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„Wir können stolz auf die Jugend sein, da sie auf die authentische ungarndeutsche Kultur setzt“

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2. Landesfinale des ungarndeutschen Gesangswettbewerbs
in Budapest

Zum zweiten Mal fand auf dem Budapester Campus der Katholischen Apor-Vilmos-Hochschule die Endrunde des landesweiten Gesangswettbewerbs statt. 

Ins Landesfinale am 17. April 2026 gelangten die Schüler der Grund- und Mittelschulen durch mehrere Runden, durch Komitats- und Regionalentscheide. An der Endrunde nahmen insgesamt 7 Duos und 14 Chöre teil, die Schulen und Kulturgruppen aus dem ganzen Land vertraten. 

Der von der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen organisierte Wettbewerb wurde in sechs Kategorien ausgeschrieben: In den Altersgruppen der Unter- und Oberstufe bzw. Mittelschule traten Duos sowie Kleingruppen mit 3 bis 9 Sängern an. Jede Darbietung musste aus mindestens zwei ungarndeutschen Volksliedern aus authentischen Quellen bestehen und durfte maximal sechs Minuten lang sein, gerne auch mit Live-Instrumentalbegleitung, z. B. auf dem Akkordeon.

In seinem Grußwort wünschte der Rektor der gastgebenden Hochschule, Dr. Zoltán Gloviczki, allen Teilnehmern viel Erfolg und viel Freude. Dem schloss sich in ihrer Eröffnungsrede die stellvertretende Vorsitzende der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen, Eva Waldmann-Baudentisztl, an, denn es gehe hier nicht nur um den Wettbewerb, sondern auch um das Wohlfühlen und die Freude am Singen. „Wir können stolz auf die Jugend sein, da sie auf die authentische ungarndeutsche Kultur setzt”, hob sie hervor.

Die Teilnehmer wurden von einer Fachjury bewertet, die aus Experten des ungarndeutschen Musiklebens bestand: Eva Petheő, Viktor Pócsik, Sándor Kaszás, Rita Révész, Gábor Halmi und Josef Emmert. Die Bewertungskriterien, die bereits letztes Jahr bei der Juryarbeit beachtet wurden, wie z. B. Zwei- und Mehrstimmigkeit, Dynamik, Rhythmus, Genauigkeit, wurden beibehalten. Stärkeres Gewicht bei der Punktevergabe kam dieses Jahr der authentischen Vortragsweise zu. Geachtet wurde dabei auf die Stimmbildung, dass sie, entgegen der ungarischen Vortragsweise der Volkslieder, nicht mit Zwerchfellatmung stattfindet. 

„Wir sind zum zweiten Mal mit dabei. Uns hat der Wettbewerb sehr gut gefallen, wir sind mit unserer Leistung zufrieden”, erzählten die Mitglieder des Chors „Die Sonnenkinder” der Grundschule in Gereschlak, die am Ende den 2. Platz unter den Chören der Unterstufe belegten. 

Bei der Preisübergabe bewertete Jurymitglied Josef Emmert die Produktionen der Duos sowie der Chöre der Oberstufe und legte ihnen eine abwechslungsreichere Liederauswahl nahe sowie die weitere Entwicklung der Vortragsweise, denn diese sei entscheidend. Viktor Pócsik sprach im Namen der Jury der Chöre der Unterstufe und der Mittelschulen darüber, wie viel Freude das Singen bringe, nicht nur den Sängern selbst, sondern auch den Zuhörern. 

Der Wettbewerb bewies auch dieses Jahr, dass er den gesetzten Zielen wie Talentförderung oder die Pflege und Weitergabe der authentischen Vortragsweise und des traditionellen Volksliedguts der Ungarndeutschen vollkommen entsprechen konnte. 

Die Ergebnisse >>>

Der Gesangswettbewerb wurde von dem Bundesministerium des Innern (BMI), dem Ministerpräsidium durch den Bethlen-Gábor-Fondverwalter, dem Goethe-Institut Budapest und dem Ungarndeutschen Kultur- und Informationszentrum und Bibliothek (Zentrum) unterstützt.

Fotos: Ludwig Grund/Zentrum.hu
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