Zu Beginn schilderte Frau Gajdos-Frank kurz die Nachkriegsgeschichte der Ungarndeutschen, deren Schicksalsschläge. Danach sprach sie über den Ausbau der Staatssicherheit und der Geheimdienste, der bereits 1944 begann. Zuerst wurde die Abteilung Politische Polizei (PRO) unter der Leitung von Gábor Péter gegründet, die später zur ÁVO und ÁVH wurde.
Die Vortragende teilte die die Deutschen betreffenden Fälle der Sicherheitsdienste in fünf Kategorien ein. Zur ersten gehören die wegen antidemokratischen Aussagen oder Spionage, bzw. wegen Attentate geführten Prozesse. Als Beispiel für letztere wurde der Versuch der Sprengung der Moorer Sowjetdenkmal erwähnt, in diesem Fall fielen zwei Todesurteile und die Meldung schrieb von „schwäbischen Attentäter“. In der zweiten Kategorie gehören diejenigen, die wegen ihrer so genannten faschistischen Vergangenheit verfolgt wurden. Sie wurden in vielen Fällen interniert. Zu der dritten Gruppe gehören diejenigen, die mit den Geheimdiensten zusammenarbeiteten. Oft weil sie erpresst worden waren, die Behörden wollten ihre Sprachkenntnisse ausnutzen. Eine einige Kategorie bilden diejenigen, die „Verbrechen gegen die Demokratie“ begingen. Meistens Flüchtlinge gehörten zu denen. In die fünfte und letzte Gruppe sind diejenigen eingeteilt, die einfach wegen ihrer deutschen Abstammung verdächtig wurden, und darum Agenten sie beobachteten.
Es stellte sich heraus, dass nicht herausragend viele Verfahren gegen Ungarndeutsche geführt wurden, aber wenn es um Deutsche ging, urteilte das Gericht strenger, und in vielen Akten ist die Bemerkung „Schwabe“ zu lesen. Nach dem Vortrag wurden noch zahlreiche Fragen gestellt, was zeigte, das in dem Thema noch viel zu erforschen gibt.
