{"id":12302,"date":"2014-11-13T11:14:20","date_gmt":"2014-11-13T10:14:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zentrum.hu\/?p=12302"},"modified":"2014-11-25T16:27:47","modified_gmt":"2014-11-25T15:27:47","slug":"die-verbundenheit-mit-der-vergangenheit-ist-kein-selbstzweck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/2014\/11\/die-verbundenheit-mit-der-vergangenheit-ist-kein-selbstzweck\/","title":{"rendered":"Die Verbundenheit mit der Vergangenheit ist kein Selbstzweck"},"content":{"rendered":"<h5>M\u00f6chten Sie \u00fcber \u00e4hnliche Themen erfahren?<br \/>\nDr\u00fccken auch Sie ein Like auf die \u2013&gt; <a title=\"Ungarndeutsche Nachrichten\" href=\"http:\/\/facebook.com\/zentrumhu\" target=\"_blank\">Zentrum Facebook-Seite<\/a><\/h5>\n<p><strong>Deutsche aus Budapest in Sathmar und Semplin<\/strong><\/p>\n<p>Traditionelle Insel-Siedlungen des Deutschtums in Ungarn kennen lernen, Erfahrungen austauschen, neue Kontakte kn\u00fcpfen: Das setzten sich die neu gew\u00e4hlten Abgeordneten der Deutschen Selbstverwaltung des Budapester XIII. Bezirkes zum Ziel, als sie Ende Oktober ihre dreit\u00e4gige Studienreise antraten, die sie nach Sathmar und Semplin f\u00fchrte.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/nzkep.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-12303 aligncenter\" alt=\"Besuch im deutschen Kindergarten in Trautsondorf (Foto: G\u00e1bor Katona)\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/nzkep.jpg\" width=\"324\" height=\"266\" \/><\/a><\/p>\n<p>Nach einem kurzen Trip \u00fcber die Grenze nach Gro\u00dfkarol, dem einstigen Sitz der m\u00e4chtigen Familie K\u00e1rolyi, der die erste organisierte, gro\u00dfangelegte Ansiedlung der Schwaben in Ungarn zu verdanken ist, erreichten sie das Hauptziel des ersten Tages: Wallei\/V\u00e1llaj. Hier erwartete sie Richard Tircsi, Abteilungsleiter f\u00fcr Nationalit\u00e4ten im Ministerium f\u00fcr Humanressourcen, der stolz und sehr kundig durch sein Heimatdorf f\u00fchrte.<\/p>\n<p>raditionelle Insel-Siedlungen des Deutschtums in Ungarn kennen lernen, Erfahrungen austauschen, neue Kontakte kn\u00fcpfen: Das setzten sich die neu gew\u00e4hlten Abgeordneten der Deutschen Selbstverwaltung des Budapester XIII. Bezirkes zum Ziel, als sie Ende Oktober ihre dreit\u00e4gige Studienreise antraten, die sie nach Sathmar und Semplin f\u00fchrte.<\/p>\n<p>Nach einem kurzen Trip \u00fcber die Grenze nach Gro\u00dfkarol, dem einstigen Sitz der m\u00e4chtigen Familie K\u00e1rolyi, der die erste organisierte, gro\u00dfangelegte Ansiedlung der Schwaben in Ungarn zu verdanken ist, erreichten sie das Hauptziel des ersten Tages: Wallei\/V\u00e1llaj. Hier erwartete sie Richard Tircsi, Abteilungsleiter f\u00fcr Nationalit\u00e4ten im Ministerium f\u00fcr Humanressourcen, der stolz und sehr kundig durch sein Heimatdorf f\u00fchrte. Dank der Vorbereitung durch B\u00fcrgermeister Istv\u00e1n Vilmos wurden die G\u00e4ste in der Begegnungsst\u00e4tte der Deutschen Selbstverwaltung \u2013 ein originaltreu erneuertes stattliches Bauernhaus mit Scheune \u2013 von vielen einheimischen Interessenten erwartet. Den besonderen Anlass zur Begegnung gab die Neuvorf\u00fchrung des zweisprachigen Dokumentarfilms \u201eH\u00e1t annak sz\u00fclettem\u201c von Johann Wolfart, einst Redakteur von \u201eUnser Bildschirm\u201c, der mit seinem Team im Herbst 1983 die fast schon versunkene Welt einer einst bl\u00fchenden deutschen Kultur heraufbeschworen hatte. Wie stark die Wurzeln dieser Traditionen sind, wie sie auch heute, nach 30 Jahren weiterleben, zeigt sich nicht nur im geordneten Dorfbild, in den gepflegten G\u00e4rten, neu verputzten Fassaden, sondern auch in der Einstellung der Einwohner. Aus dem Gespr\u00e4ch mit dem Publikum, Nachkommen, Freunde, Nachbarn der Protagonisten des Filmes, Vertreter von drei Generationen, stellte sich heraus, dass die Verbundenheit mit der Vergangenheit kein Selbstzweck ist: Man besinnt sich gern darauf und sch\u00f6pft aus dem positiven Ethos der Vorfahren Kraft und Ideen f\u00fcr die Gegenwart und die Zukunft, wie das die junge Abgeordnete der Deutschen Selbstverwaltung Zsuzsa Szolom\u00e1jer unterstrich. Anschlie\u00dfend gab es noch Gelegenheit, den benachbarten Bauernhof zu besuchen, die Ausma\u00dfe, die architektonische Sch\u00f6nheit und die rationelle Struktur der Scheune wie auch des Bauernhauses zu bewundern.