{"id":14291,"date":"2015-01-28T14:43:46","date_gmt":"2015-01-28T13:43:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zentrum.hu\/?p=14291"},"modified":"2015-01-28T14:43:46","modified_gmt":"2015-01-28T13:43:46","slug":"bischof-mayer-mit-dem-lenau-preis-ausgezeichnet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/2015\/01\/bischof-mayer-mit-dem-lenau-preis-ausgezeichnet\/","title":{"rendered":"Bischof Mayer mit dem Lenau Preis ausgezeichnet"},"content":{"rendered":"<h5>M\u00f6chten Sie \u00fcber \u00e4hnliche Themen erfahren?<br \/>\nDr\u00fccken auch Sie ein Like auf die \u2013&gt; <a title=\"Ungarndeutsche Nachrichten\" href=\"http:\/\/facebook.com\/zentrumhu\" target=\"_blank\">Zentrum Facebook-Seite<\/a><\/h5>\n<p>Der Lenau Preis wurde 1990 vom Vorstand des Lenau Vereins mit dem Ziel gegr\u00fcndet, solche in- und ausl\u00e4ndische Personen, bzw. Gemeinschaften mit der Auszeichnung zu ehren, die mit ihrer hervorragenden T\u00e4tigkeit weitgehend zur Bewahrung der Muttersprache, des materiellen und geistigen Kulturerbes, sowie der historischen Traditionen der Ungarndeutschen beigetragen haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/16184113628_bf5b77511a_o.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-14295 aligncenter\" title=\"Der Lenau Preis wurde 1990 gegr\u00fcndet\" alt=\"16184113628_bf5b77511a_o\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/16184113628_bf5b77511a_o-510x382.jpg\" width=\"510\" height=\"382\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/16184113628_bf5b77511a_o-510x382.jpg 510w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/16184113628_bf5b77511a_o.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Der Lenau Preis 2014 wurde am 23. Januar 2015 im Lenau Haus dem emeritierten Di\u00f6zesanbischof von P\u00e9cs\/F\u00fcnfkirchen, Michael Mayer verliehen.<\/p>\n<p>Michael Mayer ist ungarndeutscher Abstammung, wurde 1941 in Kisdorog als Sohn eines selbstst\u00e4ndigen Schlossermeisters geboren. Grundschule besuchte Michael Mayer in Kisdorog, das Gymnasium in Bonyh\u00e1d. Nach dem Abitur hat er das Theologiestudium gew\u00e4hlt und in Raab studiert. Er wurde am 21. Juni 1964 in F\u00fcnfkirchen zum Priester geweiht. Seine erste Messe hielt er in seinem Heimatdorf Kisdorog. Zum ersten Mal wurden nach zwei Jahrzehnten \u201emit frohem Herzen\u201c wieder auch deutsche Kirchenlieder gesungen. Er war in Bonyh\u00e1d, dann in Simontornya, in Pincehely, in Tam\u00e1si, in Dunaf\u00f6ldv\u00e1r, endlich in Szeksz\u00e1rd eingesetzt. Am 23. Dezember 1988 wurde er zum Weihbischof der Di\u00f6zese P\u00e9cs ernannt und am 16. Dezember 1989 als Di\u00f6zesanbischof von P\u00e9cs\/F\u00fcnfkirchen in sein neues Amt eingef\u00fchrt.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/15751628493_d1bc70ccf2_o.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-14293 aligncenter\" title=\" Michael Mayer \u00fcbernimmt den Preis von Lorenz Kerner\" alt=\"15751628493_d1bc70ccf2_o\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/15751628493_d1bc70ccf2_o-375x500.jpg\" width=\"375\" height=\"500\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/15751628493_d1bc70ccf2_o-375x500.jpg 375w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/15751628493_d1bc70ccf2_o.jpg 750w\" sizes=\"auto, (max-width: 375px) 100vw, 375px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Laudatio hielt Lorenz Kerner, Vorsitzender des Kulturvereins Nikolaus Lenau e. V.:<\/p>\n<p><em>\u201e(\u2026) Ich habe Herrn Mayer 1987 an einem herrlichen Samstagsvormittag in Szeksz\u00e1rd kennengelernt. Mit meinem Rundfunkkollegen, Dr. L\u00e1szl\u00f3 Lajos, fuhren wir in die Tolnauer Komitatshauptstadt, wo in der Innenstadtkirche ein Ehepaar das goldene Hochzeitsjubil\u00e4um feierte.