{"id":102407,"date":"2024-06-28T08:59:26","date_gmt":"2024-06-28T06:59:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.zentrum.hu\/?p=102407"},"modified":"2024-06-28T08:59:29","modified_gmt":"2024-06-28T06:59:29","slug":"mikonya-jozsef-tarjani-kronika","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/2024\/06\/mikonya-jozsef-tarjani-kronika\/","title":{"rendered":"Mikonya J\u00f3zsef: Tarj\u00e1ni kr\u00f3nika"},"content":{"rendered":"\n<p><em>M\u00f6chten Sie \u00fcber \u00e4hnliche Themen erfahren?<br>Dr\u00fccken auch Sie einen Like auf die \u2013&gt; <a href=\"http:\/\/facebook.com\/zentrumhu\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Zentrum Facebook-Seite<\/a><\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Diese Woche&nbsp;empfehlen&nbsp;wir Ihnen eine Chronik der Geschichte einer&nbsp;ungarndeutschen&nbsp;Gemeinde&nbsp;in Ungarn, Tarian, aufgeschrieben von dem ber\u00fchmten Einwohner des Dorfes, Josef Mikonya.<\/p>\n\n\n\n<p>Der ungarndeutsche Schriftsteller Josef Mikonya wurde im M\u00e4rz 1928 in Tarian geboren. Nach Abschluss der Grundschule arbeitete er zweiundzwanzig Jahre lang als Bergmann und anschlie\u00dfend dreizehn Jahre lang als H\u00fcttenarbeiter in Totiser Kolonie. W\u00e4hrend dieser Zeit wurden seine Gedichte und Kurzgeschichten im ungarndeutschen Wochenblatt\u00a0<em>Neue Zeitung<\/em>\u00a0\u00a0bzw. in der in Deutschland erscheinenden schw\u00e4bischen Zeitschrift\u00a0<em>Unsere Post<\/em> ver\u00f6ffentlicht. Sein Hauptwerk\u00a0<em>Kr\u00e4hen auf dem Essigbaum<\/em>\u00a0wurde 1994 vom Verband Ungarndeutscher Autoren und K\u00fcnstler\u00a0ver\u00f6ffentlicht. 2006 erhielt er f\u00fcr sein schriftstellerisches Schaffen die Ehrennadel in Gold f\u00fcr das Ungarndeutschtum, die h\u00f6chste Auszeichnung der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen. Im selben Jahr starb er im Alter von 78 Jahren. Obwohl die Chronik bereits 1992 ver\u00f6ffentlicht wurde, handelt es sich bei der hier\u00a0vorgestellten\u00a0Publikation um einen Nachdruck, der 2018 zum 90.\u00a0Geburtstag des Schriftstellers herausgegeben wurde.<\/p>\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Tarjan.jpeg\"><img alt=\"\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-102403\" src=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Tarjan-353x500.jpeg\" alt=\"\" width=\"353\" height=\"500\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Tarjan-353x500.jpeg 353w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Tarjan-150x213.jpeg 150w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Tarjan-300x426.jpeg 300w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Tarjan-696x987.jpeg 696w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Tarjan.jpeg 705w\" sizes=\"auto, (max-width: 353px) 100vw, 353px\" \/><\/a><\/p>\n\n\n<p>Josef Mikonya\u00a0hat seine Werke in der Regel in seiner Muttersprache,\u00a0der\u00a0schw\u00e4bischen\u00a0Mundart\u00a0von Tarian, geschrieben, aber diese Chronik\u00a0wurde\u00a0ausnahmsweise auf Ungarisch verfasst. Sein Erz\u00e4hlstil zeichnete sich stets dadurch aus, dass er das, was er\u00a0sah\u00a0und\u00a0erlebte, nicht besch\u00f6nigte, sondern alles authentisch und unverf\u00e4lscht wiedergab. Beim Verfassen der Chronik schrieb er nat\u00fcrlich auch \u00fcber Zeiten, in denen er nicht lebte. Dabei bem\u00fchte er sich um eine objektive Erz\u00e4hlweise. Er beschrieb die geografische Lage des Dorfes und wie er eine Miniaturausgabe des Karpatenbeckens in seiner Heimat\u00a0sah,\u00a0als\u00a0er von einer Anh\u00f6he\u00a0auf sie hinunterblickte.