{"id":101940,"date":"2024-06-07T09:20:11","date_gmt":"2024-06-07T07:20:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.zentrum.hu\/?p=101940"},"modified":"2024-06-07T09:25:26","modified_gmt":"2024-06-07T07:25:26","slug":"franz-heinz-endzeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/2024\/06\/franz-heinz-endzeit\/","title":{"rendered":"Franz Heinz: Endzeit"},"content":{"rendered":"\n<p><em>M\u00f6chten Sie \u00fcber \u00e4hnliche Themen erfahren?<br>Dr\u00fccken auch Sie einen Like auf die \u2013> <a href=\"http:\/\/facebook.com\/zentrumhu\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Zentrum Facebook-Seite<\/a><\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Diese\u00a0Woche empfehlen wir\u00a0einen Roman \u00fcber das\u00a0k\u00fcnstlerische Schaffen\u00a0von\u00a0Franz Ferch, einem\u00a0Banater Maler des 20.\u00a0Jahrhunderts, und das Schicksal seines Heimatlandes.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Schriftsteller Franz Heinz wurde 1929 in dem rum\u00e4nischen Dorf Perjamosch geboren. Im Alter von f\u00fcnfzehn Jahren floh er mit seinem Bruder und seinen Eltern nach \u00d6sterreich, doch 1945\u00a0mussten\u00a0sie ins Banat zur\u00fcckkehren, wo der Familie die Staatsb\u00fcrgerschaft entzogen wurde. Franz arbeitete sowohl als Landarbeiter als auch als B\u00e4cker, und leistete drei Jahre lang Zwangsarbeit in Milit\u00e4rarbeitslagern.\u00a0Er machte das Abitur, studierte Geschichte und Geografie in Bukarest. Zwischen 1960 und 1974 war er Redakteur der deutschsprachigen Tageszeitung \u201eNeuer Weg\u201d in Bukarest. 1974 erhielt er Berufsverbot und zog zwei Jahre sp\u00e4ter mit seiner Familie nach Deutschland. Bis in die 1990er Jahre arbeitete er als Redakteur bei verschiedenen Zeitungen und schrieb weiterhin Prosa. Derzeit lebt er als freier Schriftsteller in D\u00fcsseldorf.<\/p>\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Endzeit.jpeg\"><img alt=\"\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-101938\" src=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Endzeit-353x500.jpeg\" alt=\"\" width=\"353\" height=\"500\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Endzeit-353x500.jpeg 353w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Endzeit-150x213.jpeg 150w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Endzeit-300x426.jpeg 300w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Endzeit-696x987.jpeg 696w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Endzeit.jpeg 705w\" sizes=\"auto, (max-width: 353px) 100vw, 353px\" \/><\/a><\/p>\n\n\n<p>Zwischen dem Leben des Schriftstellers und dem des Malers gibt es viele \u00c4hnlichkeiten. Franz Ferch wurde 1900 geboren, ebenfalls im Banat, in Rudolfsgnad, im heutigen Serbien. In \u00e4hnlicher Weise hatte er w\u00e4hrend seiner langen Jahre hier viele Schmerzen und Schwierigkeiten zu bew\u00e4ltigen und war in den 1970er Jahren aus famili\u00e4ren und kulturpolitischen Gr\u00fcnden gezwungen, seine Heimat zu verlassen.\u00a0Ferch und Heinz\u00a0\u00a0hinterlie\u00dfen einzigartige Kunstwerke, der eine literarische, der andere malerische,\u00a0die f\u00fcr die Tausenden von emigrierten Banater Schwaben eine Art Retrospektive darstellen, eine Reflexion \u00fcber das Ende einer Kultur, aber bei manchen von ihnen ist auch ein vertrautes Gef\u00fchl der Nostalgie am Werk. Die Ereignisse, Orte und Entwicklungen, die im\u00a0Roman beschrieben werden, entsprechen zwar der Realit\u00e4t, sind aber von Heinz nicht als Biografie des Malers gedacht. Die Hauptfigur der Geschichte ist Lerch, der an den Ufern des Marosch lebt und &#8211; inspiriert von der Sch\u00f6nheit der Landschaft &#8211; malt. Seine k\u00fcnstlerischen\u00a0F\u00e4higkeiten entwickelt er an Akademien in Italien und Deutschland. Er k\u00e4mpfte in beiden Kriegen und\u00a0geht\u00a0nach der kommunistischen Diktatur in eine Art inneres Exil. Wir lesen die Beschreibung eines Dorfes im Niedergang, das sowohl der Protagonist als auch der echte Maler schlie\u00dflich verlassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir empfehlen dieses Werk all jenen, die sich f\u00fcr kultur- und genre\u00fcbergreifende historische Romane interessieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Franz Heinz: Endzeit<br>Ludwigsburg: Pop Verlag, 2021<br>248 Seiten<br>Sprache: Deutsch<\/p>\n\n\n\n<p><em>Die empfohlenen B\u00fccher sind in der Sammlung der Ungarndeutschen Bibliothek \u2013 wenn nichts weiteres Angegeben \u2013 nur zur Leihe zug\u00e4nglich.<br>Weitere Informationen:\u00a0<a href=\"mailto:info@bibliothek.hu\">info@bibliothek.hu<\/a><br>Webseite:\u00a0<a href=\"http:\/\/bibliothek.hu\/de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">www.bibliothek.hu<\/a><\/em>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir empfehlen dieses Werk all jenen, die sich f\u00fcr kultur- und genre\u00fcbergreifende historische Romane interessieren.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":101936,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","_seopress_titles_title":"","_seopress_titles_desc":"","_seopress_robots_index":"","ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[93,303],"tags":[1621,781,728,431,492,350,519,787,460],"class_list":{"0":"post-101940","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-bibliothek-nachrichten","8":"category-buchtipp","9":"tag-banat-de","10":"tag-belletristik","11":"tag-bibliothek-de","12":"tag-buch","13":"tag-buchtipp-2","14":"tag-geschichte","15":"tag-literatur","16":"tag-roman","17":"tag-ungarndeutsche-bibliothek"},"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/101940","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=101940"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/101940\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":101941,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/101940\/revisions\/101941"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/101936"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=101940"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=101940"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=101940"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}