HauptnachrichtBilder und Geschichten aus der Vergangenheit und Gegenwart

Bilder und Geschichten aus der Vergangenheit und Gegenwart

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In familiärer Atmosphäre wurde die Doppelausstellung von Károly Csorba im Haus der Ungarndeutschen eröffnet. Die Abschlussveranstaltung der Saison 2025/2026 der Reihe „Zentrum-Programme im HdU“ bot den Gästen die besondere Gelegenheit, nicht nur die Werke des in Apostag geborenen Fotografen kennenzulernen, sondern auch Einblicke in seinen Lebensweg, seine künstlerische Sichtweise und seine enge Verbundenheit mit der Gemeinde Kalas/Kalaznó zu gewinnen.

Nach dem Grußwort der Gastgeberin Angelika Erdélyi-Pfiszterer, Direktorin des Ungarndeutschen Kultur- und Informationszentrums und Bibliothek (Zentrum), konnten die Besucher eine eindrucksvolle Tanzdarbietung erleben. Johanna und Szabolcs Stock von der Saarer Tanzgruppe präsentierten die Choreografie „Unsri Strimpf und unsri Schua Tei ham a Lauch“, die sich stimmungsvoll in das Gesamtkonzept des Abends einfügte.

Anschließend wurden die Gäste von Zentrum-Gründungsdirektorin Monika Ambach, zurzeit Projektkoordinatorin der Stiftung Verbundenheit mit den Deutschen im Ausland, in die Ausstellung eingeführt. In ihrer Rede würdigte sie das Schaffen von Károly Csorba und hob hervor, dass seine Fotografien weit mehr als Momentaufnahmen seien: Sie vermitteln Emotionen, Stimmungen und menschliche Geschichten. Darüber hinaus stellte sie die wichtigsten Stationen seines fotografischen Werdegangs vor – von der Naturfotografie über die Bewegungs- und Tanzfotografie bis hin zur kulturellen Bedeutung der Lux-Stallgalerie in Kalas, in der alte Gegenstände, Möbel, Kleidungsstücke und Fotografien besichtigt werden können, aber zugleich auch als Veranstaltungsort unterschiedlicher Programme dient. 

Monika Ambach und Károly Csorba

Der weitere Verlauf des Abends stand im Zeichen eines persönlichen Gesprächs zwischen Monika Ambach und Károly Csorba. Begleitet von einer Projektion wurden die wichtigsten Stationen seines Lebens und seiner fotografischen Tätigkeit auch „visuell” vorgestellt. Dabei ging es unter anderem um die Entstehung der Lux-Stallgalerie, die mit großem familiärem Engagement verwirklichte Renovierung des Gebäudes sowie die gemeinschaftsbildende Arbeit, die sich in den vergangenen anderthalb Jahrzehnten rund um die Galerie entwickelt hat. Károly Csorba schilderte, wie aus einer zunächst bescheidenen Idee ein weit über die Region hinaus bekanntes kulturelles Begegnungszentrum entstand, das inzwischen Tausende Besucher empfangen hat.

Auch Monika Ambach teilte ihre persönlichen Erinnerungen mit dem Fotografen. Sie berichtete, wie sie erstmals im Rahmen des vom Zentrum organisierten Online-Fotowettbewerbs Blickpunkt auf seine Werke aufmerksam wurde, die bereits damals durch ihre besondere Bildsprache und Atmosphäre hervorstachen. Ebenso sprach sie über ihren ersten Besuch in Kalas, der sie nachhaltig beeindruckte, nicht nur wegen der Ausstellungen, sondern auch aufgrund des außergewöhnlichen Gemeinschaftsgeistes und des Engagements für die Bewahrung lokaler Werte.

Die Anwesenden erhielten  auch einen tieferen Einblick in Károly Csorbas künstlerisches Selbstverständnis und in jene Haltung, die seine Fotografien prägt: den Wunsch, die Schönheit des Alltäglichen, flüchtige Momente und die Werte des gemeinschaftlichen Lebens für die kommende Generationen festzuhalten. Nach dem offiziellen Programm bot sich den Gästen die Möglichkeit, die Ausstellung in entspannter Atmosphäre zu besichtigen und persönliche Gespräche zu führen. Zur besonderen Stimmung des Abends trugen Károly Csorba und seine Ehefrau Erzsébet Csorba-Lux bei, die die Gäste mit großer Herzlichkeit empfingen und damit den ungezwungenen und familiären Charakter der Veranstaltung unterstrichen.

Die Ausstellung kann nach vorheriger Anmeldung unter info@zentrum.hu bis Ende Sommer im Otto-Heinek-Saal des Hauses der Ungarndeutschen besichtigt werden. Die Besucher haben dabei die Möglichkeit, nicht nur die besondere fotografische Welt von Károly Csorba kennenzulernen, sondern auch jene kulturellen und gemeinschaftlichen Werte zu entdecken, die sein künstlerisches Schaffen inspirieren.

Anna Schulteisz

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Foto: Ludwig Grund/Zentrum.hu

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Organisator:
Ungarndeutsches Kultur- und Informationszentrum und Bibliothek

Förderer der Veranstaltung:
Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen
Ministerpräsidium über den Bethlen-Gábor-Fondsverwalter (NKUL-KP-1-2026/3-000224)


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