<\/em><br \/>\n<em> Auf die Bitte der schw\u00e4bischen Ehefrau Boriska aus Nagyvejke, die beim Zeitungsverlag des Komitates arbeitete, &#8211; auch mein Kollege dr. L\u00e1szl\u00f3 kannte sie -, wurde die Messe in deutscher Sprache gefeiert. Die Nachricht der \u201edeutschen Messe\u201c hat sich in der Stadt und Umgebung wie ein Lauffeuer verbreitet, und die Kirche war voll. Wir haben den Gottesdienst aufgezeichnet und Teile davon im deutschsprachigen Radio gesendet. Es war das erste kirchliche Programm im Studio F\u00fcnfkirchen.<\/em><br \/>\n<em> Zum Thema \u201aDeutsch in der Kirche\u2018 habe ich mit Herrn Pfarrer Mayer auch ein sehr interessantes, offenes Gespr\u00e4ch gef\u00fchrt. Auf meine Frage, ob er keine Angst hat, antwortete er: \u201aIch hatte und habe nie Angst, um mich zu meiner deutschen Herkunft zu bekennen und mich mit meinem Volk zu identifizieren.\u2018<\/em><br \/>\n<em> (\u2026)<\/em><br \/>\n<em> In der Innenstadtkirche von P\u00e9cs liefen seinerzeit schon die sonnt\u00e4glichen deutschsprachigen Gottesdienste. Wir freuten uns aufs kommen des neuen Bischofs, und planten im Lenau Verein, ab 1989 jedes Jahr am 26. Dezember, am zweiten Christtag, unserer verschleppten und vertriebenen Landsleute zu gedenken. Ein bisschen angstvoll gingen wir mit Herrn Josef B\u00e1ling zum neuen Bischof, um diese Gottesdienste zu genehmigen und sie als Di\u00f6zesanbischof selber zu halten. Er hat noch als Weihbischof &#8211; ohne lange zu \u00fcberlegen &#8211; sofort zugesagt. Am 16. Dezember 1989 wurde er als Di\u00f6zesanbischof in sein Amt eingef\u00fchrt und 10 Tage sp\u00e4ter, am 26. Dezember hat er schon die erste deutschsprachige Gedenkmesse zelebriert.<\/em><br \/>\n<em> Nicht nur die Gekommenen, alle Deutschen der Region waren voller Neugier und Erwartung, war es doch nach Kriegsende der erste bisch\u00f6fliche Gottesdienst in unserer Muttersprache, die bis dahin aus den meisten Kirchen fast verbannt war. Wir Ungarndeutsche wissen, was diese Treue zu unserem Glauben und zu unserem Volkstum gekostet hat, wir wissen, was es hei\u00dft alles verlieren zu m\u00fcssen, wir erlebten es, im Stich gelassen zu werden, zum Teil auch von unserer Kirche, der wir so unz\u00e4hlig viele gro\u00dfartige, treue Diener gegeben haben, auf die wir schon immer unsere Hoffnungen gebaut haben.<\/em><br \/>\n<em> \u201eAuch mein Vater und drei seiner Geschwister (2 Br\u00fcder und eine Schwester) wurden in die sowjetischen Arbeitslager verschleppt. Mein Vater, Peter Mayer, und sein Bruder Josef sind dort gestorben, wie euere Frauen und M\u00e4nner, V\u00e4ter, M\u00fctter, Br\u00fcder, Schwestern und Kinder. Ich bete heute f\u00fcr alle unsere Opfer.\u201c \u2013 begann er (Mayer) seine Predigt.<\/em><br \/>\n<em> (\u2026)<\/em><br \/>\n<em> Michael Mayer war der erste Bischof nach Kriegsende, der seinen deutschen Namen behielt und den bis heute mit Stolz tr\u00e4gt.