{"id":14582,"date":"2015-02-06T09:30:31","date_gmt":"2015-02-06T08:30:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zentrum.hu\/?p=14582"},"modified":"2015-02-06T09:41:37","modified_gmt":"2015-02-06T08:41:37","slug":"museumdigital-ein-modernes-system-fur-heimatmuseen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/2015\/02\/museumdigital-ein-modernes-system-fur-heimatmuseen\/","title":{"rendered":"MuseumDigital \u2013 ein modernes System f\u00fcr Heimatmuseen"},"content":{"rendered":"<h5>M\u00f6chten Sie \u00fcber \u00e4hnliche Themen erfahren?<br \/>\nDr\u00fccken auch Sie ein Like auf die \u2013&gt; <a title=\"Ungarndeutsche Nachrichten\" href=\"http:\/\/facebook.com\/zentrumhu\" target=\"_blank\">Zentrum Facebook-Seite<\/a><\/h5>\n<p>Zu den Hauptgr\u00fcnden, ein Museum zu besuchen, geh\u00f6ren: Ausstellungsbesuch oder Teilnahme an einer Veranstaltung. Man erwartet von Museen oder Ausstellungen in erster Linie, dass sie uns etwas zeigen, das wir anderswo nicht oder nicht mehr finden.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/jaszmann-koschyk-heinek-354x266.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-14586 aligncenter\" title=\"Gabi Jaszmann im Gespr\u00e4ch mit Hartmut Koschyk und Otto Heinek (Foto: L\u00e1szl\u00f3 Bajtai)\" alt=\"jaszmann-koschyk-heinek-354x266\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/jaszmann-koschyk-heinek-354x266.jpg\" width=\"354\" height=\"266\" \/><\/a><\/p>\n<p>So ist es auch mit unseren ungarndeutschen Heimatmuseen! Wir m\u00f6chten auch dort etwas erleben, eine Anregung finden, eventuell forschen, uns bilden, aber auch ganz einfach die alten Gegenst\u00e4nde, die unsere Urgro\u00dfeltern, Gro\u00dfeltern noch tagt\u00e4glich benutzt haben, in guten H\u00e4nden wissen. Wir m\u00f6chten sie jederzeit ansehen d\u00fcrfen, sie unseren Kindern, Enkeln zeigen k\u00f6nnen. Und da die heutige Generation nicht auf Anhieb in Heimatmuseen \u201ereinzukriegen\u201c ist, kommt es gerade recht, wenn die Sch\u00e4tze der Museen auch im Internet zu finden sind.<\/p>\n<p>Sie sind in sehr geringer Zahl und verstreut, auf Webseiten der Ortschaften, der Selbstverwaltungen, hie und da auf museumsfachlichen Seiten platziert. Einen ersten Schritt, um sie auf ein gemeinsames Portal zu bringen, wagten wir unl\u00e4ngst durch ein Pilotprojekt, durch \u201eM\u00fazeumDigit\u00e1r\u201c, einer f\u00fcr Ungarn ausgearbeiteten Version vom deutschen MuseumDigital.<\/p>\n<p>Das Ziel war, jeweils 100 Ausstellungsobjekte aus f\u00fcnf ungarndeutschen Museen beziehungsweise Heimatstuben zu digitalisieren und im Internet verf\u00fcgbar zu machen. Die Schulung der Projektpartner im Bereich Objektfotografie geh\u00f6rte auch dazu, mit der Erwartung, dass die museumdigitale Software in die allt\u00e4gliche museologische Arbeit integriert wird. Die ersten f\u00fcnf Ortschaften, die es gewagt haben, sich f\u00fcr diese neue, f\u00fcr sie noch fremde M\u00f6glichkeit einzusetzen sind: Harast, Nimmesch, Schomberg, Tschasartet und Wetschesch. Weitere vier Kooperationspartner geh\u00f6ren mit zum Team: Gro\u00dftetting, Promontor, Wudigess und Wudersch.<\/p>\n<p>Die Partnersuche erfolgte aufgrund folgender Kriterien: sie sollten\u2028- die Digitalisierung ihrer Sammlungen wichtig finden; \u2028- bereit sein, sich neues Fachwissen anzueignen und neue Arbeitsbereiche, wie die Pflege des digitalen Katalogs, die Webkommunikation in ihren Arbeitsalltag zu integrieren;\u2028- l\u00e4ngerfristig an der Digitalisierung und dem selbst\u00e4ndigen Weiterf\u00fchren des im Projekt erstellten Onlinekatalogs interessiert sein.<\/p>\n<p>Nachdem Projektleiter Kriszti\u00e1n Fony\u00f3di sich \u00fcber die Lage und die individuellen Bed\u00fcrfnisse der Projektpartner ein Bild gemacht hatte, wurden die Projektleistungen auf jeden Partner einzeln zugeschnitten. Die Voraussetzungen vor Ort waren n\u00e4mlich ziemlich unterschiedlich: unter den Partnern befinden sich welche, die \u00fcberhaupt kein Inventar und somit auch keine Objektbeschreibungen haben, andere hatten keine verwertbaren Objektfotos, wieder andere mussten sich erst jemanden suchen, der sich mit dem Computer auskannte.