70 Jahre im Dienste der Kultur

Quelle: Zentrum

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Jubiläumsveranstaltung des
Nadwarer Ungarndeutschen Traditionspflegenden Ensembles

Wie alles begann… Im Winter 1950/51 baten zwei begeisterte Lehrer, Simon Kishegyi und Richard Pollak, einige ältere Frauen in Nadwar, den Schülern Volkstänze und Volkslieder beizubringen. 1951 präsentierte die aus den Schülern gegründete Gruppe die von Simon Kishegyi gesammelten und von Richard Pollak musikalisch begleiteten Tanztraditionen und das Volksliedgut, die seit Anfang des 18. Jahrhunderts, seit der Ansiedlung der Ahnen in der Siedlung bewahrt wurden. Simon Kishegyi leitete die Gruppe 60 Jahre lang. 2008 wurde Simon Károly Kishegyi der künstlerische Leiter.

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In den vergangenen Jahrzehnten erntete die Gruppe immer schöne Anerkennungen. Vom Volkskunstverband Elemér Muharay wurde die Gruppe dreimal mit der „Qualifikation Ausgezeichnet” anerkannt. 2011 wurde ihre Tätigkeit mit der Auszeichnung „Für die Nationalen Minderheiten des Komitats Bács-Kiskun” geehrt. 2016 erhielt sie die Auszeichnung „Für die Gemeinde Nadwar“. 2018 wurde dem Verein die Auszeichnung „Pro Cultura Minoritatum Hungariae“ zugesprochen. 2020 erhielt die Gruppe den Muharay-Preis.

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In den letzten sieben Jahrzehnten wirkten mehr als 1000 Einwohner der Gemeinde mit. Oft wurde die Liebe zum Tanzen von Generation zu Generation weitergegeben. Heute sind in der Erwachsenengruppe 30 aktive Personen tätig.

Neben den Volkstanztraditionen wird das Volksliedgut, die Volkstracht und die ortsspezifische rhein-fränkische Mundart auch präsentiert.

Im Oktober 2021 wurde das 70-jährige Jubiläum des Ensembles mit einer Fotoausstellung, einem bunten Kulturprogramm und einer zweisprachigen Gedenkmesse gefeiert. Bei den Ruhestätten der zwei Gründer wurden Kränze niedergelegt. Im Kulturprogramm traten neben den örtlichen Harmonikaspielern, Grundschulkindern und der jubilierenden Tanzgruppe auch die Solisten der Mitgliedsgruppen des Volkskunstverbandes Elemér Muharay und des Landesrates der ungarndeutschen Chöre, Kapellen und Tanzgruppen auf.

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Gastgeber des Programms waren Bürgermeister Dr. István Kovács und Dániel Hermanutz, der Vorsitzendende der Deutschen Selbstverwaltung. Das feiernde Ensemble begrüßten ungarndeutscher Parlamentsabgeordneter Emmerich Ritter, Vorsitzender des Kultur- und Medienausschusses der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen sowie Vorsitzender des Verbandes der Deutschen Selbstverwaltungen des Komitats Bács-Kiskun Josef Manz bzw. Vorsitzender des Landesrates László Kreisz. Staatssekretär Róbert Zsigó gratulierte in einem Schreiben.

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An der Veranstaltung wurden von den noch sechs lebenden Gründungsmitgliedern zwei Damen vor Ort begrüßt und mit Ehrenurkunden beschenkt.

Neben dem reichlichen Applaus bestärkten die Glückwünsche der Gäste das Ensemble darin, die traditionspflegende Tätigkeit weiterzuführen.

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Das Programm wurde vom Ministerpräsidentenamt über den Bethlen-Gábor-Fondsverwalter gefördert (NKUL-KP-1-2021/1-000658)

Andrea Knoll-Bakonyi

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Fotos: Flóra Kovács

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