{"id":103712,"date":"2024-09-20T10:46:13","date_gmt":"2024-09-20T08:46:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.zentrum.hu\/2024\/09\/szilagyi-kosa-aniko-da-muss-man-hingehn-an-den-edelmansis-prune\/"},"modified":"2024-09-20T11:07:41","modified_gmt":"2024-09-20T09:07:41","slug":"szilagyi-kosa-aniko-da-muss-man-hingehn-an-den-edelmansis-prune","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/2024\/09\/szilagyi-kosa-aniko-da-muss-man-hingehn-an-den-edelmansis-prune\/","title":{"rendered":"Szil\u00e1gyi-K\u00f3sa Anik\u00f3:\u00a0\u201eDa muss man hingehn an den Edelmansis prune\u2026\u201d"},"content":{"rendered":"\n<p><em>M\u00f6chten Sie \u00fcber \u00e4hnliche Themen erfahren?<br>Dr\u00fccken auch Sie einen Like auf die \u2013&gt; <a href=\"http:\/\/facebook.com\/zentrumhu\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Zentrum Facebook-Seite<\/a><\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Diese Woche empfehlen wir unseren Lesern ein Buch, das zum 300. Jahrestag der Ansiedlung von Deutschen in Werischtul im Komitat Wesprim erschienen ist.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-medium\"><a href=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/vorosto.jpeg\"><img alt=\"\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"359\" height=\"500\" src=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/vorosto-359x500.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-103708\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/vorosto-359x500.jpeg 359w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/vorosto-150x209.jpeg 150w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/vorosto-300x418.jpeg 300w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/vorosto-696x971.jpeg 696w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/vorosto.jpeg 717w\" sizes=\"auto, (max-width: 359px) 100vw, 359px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Das Dorf&nbsp;Werischtul\/V\u00f6r\u00f6st\u00f3 liegt im Plattensee-Oberland, am Fu\u00dfe des Bakony-Gebirges, in der N\u00e4he von Gro\u00dfwaschon und Minschell. Der Name leitet sich von der roten Farbe des lehmhaltigen Bodens ab, ist aber in verschiedenen Formen in Urkunden aus der Zeit um 1100 zu finden. Nach der Vertreibung der T\u00fcrken waren die Burgen Palota und V\u00e1zsonyk\u0151 mit den dazugeh\u00f6rigen D\u00f6rfern wie V\u00f6r\u00f6st\u00f3 im Besitz der Familie Zichy. Um die Bev\u00f6lkerung zu ersetzen und die Landwirtschaft wiederherzustellen, wurden deutsche Siedler aus dem ganzen Land herbeigerufen, und 1723 siedelten die Zichys Franken aus Nordbaden an. Die neuen Bewohner, die mit der Hoffnung auf einen Neuanfang kamen, respektierten die Grenzen und heiligen Orte des mittelalterlichen Dorfes. Dank ihrer Beharrlichkeit und Bescheidenheit bewohnten sie das Dorf und schufen einen architektonischen Reichtum, der uns noch heute in Erstaunen versetzt. Kein w\u00fcrdigeres Werk k\u00f6nnte den Umschlag  und das Innere dieses Buches schm\u00fccken, als die Zeichnungen, die Studenten und Dozenten der Technischen Universit\u00e4t Budapest w\u00e4hrend&nbsp;der&nbsp;Vermessung&nbsp;der Denkm\u00e4ler von&nbsp;Werischtul&nbsp;im Jahre 2002 angefertigt&nbsp;haben.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Das Buch enth\u00e4lt auch die Originalfassung des Siedlungsvertrags von&nbsp;Werischtul&nbsp;vom 3. April 1723 sowie dessen Abschrift und Erl\u00e4uterung. Aus den erhaltenen Registern geht hervor, dass die Bev\u00f6lkerung zur Zeit der Volksz\u00e4hlung von 1773 ausschlie\u00dflich deutschsprachig und katholisch war. Die Siedlungsstruktur des Dorfes wurde von den im 18. Jahrhundert angekommenen Siedlern gepr\u00e4gt und ist bis heute weitgehend unver\u00e4ndert geblieben. Die volkst\u00fcmliche Architektur des Dorfes, das aus einer einzigen Stra\u00dfe besteht, stellt den h\u00f6chsten Entwicklungsgrad&nbsp;der ungarndeutschen H\u00e4user dar. Die Deutschen zogen es vor, H\u00e4user aus Stein und Ziegeln zu bauen, nicht nur aus Gr\u00fcnden der Zweckm\u00e4\u00dfigkeit, sondern auch um eine angenehme Atmosph\u00e4re zu schaffen, mit hellen, verglasten R\u00e4umen, die den Eindruck vermittelten, sich nicht in einem Bauernhaus zu befinden.<\/p>\n\n\n\n<p>Neben den Merkmalen der Behausungen hat der Autor auch die Br\u00e4uche der Bewohner von&nbsp;Werischtul&nbsp;w\u00e4hrend des Kirchenjahres untersucht, wie sie die gro\u00dfen Wendepunkte in ihrem Leben feierten, welchen Dialekt sie sprachen bzw. die daraus resultierende Verwendung von Orts- und Eigennamen und die H\u00e4ufigkeit verschiedener Vornamen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir empfehlen diese Publikation all jenen, die sich auch f\u00fcr die kleinsten ungarndeutschen Gemeinden interessieren, um ihr Ansehen zu verbessern und ihnen&nbsp;dabei zu&nbsp;helfen, ihr Kulturerbe zu erhalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Szil\u00e1gyi-K\u00f3sa Anik\u00f3: \u201eDa muss man hingehn an den Edelmansis prune\u2026\u201d<br>Deutsche Siedler 300 Jahre in V\u00f6r\u00f6st\u00f3 (A v\u00f6r\u00f6st\u00f3i n\u00e9metek 300 \u00e9ve)(1723-2023)<br>V\u00f6r\u00f6st\u00f3: Deutsche Selbstverwaltung V\u00f6r\u00f6st\u00f3, 2023<br>164 Seiten<br>Sprache: Ungarisch, Vorwort auch auf Deutsch<\/p>\n\n\n\n<p><em><em>Die empfohlenen B\u00fccher sind in der Sammlung der Ungarndeutschen Bibliothek \u2013 wenn nichts weiteres Angegeben \u2013 nur zur Leihe zug\u00e4nglich.Weitere Informationen:&nbsp;<a href=\"mailto:info@bibliothek.hu\">info@bibliothek.hu<\/a><\/em><\/em><br><em><em>Webseite:&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.bibliothek.hu\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">www.bibliothek.hu<\/a><\/em><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir empfehlen diese Publikation all jenen, die sich auch f\u00fcr die kleinsten ungarndeutschen Gemeinden interessieren, um ihr Ansehen zu verbessern und ihnen\u00a0dabei zu\u00a0helfen, ihr Kulturerbe zu erhalten.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":103707,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","_seopress_titles_title":"","_seopress_titles_desc":"","_seopress_robots_index":"","ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[93,303,91],"tags":[822,728,431,492,369,350,460,1929],"class_list":{"0":"post-103712","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-bibliothek-nachrichten","8":"category-buchtipp","9":"category-nachrichten","10":"tag-architektur","11":"tag-bibliothek-de","12":"tag-buch","13":"tag-buchtipp-2","14":"tag-forschung","15":"tag-geschichte","16":"tag-ungarndeutsche-bibliothek","17":"tag-werischtul"},"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/103712","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=103712"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/103712\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":103718,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/103712\/revisions\/103718"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/103707"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=103712"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=103712"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=103712"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}