{"id":11293,"date":"2014-10-08T14:00:23","date_gmt":"2014-10-08T12:00:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zentrum.hu\/?p=11293"},"modified":"2014-10-08T11:55:33","modified_gmt":"2014-10-08T09:55:33","slug":"denkmal-an-pfarrer-valentin-pintz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/2014\/10\/denkmal-an-pfarrer-valentin-pintz\/","title":{"rendered":"Denkmal an Pfarrer Valentin Pintz"},"content":{"rendered":"<h5>M\u00f6chten Sie \u00fcber \u00e4hnliche Themen erfahren?<br \/>\nDr\u00fccken auch Sie ein Like auf die \u2013&gt; <a title=\"Ungarndeutsche Nachrichten\" href=\"http:\/\/facebook.com\/zentrumhu\" target=\"_blank\">Zentrum Facebook-Seite<\/a><\/h5>\n<p>Als junger Kaplan kam Valentin Pintz 1928 nach Schomberg und wirkte 54 Jahre, bis zu seinem Tode 1982, im Ort. Er wurde Abtpfarrer, doch blieb er immer der Herr Pfarrer. Als der Kirchturm abgebrannt ist, war das ganze Dorf in gro\u00dfer Trauer. Es gab kein Gel\u00e4ut in der Fr\u00fch, zu Mittag und auch nicht am Abend, zur heiligen Messe. Alles war still. Der Wunsch des Herrn Pfarrer war es, noch zu seinen Lebzeiten die Glocken des Kirchturms wieder zu h\u00f6ren. Das gelang auch, Gott sei Dank, mit Hilfe der Gl\u00e4ubigen, und er hatte noch mehrere Jahre lang die Gnade, das sch\u00f6ne Gel\u00e4ut zu h\u00f6ren. Die Erinnerung an die erste heilige Kommunion, Firmung, Trauung, Taufe usw. bleibt f\u00fcr immer in den Schombergern.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/pintz-statue-354x266.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-11294 aligncenter\" alt=\"pintz-statue-354x266\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/pintz-statue-354x266.jpg\" width=\"354\" height=\"266\" \/><\/a><\/p>\n<p>In der Vorkriegszeit war er als Mitarbeiter des im Dorf von vielen abonnierten Kirchenblattes \u201ePfarrbote\u201c bekannt. Er schrieb nach dem Krieg, in den schwersten Zeiten, deutsch und hinterlie\u00df \u00fcber 1000 Gedichte. In einem Gedicht vom 6. 5. 1951 (es hat die Nummer 468) erinnert er sich an seinen unvergesslichen Geburtsort im fr\u00fcheren Jugoslawien, welchen er so gerne nochmal sehen wollte (NZ 49\/2009). Es ist ein sehnsuchtsvoller R\u00fcckblick auf seinen Geburtsort in seiner vom Schicksal so grausam getroffenen Heimat Jugoslawien. Millionen vertriebene Menschen erlebten ja das gleiche Schicksal. In diesem Gedicht f\u00fchlt man das gro\u00dfe Heimweh, welches ihn bis zum letzten Atemzug qu\u00e4lte. Er fand seine ewige Ruhe im geweihten, mit vielen Tr\u00e4nen begossenen Boden des Schomberger Friedhofes, wo er im Kreise seiner Gl\u00e4ubigen ruht, gleich in welcher Sprache sie einst redeten. Seinen deutschen Gl\u00e4ubigen verk\u00fcndete er das Wort Gottes in deutscher Sprache, den Ungarn in ungarischer Sprache. So trug er auch zur Erhaltung der Muttersprache bei. L\u00e4nger als ein halbes Jahrhundert bem\u00fchte er sich als Diener Gottes, sie alle im christlichen Sinne zur Hilfsbereitschaft, zur N\u00e4chsten- und Heimatliebe zu erziehen, zu formen.<\/p>\n<p>Im Jahre 1952 wurde Valentin Pintz der Religionsunterricht in der Schule verboten. Diese Verordnung traf den Priester sehr empfindlich. Doch die Kinder kamen Sonntagnachmittag in das Pfarrhaus, wo er sich mit ihnen weiterhin besch\u00e4ftigte. Im Herbst des Jahres 1956, in der Zeit des Volksaufstandes, konnte er mit einer wohldurchdachten Rede den Frieden im Dorf bewahren. In der Schomberger Kirche hielt er bis zu seinem Tode eine heilige Messe mit deutscher und eine mit ungarischer Predigt.<\/p>\n<p>Nun erinnert ein Denkmal vor seiner Wirkungsst\u00e4tte, der Kirche, an den Herrn Pfarrer, das am 14. September nach der Messe eingeweiht wurde. Dabei wurde auch das Gedicht des Schomberger Dichters Josef Michaelis \u201eDer Steuermann\u201c (1982) in ungarischer \u00dcbersetzung des Autors vorgetragen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00f6chten Sie \u00fcber \u00e4hnliche Themen erfahren? Dr\u00fccken auch Sie ein Like auf die \u2013&gt; Zentrum Facebook-Seite Als junger Kaplan kam Valentin Pintz 1928 nach Schomberg und wirkte 54 Jahre, bis zu seinem Tode 1982, im Ort. Er wurde Abtpfarrer, doch blieb er immer der Herr Pfarrer. 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