{"id":105289,"date":"2024-12-02T10:00:05","date_gmt":"2024-12-02T09:00:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.zentrum.hu\/2024\/12\/a-malenkij-robot-aldozataira-emlekeztek-erdosmecsken\/"},"modified":"2024-12-02T10:08:14","modified_gmt":"2024-12-02T09:08:14","slug":"gedenken-an-die-opfer-von-malenkij-robot-in-metschge","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/2024\/12\/gedenken-an-die-opfer-von-malenkij-robot-in-metschge\/","title":{"rendered":"Gedenken an die Opfer von Malenkij Robot in Metschge"},"content":{"rendered":"\n<p><em>M\u00f6chten Sie \u00fcber \u00e4hnliche Themen erfahren?<br>Dr\u00fccken auch Sie einen Like auf die \u2013> <a href=\"http:\/\/facebook.com\/zentrumhu\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Zentrum Facebook-Seite<\/a><\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Im November und Dezember wird landesweit in vielen Ortschaften der Verschleppung der Ungarndeutschen zur Zwangsarbeit in die Sowjetunion gedacht. Zum 80. Jahrestag der Verschleppung wollten auch wir in Metschge\/Erd\u0151smecske&nbsp;uns an die&nbsp;unschuldigen Opfer&nbsp;erinnern, die sich am 26. Dezember 1944 auf den Weg ins Ungewisse&nbsp;machen mussten.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><a href=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/20241116_162114.jpeg\"><img alt=\"\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1280\" height=\"960\" src=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/20241116_162114.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-105284\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/20241116_162114.jpeg 1280w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/20241116_162114-510x383.jpeg 510w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/20241116_162114-768x576.jpeg 768w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/20241116_162114-150x113.jpeg 150w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/20241116_162114-300x225.jpeg 300w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/20241116_162114-696x522.jpeg 696w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/20241116_162114-1068x801.jpeg 1068w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/20241116_162114-265x198.jpeg 265w\" sizes=\"auto, (max-width: 1280px) 100vw, 1280px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Veronika Brunn geb. Schlapp (geboren&nbsp;1926, verstorben 2017) erinnerte sich wie folgt: ,,Im Dezember 1944 bereiteten sich die Menschen auf Weihnachten und Neujahr vor. Es wurde \u00fcberall sauber gemacht, man backte und kochte, zu Weihnachten gab es ein Festmahl, da kamen die Pateneltern und beschenkten ihr Patenkind. Viele Ungarndeutsche, so auch wir, verbrachten diese Weihnachtstage nicht in fr\u00f6hlicher Stimmung, weil sie schon wussten, dass sie am zweiten Weihnachtstag ihr Zuhause verlassen m\u00fcssen, denn sie gehen f\u00fcr zwei Wochen in die Batschka Kukuruz (Mais) brechen.\u201c Wie wir alle wissen, wurden aus diesen zwei Wochen oft mehrere Jahre, und aus der Batschka Zwangsarbeitslager in der Sowjetunion.<\/p>\n\n\n\n<p>Frau Brunn, unsere ,Vroni n\u00e9ni\u2019, ist heute leider &#8211; wie alle von der Zwangsarbeit betroffenen Metschger &#8211; nicht mehr unter uns. Sie war in Metschge die letzte, die uns noch von ihrem schweren Lebensweg erz\u00e4hlen konnte. Doch ein \u00e4hnliches Schicksal, wie ihres wurde auch vielen anderen zuteil. Eine konkrete Zahl aus Metschge wissen wir leider nicht, nur so&nbsp;viel, dass mehr als hundert Personen betroffen waren.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><a href=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/20241116_160157.jpeg\"><img alt=\"\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1280\" height=\"960\" src=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/20241116_160157.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-105295\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/20241116_160157.jpeg 1280w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/20241116_160157-510x383.jpeg 510w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/20241116_160157-768x576.jpeg 768w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/20241116_160157-150x113.jpeg 150w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/20241116_160157-300x225.jpeg 300w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/20241116_160157-696x522.jpeg 696w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/20241116_160157-1068x801.jpeg 1068w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/20241116_160157-265x198.jpeg 265w\" sizes=\"auto, (max-width: 1280px) 100vw, 1280px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>80 Jahre sind seither vergangen, doch das Geschehene darf nicht in Vergessenheit geraten. Aus diesem Grund haben wir die Initiative ergriffen und uns auf die Suche nach noch auffindbaren Spuren aus dem Leben der Metschger Opfer gemacht. Insgesamt konnten wir 47 Namen zusammentragen und zu 31 von ihnen auch noch Fotos und Informationen zu ihrem Leben erforschen. An dieser Stelle&nbsp;soll&nbsp;den Familien Dank gesagt werden, die uns dabei behilflich waren, denn dadurch konnte ein w\u00fcrdiges Ausstellungsmaterial zusammengestellt werden. Mit niedergeschriebenen Erinnerungen, Zitaten und einem in der Sowjetunion entstandenen Gedicht wurde die Ausstellung dann komplett.