\u00a0Darauf\u00a0folgt\u00a0ein kurzer geschichtlicher \u00dcberblick \u00fcber die Entwicklung der Bev\u00f6lkerungszusammensetzung, die Folgen der Ansiedlungen, die Auswirkungen der Weltkriege auf die Gemeinde und die Entwicklung der Institutionen des Dorfes, wie die der katholischen und die reformierten Kirche, der Grundschule und der medizinischen Versorgung. Er versucht, anhand verschiedener Archivdokumente und arch\u00e4ologischer Aufzeichnungen die Herkunft des Namens der Siedlung zu ergr\u00fcnden und R\u00fcckschl\u00fcsse auf ihre strategische Nutzung aufgrund ihrer geografischen Lage zu ziehen. Tarian liegt in einem von einem Gebirgszug umgebenen Becken, das reich an Seen und Weiden ist, ideal f\u00fcr die Viehzucht ist und Schutz bietet. Wir\u00a0unternehmen eine Reise\u00a0von der historischen Zeit bis in die 1990er Jahre, wo der Autor eine Bilanz der Ver\u00e4nderungen zieht, die sich seither vollzogen haben, seit er\u00a0ein Teil dieser Chronik wurde. Betrachtet wurde dabei das Dorfbild, die Technologie und die Mitmenschen selbst.\u00a0Die Mentalit\u00e4t der Menschen von heute ist eine andere, er spricht von einer viel schnelleren Welt\u00a0schon\u00a0in den 1990er Jahren, und inzwischen haben die Bewohner sogar ihre Muttersprache gewechselt.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir empfehlen dieses Buch all jenen, die ihr vorhandenes Wissen \u00fcber ungarndeutsche&nbsp;Siedlungen&nbsp;und Menschen&nbsp;mithilfe von&nbsp;ortsgeschichtlichen Publikationen erweitern m\u00f6chten.<\/p>\n\n\n\n<p>Mikonya J\u00f3zsef: Tarj\u00e1ni kr\u00f3nika. Tarj\u00e1n k\u00f6zs\u00e9g a t\u00f6rt\u00e9nelem t\u00fckr\u00e9ben (Chronik von Tarian. Die Gemeinde Tarian im Spiegel der Geschichte)<br>Hrsg.: S\u00e1ndor B. Gy\u00f6rgy<br>Herausgeber: Tarj\u00e1n K\u00f6zs\u00e9g\u00e9rt Bar\u00e1ti K\u00f6r, 2018<br>248 Seiten<br>Sprache: Ungarisch mit einem deutschsprachigen Auszug<\/p>\n\n\n\n<p><em>Die empfohlenen B\u00fccher sind in der Sammlung der Ungarndeutschen Bibliothek \u2013 wenn nichts weiteres Angegeben \u2013 nur zur Leihe zug\u00e4nglich.<br>Weitere Informationen:&nbsp;<a href=\"mailto:info@bibliothek.hu\">info@bibliothek.hu<\/a><br>Webseite:&nbsp;<a href=\"http:\/\/bibliothek.hu\/de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">www.bibliothek.hu<\/a><\/em>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Buch f\u00fcr alle, die ihr vorhandenes Wissen \u00fcber ungarndeutsche\u00a0Siedlungen\u00a0und Menschen\u00a0mithilfe von\u00a0ortsgeschichtlichen Publikationen erweitern m\u00f6chten.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":102405,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","_seopress_titles_title":"","_seopress_titles_desc":"","_seopress_robots_index":"","ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[93,303,91],"tags":[728,431,492,369,350,1309,460],"class_list":{"0":"post-102407","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-bibliothek-nachrichten","8":"category-buchtipp","9":"category-nachrichten","10":"tag-bibliothek-de","11":"tag-buch","12":"tag-buchtipp-2","13":"tag-forschung","14":"tag-geschichte","15":"tag-tarian","16":"tag-ungarndeutsche-bibliothek"},"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/102407","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=102407"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/102407\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":102420,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/102407\/revisions\/102420"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/102405"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=102407"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=102407"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=102407"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}