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Unterricht mit allen Sinnen – Expertin aus Bayern brachte Deutschlehrkräften wirkungsvolle Methoden bei

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„Fotos, Gedichte, Bälle, ein Schal und eine Banane: alles auf einmal beim szenischen Lernen” – mit diesem Titel fand am 4. März am Valeria-Koch-Bildungszentrum Fünfkirchen eine Fortbildung für Deutschlehrkräfte in den 5-12. Klassen statt. Dazu eingeladen hat das Ungarndeutsche Pädagogische Institut am Valeria-Koch-Bildungszentrum, das sich unter dem Motto „vernetzen, fördern, befähigen“ um die fachliche Unterstützung der Pädagoginnen und Pädagogen an Kindergärten und Schulen der deutschen Nationalität in Ungarn kümmert.

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„Die Fortbildung konnte mit Unterstützung der Bayerisch-Ungarischen Gemischten Kommission verwirklicht werden“ – erklärte Josef Weigert, der Leiter des Instituts. „Zielsetzung war, zur Sprachförderung der Kinder und Jugendlichen beizutragen, sowie – wie die in der Theaterlehre tätige Referentin formulierte, die Schüler einfach über ihre Grenzen zu bringen.“

Beatrice Baier bietet szenisches Lernen in Seminaren auf Lehrerfortbildungen, sowie in diverser Schulart an. Sie erzählte, sie sei vom Bayerischen Kultusministerium mit dieser Arbeit in Ungarn beauftragt worden: diese sei ihre erste Fortbildung im Ausland: „Ich bin das erste Mal in Ungarn, und bin überrascht, wie gut die Kursteilnehmer Deutsch sprechen. Was die Methode anbelangt, denke ich, dass man über das Handeln leicht und spontan zum Sprechen kommt. In Deutschland nennt man das ‚szenisches Lernen‘, d. h. man geht in eine Emotion oder Rolle, bzw. in ein Bild oder Gefühl hinein, dann ordnet man der jeweiligen Situation eine Emotion zu. Über theatralische Mittel ist das Sprachverständnis viel nachhaltiger. Darum kann das szenische Lernen in allen Fächern, sogar in Geometrie verwendet werden.“

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Am Vormittag erlernten die Kursteilnehmenden, wie man mit Sprache spielerisch umgeht: sie warfen einander Bälle, bildeten Bilder und Fotos nach, spielten Szenen. Dabei durfte man alles benutzen – eine Banane, einen Schal oder eben die eigenen Hände und Füße. Am Nachmittag setzten sich die Lehrkräfte damit auseinander, wie man abwechslungsreich Gedichte memoriert, Balladen umsetzt, sowie Wortmaterial mit allen Sinnen sammelt.

Josef Weigert brachte zum Ausdruck: er freue sich darüber, dass sowohl in Fünfkirchen als auch in Seksard, wo die Fortbildungen stattfanden, alle freien Plätze belegt worden seien. Er erwähnte, dass – dank der Kooperation zwischen dem UDPI und der Universität Pécs auch Studentinnen des Lehrstuhls für deutsche Sprache und Literatur mitmachten. Universitätsdozentin Anna Reder betonte, sie habe diejenigen mitgebracht, die hochmotiviert sind und tatsächlich Pädagoginnen werden möchten.

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Auch ungarndeutsche Schauspielerin Ildikó Frank war mit dabei. Sie erzählte, sie habe sich immer viel mit Kindern beschäftigt, betrachtete aber das ganze Theaterspielen meistens nur aus dem Gesichtspunkt der Schauspielerin. Da sie auch weiterhin vorhabe, Theater für Kinder und Jugendliche zu machen, sei es für sie wichtig, auch den Gesichtspunkt der Pädagogen kennenzulernen, deren Erfahrungen für sie als Theatermacherin sehr wertvoll sei.

Noch mehr Spaß am Deutschunterricht zu haben – das ist das Endziel dieser wirkungsvollen, und in Ungarn bislang weniger bekannten Lernform, und das werden – dank der Vermittlung des Ungarndeutschen Pädagogischen Instituts – Schüler und Lehrkräfte sicherlich auch haben.

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