<\/p>\n<p>Die Digitalisierung erfolgte in f\u00fcnf Schritten. Wo es n\u00f6tig war, wurden neue, professionelle Fotos von den Objekten gemacht. Die Mitarbeiter wurden dabei vom Fotografen des Projekts S\u00e1ndor Benk\u0151 mit wertvollen Ratschl\u00e4gen zur digitalen Objektfotografie versehen, und Kriszti\u00e1n Fony\u00f3di brachte ihnen die Grundlagen der M\u00fazeumDigit\u00e1r-Software bei. Nach einer digitalen Nachbearbeitung und der Hochladung von Objektdaten in die Software wurden die Objektdaten mit den Projektpartnern nochmals \u00fcberpr\u00fcft, und erst dann erfolgte die digitale Publikation der Objekte.<\/p>\n<p>Das Projekt startete im Herbst vergangenen Jahres, wurde von der Deutschen Botschaft in Ungarn finanziell gef\u00f6rdert, das Institut f\u00fcr Museumsforschung Berlin stellte die lizenzfreie Software zur Verf\u00fcgung, die Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen und das Ministerium f\u00fcr Humanressourcen (EMMI) unterst\u00fctzten es fachlich. Bei der Koordination wirkte das Fach- und Informationszentrum f\u00fcr ungarndeutsche Heimatmuseen in Wudersch mit.<\/p>\n<p>Am 19. Januar 2015 berichteten die Mitwirkenden bei einer Veranstaltung im Haus der Ungarndeutschen in Budapest \u00fcber die Ergebnisse des Projekts unter anderen vor Hartmut Koschyk, dem Beauftragten der Bundesregierung f\u00fcr Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, und Jens Waibel, dem Referenten f\u00fcr Kultur und Bildung der Deutschen Botschaft in Ungarn. Beide Herren waren mit den ersten Ergebnissen des Projekts zufrieden und versprachen ihre Unterst\u00fctzung zur Weiterf\u00fchrung.<\/p>\n<p>Bei den Zukunftspl\u00e4nen werden mehrere M\u00f6glichkeiten vor Augen gehalten, so die Erweiterung der Daten der bereits teilnehmenden Heimatmuseen mit entsprechenden Ton- und Videoaufnahmen, historischen Dokumenten, Schriften, die Aufnahme weiterer Heimatmuseen in das System und das Ausarbeiten museumsp\u00e4dagogischer Methoden zum vielf\u00e4ltigen Nutzen der M\u00fazeumDigit\u00e1r-Fl\u00e4che in den Schulen.\u2028Unsere Heimatmuseen sind oft gekennzeichnet durch Mangel an finanziellen und personellen Mitteln. H\u00e4ufig fehlt auch Erfahrung im Einsatz von Internet-Technologie. F\u00fcr die Erweiterung der Teilnehmerzahl spricht die Tatsache, dass durch dieses System vielleicht weitere Heimatmuseen schnell und einfach eine Bestandsaufnahme erstellen und dadurch eine museale Betriebserlaubnis bekommen k\u00f6nnten und gleichzeitig eine Internetpr\u00e4senz erlangen w\u00fcrden, alle ihre Objekte k\u00f6nnten online bekannt und recherchierbar gemacht werden. Auf diesen Seiten pr\u00e4sentieren Museen gemeinsam ihre Objekte, um mehr von den Sch\u00e4tzen zu zeigen, als auf vier (acht, zw\u00f6lf,\u2026) W\u00e4nden m\u00f6glich ist. Dazu kommt noch: kaum ein Museum kann alle von ihm verwahrten Objekte auf einmal zeigen. Vieles muss \u2013 kaum beachtet \u2013 in den Depots verbleiben.<\/p>\n<p>Wohl bemerkt: ein Webseiten-Besuch ersetzt bei weitem nicht den Museumsbesuch! Aber anhand der im Internet gefundenen Daten bekommt vielleicht der eine oder andere Appetit auf mehr und kehrt zu verschiedenen Anl\u00e4ssen auch in unsere Heimatmuseen ein.<\/p>\n<p><em>Gabi Jaszmann<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.museum-digital.de\/hu\/portal\" target=\"_blank\">MuseumDigital >>><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00f6chten Sie \u00fcber \u00e4hnliche Themen erfahren? Dr\u00fccken auch Sie ein Like auf die \u2013&gt; Zentrum Facebook-Seite Zu den Hauptgr\u00fcnden, ein Museum zu besuchen, geh\u00f6ren: Ausstellungsbesuch oder Teilnahme an einer Veranstaltung. Man erwartet von Museen oder Ausstellungen in erster Linie, dass sie uns etwas zeigen, das wir anderswo nicht oder nicht mehr finden. 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