{"id":109542,"date":"2025-07-10T09:39:35","date_gmt":"2025-07-10T07:39:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.zentrum.hu\/?p=109542"},"modified":"2025-07-10T10:18:27","modified_gmt":"2025-07-10T08:18:27","slug":"ungarndeutsches-handwerk","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/2025\/07\/ungarndeutsches-handwerk\/","title":{"rendered":"Ungarndeutsches Handwerk"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>M\u00f6chten Sie \u00fcber \u00e4hnliche Themen erfahren?<br>Dr\u00fccken auch Sie einen Like auf die \u2013&gt; <a href=\"http:\/\/facebook.com\/zentrumhu\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Zentrum Facebook-Seite<\/a><\/em><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-medium\"><a href=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/moebelherstellung_z.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"327\" height=\"500\" src=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/moebelherstellung_z-327x500.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-109536\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/moebelherstellung_z-327x500.jpeg 327w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/moebelherstellung_z-150x230.jpeg 150w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/moebelherstellung_z-300x459.jpeg 300w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/moebelherstellung_z.jpeg 653w\" sizes=\"auto, (max-width: 327px) 100vw, 327px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieser reich illustrierte, von Karl Manherz herausgegebene einzigartige Band gew\u00e4hrt einen faszinierenden Einblick in das handwerkliche Erbe der Ungarndeutschen, wobei er auf zwei scheinbar unterschiedliche, doch eng miteinander verbundene Bereiche fokussiert: die bemalten Bauernm\u00f6bel von Hartau und die T\u00f6pferei in Nadasch und Altglash\u00fctte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Marietta Boross:&nbsp;Bemalte Bauernm\u00f6bel von Hartau\/Harta<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In den letzten Jahrzehnten r\u00fcckte die b\u00e4uerliche Volkskunst zunehmend ins Blickfeld, insbesondere die farbenfrohen, handbemalten Bauernm\u00f6bel wecken gro\u00dfes Interesse. Hartau galt dabei als eines der bedeutendsten&nbsp;M\u00f6belherstellungszentren&nbsp;der Ungarndeutschen: Von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Zweiten Weltkrieg waren hier \u00fcber 40 Tischler und M\u00f6belmaler t\u00e4tig. Die charakteristischen \u201eGaulkopf\u201c-Betten, -Truhen und -Schr\u00e4nke schm\u00fcckten nicht nur die \u00f6rtlichen Haushalte, sondern waren auch in umliegenden D\u00f6rfern sehr gefragt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die kunstvoll gestalteten M\u00f6belst\u00fccke gerieten infolge gesellschaftlicher und kultureller Umbr\u00fcche nach dem Krieg zunehmend in Vergessenheit: Viele St\u00fccke wurden zu Spottpreisen verkauft, einige sogar als Brennholz oder Baumaterial f\u00fcr St\u00e4lle und K\u00e4fige zweckentfremdet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Studie&nbsp;lenkt die Aufmerksamkeit auch auf Sammler und Museumsexperten, denen es zu verdanken ist, dass zahlreiche dieser Objekte f\u00fcr die Nachwelt erhalten bleiben konnten. Der Wunsch vieler ausgewanderter Hartauer, ein St\u00fcck ihrer Heimat zu bewahren sowie das wachsende ethnografische Interesse trugen dazu bei, dass diese M\u00f6bel heute europaweit als wertvolle Kulturg\u00fcter anerkannt sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Maria Imre:&nbsp;T\u00f6pferei in Nadasch\/Mecsekn\u00e1dasd und Altglash\u00fctten\/\u00d3b\u00e1nya&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der zweite Teil des Buches widmet sich einem weniger bekannten, doch \u00e4u\u00dferst reichen T\u00f6pferzentrum. In Nadasch und Altglash\u00fctte stellten T\u00f6pfer \u00fcber Generationen hinweg vor allem Koch- und Vorratsgef\u00e4\u00dfe her. Stilistische und technische Entwicklungen lassen sich jedoch bis hin zu dekorativen St\u00fccken nachvollziehen. Die Studie umfasst die Untersuchung von mehreren hundert Objekten, Werkstatteinrichtungen und Archivalien, wobei der Fokus auf dem Zeitraum vom 18. Jahrhundert bis zum Zweiten Weltkrieg liegt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Spannende Fragen werden dabei aufgeworfen: Wurde das T\u00f6pferhandwerk erst durch die Ansiedlung deutscher Kolonisten wiederbelebt oder bestand bereits zuvor eine lokale Tradition? Die Autorin beleuchtet auch die Wechselwirkungen zwischen den Werkst\u00e4tten der Region und die, wenn auch schwer rekonstruierbare, Verbindung zur ber\u00fchmten Zsolnay-Manufaktur.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Durch die bemalten M\u00f6bel aus Hartau und die T\u00f6pferei aus der Region Nadasch vermittelt dieses Werk weit mehr als blo\u00df Objektgeschichten: Es er\u00f6ffnet einen Zugang zu Kultur, Identit\u00e4t und dem Alltagsleben vergangener Zeiten.&nbsp;Dies ist ein&nbsp;wertvolles Buch f\u00fcr Sammler, Volkskundler&nbsp;und diejenigen, die sich f\u00fcr Ortsgeschichte interessieren, aber auch f\u00fcr jene, die sich f\u00fcr das Zusammenspiel von Handwerk&nbsp;und&nbsp;Tradition begeistern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ungarndeutsches Handwerk.<br>Marietta Boross:&nbsp;Bemalte Bauernm\u00f6bel von Hartau\/Harta, Maria Imre: T\u00f6pferei in Nadasch\/Mecsekn\u00e1dasd und Altglash\u00fctten\/\u00d3b\u00e1nya<br>Budapest:&nbsp;Budapest: Tank\u00f6nyvkiad\u00f3 1982\u2028<br>295 Seiten\u2028<br>Sprache: Deutsch<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em><em>Die empfohlenen B\u00fccher sind in der Sammlung der Ungarndeutschen Bibliothek \u2013 wenn nichts weiteres Angegeben \u2013 nur zur Leihe zug\u00e4nglich.Weitere Informationen:\u00a0<a href=\"mailto:info@bibliothek.hu\">info@bibliothek.hu<\/a><br>Webseite:\u00a0<a href=\"http:\/\/www.bibliothek.hu\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">www.bibliothek.hu<\/a><\/em><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Buch f\u00fcr Sammler, Volkskundler\u00a0und diejenigen, die sich f\u00fcr Ortsgeschichte interessieren, aber auch f\u00fcr jene, die sich f\u00fcr das Zusammenspiel von Handwerk\u00a0und\u00a0Tradition begeistern.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":109539,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[93,303,91],"tags":[1370,728,431,492,350,1326,362,460],"class_list":["post-109542","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-bibliothek-nachrichten","category-buchtipp","category-nachrichten","tag-altglashutten","tag-bibliothek-de","tag-buch","tag-buchtipp-2","tag-geschichte","tag-handwerker","tag-nadasch","tag-ungarndeutsche-bibliothek"],"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/109542","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=109542"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/109542\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":109552,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/109542\/revisions\/109552"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/109539"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=109542"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=109542"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=109542"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}