<\/em><br \/>\n<em> \u00dcberall, wo er auftrat, hat er unser ungarndeutsches Volk liebevoll angespornt an der Muttersprache, an unseren reichen Sitten und Br\u00e4uchen, aber auch an unserem Glauben festzuhalten. Es sei Pflicht, Aufgabe und Verantwortung der Eltern und Gro\u00dfeltern, unsere Kinder, die Erwachsenen von morgen, zur deutschen Muttersprache und Identit\u00e4t zur\u00fcckzuf\u00fchren. Das sind wir uns selber, unseren deutschen Vorfahren, sowie unserer Heimat Ungarn schuldig, und diese mit unserem Flei\u00df, unserem K\u00f6nnen, unseren Leistungen, unserem Geist und unserer Treue auch weiterhin bereichern, wie es \u00fcber mehr als zwei Jahrhunderte unsere Ahnen taten.<\/em><br \/>\n<em> In diesem Sinne hat Bischof Mayer am 11. Januar 1997 in der Pester Redoute am ersten Festtag der Ungarndeutschen Selbstverwaltungen unsere historischen Wahrzeichen, auch Symbole genannt, geweiht: unsere Fahne, unser Wappen und unsere Hymne, die die gleichen sind als die unserer heimatvertriebenen Landsleute, unter ihnen auch die Tante unseres Preistr\u00e4gers, die seit der Vertreibung in der Bundesrepublik Deutschland lebt.<\/em><br \/>\n<em> Herr Bischof Mayer bef\u00fcrwortete \u00fcberall die Notwendigkeit der Denkmal-Errichtung f\u00fcr die deutschen Opfer des I. und II. Weltkrieges, aber auch die Gr\u00fcndung der deutschen Soldatenfriedh\u00f6fe in S\u00fcdungarn war eine Herzensangelegenheit von ihm.<\/em><br \/>\n<em> Er feierte im vergangenen Jahr gleich zwei Jubil\u00e4en. Vor 50 Jahren wurde er zum Priester und vor 25 Jahren zum Di\u00f6zesanbischof geweiht.<\/em><br \/>\n<em> F\u00fcr alle seine unverg\u00e4nglichen Verdienste um das Ungarndeutschtum danken wir ihm mit dem Lenau Preis.\u201d<\/em> \u2013 betonte Lorenz Kerner in seiner Lobrede.<\/p>\n<p>Das \u201eN\u00e9meth-Gallusz-Duo\u201d aus Nagym\u00e1nyok und das Trio \u201eEnigma\u201d aus P\u00e9cs sorgten f\u00fcr die musikalische Untermalung der Veranstaltung.<\/p>\n<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-14291 gallery-columns-3 gallery-size-thumbnail'><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/16185560259_3e3ac16067_o.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/16185560259_3e3ac16067_o-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/16185878907_dd60bfd0d7_o.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/16185878907_dd60bfd0d7_o-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/16185762127_36650246cd_o.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/16185762127_36650246cd_o-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/16185554229_b6924024df_o.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/16185554229_b6924024df_o-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/16370058441_aee70180ae_o-1.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/16370058441_aee70180ae_o-1-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/15751689573_f5727c2c22_o.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/15751689573_f5727c2c22_o-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div><\/figure>\n\t\t<\/div>\n\n<p><em>Stefan Szeitz<\/em><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.flickr.com\/photos\/126588693@N04\/sets\/72157650071156727\/\" target=\"_blank\">Fotogalerie &gt;&gt;&gt;<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Lenau Preis 2014 wurde am 23. 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