Deutscher Nationalitätentag in der Valéria Dienes Grundschule in Seksard

Quelle: Zentrum

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In unserer Schule ging es in der letzten Septemberwoche um die ungarndeutschen Traditionen. Während der Nationalitätenwoche konnten zahlreiche Klassen an Ausflügen in verschiedenen schwäbischen Ortschaften teilnehmen. Die Fahrten gingen nach Nadasch, Großmanok, Badeseck, Gereschlack, Baje und Wardum. Neben den Besuchen in Heimatmuseen durften die Kinder Lehrpfade besichtigen, in die Ulmer Schachtel einsteigen, backen, kochen und tanzen. Den Geschmack vom Dampfknödel, Fladen und Salzkipfel können wir auch heute noch in unserem Mund spüren. Der in den Volkskundestunden erlernte Lehrstoff wurde auf einmal lebendig.

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Der Höhepunkt der Woche war der Nationalitätentag am 1. Oktober. Der Morgen begann mit einem stimmungsvollen Eröffnungsprogramm, womit auch der Welttag der Musik gefeiert wurde. Der Schulchor hob mit ungarischen und deutschen Liedern, Mia Noémi Cevis mit einem deutschsprachigen Gedicht, Eszter Töttős mit ihrem Harmonikasolo das Niveau des Programms. Danach begann die Projektarbeit. Die verschiedenen Tätigkeiten folgten an mehreren Schauplätzen wie auf einer Drehbühne aufeinander. Die ganz Kleinen fertigten im Schulgebäude Erntedank-Mandalas und Familienstammbäume im Blaufärberrahmen. Im 3. und 4. Jahrgang sind als Abschluss eines mehrwöchigen Projekts ein richtiges schwäbisches Siedlungsmakett, mit Hartauer Motiven verzierte Straßennamenschilder und mit Monogrammen in gotischer Schrift gezeichnete Wiegen entstanden. In der Oberstufe war Lieschenarbeit, Vorstellung und ertönen lassen der Steierzither sowie gemeinsames Singen das Programm. Überdies konnten die Kinder umfassende Kenntnisse über die typischen schwäbischen Berufe bekommen. Im Turnsaal gab es ein Tanzhaus, in der Bibliothek eine Volkstrachtausstellung.

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Außerhalb der Schule wurden auch an mehreren Schauplätzen in der Stadt Programmmöglichkeiten angeboten. Einige Klassen konnten ihr Wissen im Rahmen eines stadtgeschichtlichen Spaziergangs bei Museumsbeschäftigungen erweitern. In dem Ottó Heinek Gemeinschaftshaus buken die Größeren traditionellen Topfen- und Weichselstrudel. Neben den Pädagogen der Schule, Eltern und Großeltern halfen mehrere eingeladene Gastvortragenden bei der Arbeit mit: Tanzpädagogin Ilona Köhler-Koch, die Handwerker Mária Vincsákovics und Éva Gulyás, der Zitherkünstler Tibor Németh. Auch die schwäbischen Volkstrachten aus der Sammlung von Tamás Lieszkovszky bereicherten das Programm.

Unsere Schule bietet als ungarndeutsches Basisinstitut des Unterrichtsamtes zahlreiche gute Praxisbeispiele den Pädagogen der Region an. So eine ist auch der jetzt veranstaltete Nationalitätentag. Außer unseren eingeladenen Vortragenden durften wir auch zehn interessierte Kollegen in unserer Schule begrüßen. Den Tag schlossen wir mit einem Fachgespräch, bei dem wir nicht nur zahlreiche Anerkennungsworte erhielten, sondern auch nützliche Erfahrungen und Ideen austauschen konnten.

Brigitta Wigand

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