<\/p>\n<p>Der zweite Tag geh\u00f6rte der Perle des Sempliner Landes, dem wundersch\u00f6n gelegenen, von Deutschen bewohnten Trautsondorf\/Hercegk\u00fat. Dank der Vorbereitung durch die Notarin und Leiterin des Regionalb\u00fcros Dr. Enik\u0151 Stumpf konnte den G\u00e4sten aus Budapest, geleitet von der Vorsitzenden der Deutschen Selbstverwaltung Katalin Mayer-Katona ein vielseitiges Programm geboten werden. Die Vorsitzende der \u00f6rtlichen Deutschen Selbstverwaltung, Frau Stumpf, und ihre Stellvertreterin, Frau Jo\u00f3sz-Na\u00e1r, sowie Abgeordneter Franz Na\u00e1r berichteten \u00fcber die Ergebnisse in der Pflege und Bewahrung der Traditionen, die von den in Vereinen wirkenden Tanz- und Musikgruppen getragen werden. Da der \u00f6rtliche deutsche Dialekt nur von den \u00e4ltesten Dorfbewohnern aktiv gebraucht wird, ist es auch hier den Bildungseinrichtungen \u00fcberlassen, die deutsche Hochsprache zu vermitteln, was in Trautsondorf im Nationalit\u00e4tenkindergarten und in der Unterstufe der Grundschule geschieht \u2013 mit sch\u00f6nem Erfolg. Leider ist es bisher nicht gelungen, die Weiterf\u00fchrung des Spracherwerbs in einer Grundschule in Potok\/S\u00e1rospatak, wo die Kinder die Oberstufe besuchen, zu erreichen. Trotzdem tr\u00e4gt die geleistete Arbeit der engagierten P\u00e4dagogen vor Ort ihre Fr\u00fcchte: Die Jugendlichen kehren jedes Wochenende heim und nehmen am kulturellen Leben als Mitglieder in den Vereinen aktiv teil, der Zusammenhalt in der Dorfgemeinschaft ist weiterhin tragende Kraft und kann Garant f\u00fcr die Zukunft sein. Das behauptete auch B\u00fcrgermeister J\u00f3zsef R\u00e1k, der am Nachmittag dem Programm beiwohnte und mit \u00dcberzeugung von den erreichten Zielen sprach, wie auch \u00fcber die Bedeutung der vielfachen Partnerbeziehungen der Gemeinde, so auch in deutschsprachigen L\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Ein kurzer Besuch des Kindergartens \u00fcberzeugte die G\u00e4ste, allen voran die neue Abgeordnete Eva T\u00fctt\u0151-R\u00e1cz, selbst Kinderg\u00e4rtnerin, die mit ihren Kolleginnen bestrebt ist, einen deutschen Nationalit\u00e4ten-Kindergarten im XIII. Bezirk zu gr\u00fcnden, wie professionell und engagiert die Kleinsten des Dorfes betreut werden. Nach einer F\u00fchrung in der rundherum erneuerten Kirche und der Vorstellung der lebendigen Glaubensaus\u00fcbung in der Gemeinde erlebten die G\u00e4ste im sonnigen Sp\u00e4therbst das Einzigartigste, das Trautsondorf bieten kann: die beiden Kellerd\u00f6rfer, Teile des Weltkulturerbes und einen Gang auf den Kalvarienberg, mit dem herrlichen Ausblick von der Kapelle. Zum Abschluss des Tages kam es im Na\u00e1r-Keller, wo beim edlen Tropfen der Weinberge die geplante Vereinbarung \u00fcber die Zusammenarbeit der beiden deutschen Selbstverwaltungen das Hauptthema war. NZ-Redakteurin Angela Korb, selbst Abgeordnete im VII. Bezirk der Hauptstadt und in der Landesselbstverwaltung, die aktive Teilnehmerin der Studienreise war, sprach anerkennend \u00fcber die verschiedenen Publikationen, die zur Bewahrung des Kulturerbes und zur F\u00f6rderung der Identit\u00e4t beitragen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Am dritten Tag besuchte die Gruppe die Sehensw\u00fcrdigkeiten der historischen Stadt Potok und stattete der ungarndeutschen Gemeinde Ratka noch einen kurzen Besuch ab, wo ihnen beim Spaziergang im Dorf vorwiegend von der wechselvollen Geschichte des Dorfes, insbesondere im 20. Jahrhundert, berichtet wurde.<br \/>\n<em><br \/>\nM\u00e1ria Wolfart-Stang<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00f6chten Sie \u00fcber \u00e4hnliche Themen erfahren? 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