Veranstaltung ist ebenfalls die feierliche Schuljahreseröffnung der Schulen und Kindergärten mit Nationalitätenunterricht in der Hauptstadt.

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In seiner Festrede hob Johannes Haindl, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Ungarn, die wichtige Mittler- und Brückenfunktion der Ungarndeutschen zwischen Deutschland und Ungarn hervor: Sie seien Deutsche, die in Ungarn zu Hause sind und als ungarische Staatsbürger – die deutsch sprechen und eigene, vom deutschen Brauchtum geprägte Traditionen pflegen – seien mit der Kultur beider Länder bekannt.

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Das vom Deutschen Nationalitätengymnasium und seinen Lehrern vermittelte Bewusstsein, die Weitergabe des des ungarndeutschen Erbes an die Schülerinnen und Schülern sei von großer Wichtigkeit, und diese Arbeit sei unterstützenswert meinte Olivia Schubert, Vizevorsitzende der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen.

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Ihre Stipendienbescheinigung konnten heuer insgesamt neun Schülerinnen und Schüler des DNG – Zsuzsanna Kémenes, Andrea Saskó, Boglárka Oláh, Zsófia Dull, Tímea Nadj – und des Tamási-Nationalitätengymnasiums – Gergely Berényi, Léna Havas, Lili Pászthy, Zsanett Schneider – übernehmen.

Traditionsgemäß erhalten jährlich drei Pädagogen die Anerkennung Deutschpädagoge/-in des Jahres in Budapest. Da aber letztes Jahr die Veranstaltung wegen der Pandemie hatte ausfallen müssen, wurden jetzt neben den diesjährigen auch die Auszeichnungen des Vorjahres feierlich überreicht.
Wir gratulieren Loretta Holl (Anton-Grassalkovich-Grundschule in Schorokschar), Márk László Molnár (Erste Altofener Deutsche Nationalitätenschule), Klára Schmidt (Rote Schule im XVIII. Bezirk), Anita Fogarassy (Grundschule Franz Erkel in Kleinpesth), Zsófia Anna Kiss (Kindergarten Csillagszem in Rákosmente) sowie Anna Lukács (Franz-Medgyessy-Nationalitäten-Grundschule in Krottendorf) herzlichst!

Ludwig Grund

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Deutschpädagoge/-in des Jahres 2020 in Budapest


Laudationen

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Deutschlehrerin des Jahres 2020 in Budapest ist Frau Loretta Holl, Unterstufenlehrerin an der Anton-Grassalkovich-Grundschule in Schorokschar. Sie arbeitet seit 1987 als Lehrerin in der Unterstufe. Ihr Deutschlehrer-Diplom erwarb sie 1998. An der Anton-Grassalkovich-Grundschule in Schorokschar arbeitet sie seit 2005 als Deutschlehrerin und Klassenleiterin. Ihr Sprachunterricht von der ersten bis zur achten Klasse ist vorbildlich. Ihre Schüler erreichen bei Sprach- und Rezitationswettbewerben sogar auf Landesebene herausragende Ergebnisse. Die Achtklässler bereitet sie erfolgreich auf die Sprachprüfung vor. Die Schüler können die DSD-Prüfung B1 sowie die Sprachprüfung Mittelstufe ablegen.
Die Pflege der Schorokscharer Bräuche, die Vermittlung der ungarndeutschen Geschichte und Literatur liegen ihr am Herzen. Sie organisiert die Sommerlager in Österreich, wo die Schüler der Schule ihre Sprachkenntnisse auf die Probe stellen können. Loretta Holl sammelt bei Weiterbildungen gerne neue Kenntnisse, die sie in ihrer Arbeit einsetzt. Sie arbeitete bei der Erstellung der lokalen Lehrpläne mit. Sie empfängt Studenten zum Praktikum und bringt sie zur erfolgreichen Prüfung. Auch als Lehrbuchautorin ist sie tätig, das neue Volkskundebuch für den Grundschulunterricht ist ihr zu verdanken.

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Deutschlehrer des Jahres 2020 in Budapest ist Márk László Molnár aus der Ersten Altofener Deutschen Nationalitätenschule, in der er seit 2001 als Lehrer in der Unterstufe und Fach Deutsch, seit 2008 auch als Leiter der Arbeitsgemeinschaft für die Unterstufe tätig ist.
Als Deutschlehrer ist er bestrebt, dass seine Schüler die deutsche Sprache schon in der Unterstufe auf einem hohen Niveau erwerben, sie die Kultur und das Brauchtum der Ungarndeutschen kennenlernen und schätzen. Er achtet auf die Entwicklung der Persönlichkeit jedes einzelnen Kindes.
Er hat umfassende Kenntnisse über die deutsche Kultur, verfügt über ein gründliches Fachwissen. Für die Kollegen in der Unterstufe stellt er ausgezeichnete Materialien für den Deutschunterricht zusammen.
Seine Unterrichtsstunden sind erlebensorientiert, vielfältig, abwechslungsreich. Regelmäßig nimmt er mit seinen Schülern erfolgreich am Theaterspiel-Wettbewerb teil, der von der Deutschen Selbstverwaltung Budapest organisiert wird.
Im Rahmen des Projektes „Mentoreninstitut“ bietet er bei offenen Stunden Kollegen aus der Schule und der Gegend die Möglichkeit des Erfahrungsaustausches und der Konsultation. Als Mentor gibt er seine Erfahrungen und Fachkenntnisse gern an Studenten weiter.