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Damit das Gedenken noch lebendiger wird, luden wir Judit Walter-M\u00fcller, Hauptmuseologin des Janus Pannonius Museums F\u00fcnfkirchen und Expertin\u00a0des Bereichs\u00a0Malenkij Robot,\u00a0ein und baten sie einen Vortrag zu diesem Thema zu halten. Frau Walter-M\u00fcller ist selbst auf zweierlei Weise mit unserem Dorf verbunden: ihr Vater wurde hier geboren und die ersten Gespr\u00e4chspartner in ihrer Forschungsarbeit waren Metschger. So war der Nachmittag vom 16. November f\u00fcr sie auf\u00a0mehrfacher\u00a0Hinsicht auch eine R\u00fcckkehr zu den Wurzeln.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><a href=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/20241116_170055.jpeg\"><img alt=\"\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1280\" height=\"960\" src=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/20241116_170055.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-105291\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/20241116_170055.jpeg 1280w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/20241116_170055-510x383.jpeg 510w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/20241116_170055-768x576.jpeg 768w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/20241116_170055-150x113.jpeg 150w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/20241116_170055-300x225.jpeg 300w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/20241116_170055-696x522.jpeg 696w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/20241116_170055-1068x801.jpeg 1068w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/20241116_170055-265x198.jpeg 265w\" sizes=\"auto, (max-width: 1280px) 100vw, 1280px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Wie wichtig es war, an das vor 80 Jahren Geschehene zu erinnern, zeigt, dass der angek\u00fcndigte Vortrag und die Ausstellung zahlreiche Menschen ins Kulturhaus, in die KulturhausGalerie Metschge, gelockt haben. Vertreter der Selbstverwaltungen und unseres Freundeskreises, Mitglieder aus dem Rentnerklub, Einwohner des Dorfes, aber auch Familienmitglieder der von der Zwangsarbeit betroffenen Personen aus Metschge und anderen Orten versammelten sich, um den Opfern zu gedenken.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><a href=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/20241116_162621.jpeg\"><img alt=\"\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1280\" height=\"960\" src=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/20241116_162621.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-105293\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/20241116_162621.jpeg 1280w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/20241116_162621-510x383.jpeg 510w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/20241116_162621-768x576.jpeg 768w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/20241116_162621-150x113.jpeg 150w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/20241116_162621-300x225.jpeg 300w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/20241116_162621-696x522.jpeg 696w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/20241116_162621-1068x801.jpeg 1068w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/20241116_162621-265x198.jpeg 265w\" sizes=\"auto, (max-width: 1280px) 100vw, 1280px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Angeregte Gespr\u00e4che, Erinnerungen aus vergangenen Tagen und Dankbarkeit f\u00fcr das, was wir von den \u00e4lteren Generationen mit auf den Weg bekommen haben, lassen uns hoffen, dass wir in Metschge an einer besseren Zukunft und f\u00fcr eine zusammenhaltende Gemeinschaft arbeiten, die an ihren Werten festh\u00e4lt und Tradition und Moderne auf gute Weise verbindet.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Melitta Hengl<br>Vorsitzende vom Deutsch-Ungarischen Freundeskreis Metschge<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eViele Ungarndeutsche [&#8230;] verbrachten diese Weihnachtstage nicht in fr\u00f6hlicher Stimmung, weil sie schon wussten, dass sie am zweiten Weihnachtstag ihr Zuhause verlassen m\u00fcssen, denn sie gehen f\u00fcr zwei Wochen in die Batschka Kukuruz [&#8230;] brechen.\u201c<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":105286,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","_seopress_titles_title":"","_seopress_titles_desc":"","_seopress_robots_index":"","ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[92],"tags":[374,350,843,820,1839,821],"class_list":{"0":"post-105289","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-schnellnachrichten","8":"tag-gedenkveranstaltung","9":"tag-geschichte","10":"tag-jahrestag","11":"tag-malenkij-robot-de","12":"tag-metschge","13":"tag-zwangsarbeit"},"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/105289","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=105289"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/105289\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":105297,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/105289\/revisions\/105297"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/105286"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=105289"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=105289"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=105289"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}