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Deutschlehrerin des Jahres 2020 in Budapest ist Klára Schmidt aus der Roten Schule im 18. Bezirk. Sie arbeitet seit 2015 als Lehrerin in der Oberstufe für Deutsch und deutsche Volkskunde in der Deutschen Nationalitätenschule in Pestszentlőrinc. Seit zwei Jahren ist sie ausgezeichnete Klassenlehrerin für dreißig Schülerinnen und Schüler. Mit ihren kreativen Ideen und mit der Anwendung der heutigen, modernen Methoden sichert sie erlebnisreiches Sprachlernen und erreicht, dass sich die Kinder mit verschiedenen Kompetenzen gleicherweise entwickeln können und an verschiedenen Wettbewerben mit sehr guten Ergebnissen teilnehmen.
Klara Schmidt organisiert internationale Austauschprogramme bzw. traditionsgemäße Programme. In der Oberstufe erarbeitete sie Hilfsmittelmaterialien und Lehrwerke für den Volkskundeunterricht. Sie leistet hervorragende Arbeit in der deutschen Arbeitsgemeinschaft.
Ihre Bewerbung „Ne menj el mellette“ hat nicht nur für ihre Klasse, sondern auch für die ganze Schule Erfolg gebracht und neue Türen geöffnet (z. B. Parlamentsbesuch mit dem ungarndeutschen Abgeordneten Emmerich Ritter). Dank ihrer Arbeit konnte die Rote Schule auch am Wanderbündel-Projekt teilnehmen, mit dessen Hilfe die SchülerInnen die Geschichte im deutschen Volkskundeunterricht hautnah erleben konnten.

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Deutschpädagoge/-in des Jahres 2021 in Budapest
Laudationen

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Deutschlehrerin des Jahres 2021 in Budapest ist Anita Fogarassy. Sie arbeitet seit zwanzig Jahren als deutsche Nationalitätenlehrerin in der Grundschule Franz Erkel in Kleinpesth. Nach 13 Monaten Arbeit in München stärkt sie die Gemeinschaft der deutschen Nationalitätenpädagogen. Ihre fachliche Tätigkeit ist hervorragend, ihre methodische Kultur und pädagogische Ausbildung sind ausgezeichnet. Seit Jahren bietet sie ihren Schülern ein sicheres Fundament. Ihre Arbeit ist durch Kreativität, innovative Herangehensweise und Energie gekennzeichnet. Sie ist ein aktives Mitglied der Arbeitsgemeinschaft für Fremdsprache, sie strebt nach Perfektion, nimmt fast alle erreichbaren Fortbildungen wahr, bildet sich ständig weiter. Sie veranstaltet deutsche Rezitations- und Erzählwettbewerbe in der Schule und im Bezirk. Ihre Schüler sind immer unter den Besten. Ihre Persönlichkeit und ihre Lehr- und Bildungsarbeit sind beispielhaft für das Lehrerkollegium der Schule und die Pädagogen des Bezirkes. Die Schüler lieben sie, die Eltern respektieren ihr Wesen und ihre Arbeit. Neben Sprachunterricht ist sie eine engagierte Förderin und Organisatorin ungarndeutscher und deutschsprachiger Traditionen und Programme. Sie bringt jedes Jahr neue Ideen in die Martintagsparade ein. Bei der Etablierung der relativ neuen Tradition der Schule, dem schwäbischen Fasching, hat sie einen Löwenanteil übernommen. Nachdem die Möglichkeit bestand, Volkstanz in den Lehrplan einzubauen, wurde sie zu seiner treibenden Kraft. Das neueste Nationalitätenprogramm, der Tag der Volkstrachten, entstand nach ihrer Idee und Organisation. Dank ihrer Verbindungsarbeit zwischen der Schule und der deutschen Nationalitätengruppe im Arany-Kindergarten ist die schulische Vorbereitung der Kinder in der Nationalitätengruppe ausgezeichnet. Durch ihre hervorragende Arbeit ist der Nationalitätenunterricht der Schule sehr erfolgreich.

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Deutsch-Kindergärtnerin des Jahres 2021 in Budapest ist Zsófia Anna Kiss. Sie arbeitet seit 2010 im Kindergarten Csillagszem von Rákosmente. Sowohl die Erarbeitung als auch die spätere Modifizierung des Csillagszem-Nationalitäten-Kindergartenprogramms sind mit ihrem Namen verbunden.
Sie spielt eine bedeutende Rolle in der Pflege der Traditionen. Die Organisation und Erledigung des niveauvollen Martinsfestes, die Zusammenstellung des Programms der ungarndeutschen Traditionswoche, sowie das gemeinsame Kerzenanzünden in der Adventszeit sind auch ihr zu verdanken. Sie arbeitet an der Erweiterung der deutschen Gedicht- und Liedersammlung mit. Sie bereitet die Kinder auf das Nationalitäten-Tanzfestival und auf den regionalen Singwettbewerb mit sehr sehr großer Begeisterung vor. 
Frau Kiss wendet die Methoden der situationsgebundenen und der „sanften“ Spracherziehung überzeugt an. Sie leitet im Kindergarten die Deutsche Arbeitsgemeinschaft und hält regelmäßig offene Beschäftigungen. Sie ist Mentorin der Anfänger und unterstützt sie gerne nicht nur bei ihrer Diplomarbeit, sondern auch bei den pädagogischen Qualifikationsprüfungen. Sie hat den Anspruch, ihre Kenntnisse fortlaufend zu erweitern. Sie nimmt häufig an Weiterbildungen der Deutschen Selbstverwaltung Budapest und des Bildungszentrums für Nationalitätenpädagogik teil.
Ihr größter Erfolg als Nationalitäten-Kindergärtnerin ist die Pädagogenqualifikation II. mit einem Ergebnis von 100 Prozent. Die Experten haben ihre Arbeit zur Publikation vorgeschlagen.
Seit 2014 ist Zsófia Anna Kiss stellvertretende Leiterin des Kindergartens Csillagszem. Im Jahr 2018 hat sie die Prüfung zur Leiterin im öffentlichen Bildungsdienst erfolgreich bestanden.
Ihr Leitspruch: Was ist Erfolg? Es ist nicht die Anerkennung oder der Applaus. Erfolg ist, wenn du dir ein Ziel setzt und es erreichst. Es ist, wenn Wünsche und Träume entstehen, für die dein Herz schlägt. Erfolg ist, wenn du, komme was wolle, aufstehst und sagst: „Ich schaffe das!“, auch wenn du bis am Boden zerstört bist.

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Deutschlehrerin des Jahres 2021 in Budapest ist Anna Lukács. Sie unterrichtet seit fast 40 Jahren in der Franz-Medgyessy-Nationalitäten-Grundschule in Budapest-Krottendorf. Sie verfügt über hervorragende Fachkenntnisse und jahrzehntelange pädagogische Erfahrungen. Als engagierte Deutschlehrerin tut sie ihr Bestes, damit ihre Schüler die deutsche Sprache und die Vielfalt der deutschen Kultur liebgewinnen. Sie beteiligt sich aktiv an der Organisation der alljährlichen deutschen Nationalitätenprogramme in der Schule: Erntedankfest, Martinstag, Deutscher Poesie- und Prosawettbewerb. Ihre Schüler sind jedes Mal gut im Bezirkswettbewerb vertreten. Sie hilft auch regelmäßig in Jurys bei der Organisation von Wettbewerben in anderen Nationalitätenschulen im III. und IV. Bezirk. Auch zu Weihnachten der Nationalitäten – im III. Bezirk Tradition – treten ihre Schüler mit hochwertigen Inszenierungen auf. Gerne nimmt sie an den außerschulischen Programmen der Arbeitsgemeinschaft teil, die der beruflichen Weiterentwicklung dienen: Interpädagogica, Vorträge des Ungarndeutschen Kultur- und Informationszentrums.
Neben einer qualitativ hochwertigen Ausbildung im Alltag legt sie großen Wert auf die Förderung von Talenten. Jedes Jahr nimmt eine große Zahl ihrer Schüler erfolgreich am Landeswettbewerb Poesie und Prosa teil. Mit ihren Schülergruppen übt sie auch regelmäßig gemütliche kleine Szenen ein, die nicht nur den Zuschauern, sondern auch ihnen selbst eine wahre Freude bereitet. Sie hat ihren Achtklässlern mehrfach geholfen, die DSD-Prüfung auf B1-Niveau erfolgreich zu bestehen. Im letzten Schuljahr erreichte einer ihrer Schüler die erforderliche Punktzahl für den Einzug ins Finale des Deutschen Sprachwettbewerbs.
Anna Lukács stellt als engagierte Klassen- und Fachlehrerin die Interessen und Entwicklung der Kinder in den Mittelpunkt. Sie pflegt ein freundschaftliches und partnerschaftliches Verhältnis zu ihren Schülern und den Eltern. Sie baut ihre Klassengemeinschaft auf, indem sie gemeinsame Programme in einer guten Atmosphäre organisiert. Mit ihrer Menschlichkeit, Verlässlichkeit und Kollegialität hat sie sich den Respekt und die Anerkennung der Kollegen und der Arbeitsgemeinschaft erworben. Es ist gut, mit ihr zu arbeiten.

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