{"id":15906,"date":"2015-03-27T09:00:36","date_gmt":"2015-03-27T08:00:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zentrum.hu\/?p=15906"},"modified":"2015-03-26T10:38:32","modified_gmt":"2015-03-26T09:38:32","slug":"ein-leben-fur-sprache-und-kultur","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/2015\/03\/ein-leben-fur-sprache-und-kultur\/","title":{"rendered":"Ein Leben f\u00fcr Sprache und Kultur"},"content":{"rendered":"<h5>M\u00f6chten Sie \u00fcber \u00e4hnliche Themen erfahren?<br \/>\nDr\u00fccken auch Sie ein Like auf die \u2013&gt; <a title=\"Ungarndeutsche Nachrichten\" href=\"http:\/\/facebook.com\/zentrumhu\" target=\"_blank\">Zentrum Facebook-Seite<\/a><\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Katharina Szab\u00f3, eine bestimmende Pers\u00f6nlichkeit des ungarndeutschen Bildungswesens, ist gestorben<br \/>\n<\/strong><br \/>\nKaum haben wir Theresia Klinger in Tarian am 7. M\u00e4rz unter gro\u00dfer Anteilnahme zu Grabe getragen, ist eine weitere bestimmende Pers\u00f6nlichkeit des ungarndeutschen Bildungswesens, Katharina Szab\u00f3 (Kreisz) in Taks von uns gegangen. Sie stand ihr ganzes Leben lang im Dienste der Schule, des Deutschunterrichts, der Weitergabe der ungarndeutschen Traditionen an die Kinder.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/szabo-kati-355x266.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-15907 aligncenter\" title=\"Katharina Szab\u00f3 bei der \u00dcbergabe des Goldenes Diploms im Jahre 2011\" alt=\"szabo-kati-355x266\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/szabo-kati-355x266.jpg\" width=\"355\" height=\"266\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sie hat in Taks den deutschen Nationalit\u00e4tenunterricht 1968, den zweisprachigen Unterricht 1989 eingef\u00fchrt. 1976 wurde sie Fachinspektorin der deutschen Nationalit\u00e4tensprache in den Komitaten Pesth und Naugrad.<\/p>\n<p>Katharina Kreisz wurde am 28. M\u00e4rz 1942 in Taks geboren. Als kleines Kind erlebte sie, wie die Verwandten aus dem Heimatort vertrieben wurden (lesen Sie die Geschichte unten). Sie studierte von 1956 bis 1960 an der Teleki-Blanka-Lehrerbildungsanstalt in F\u00fcnfkirchen, wo alle F\u00e4cher auf Deutsch unterrichtet wurden. In der Schule befasste sie sich viel mit der Erforschung von Traditionen, mit Mundarten und sammelte Volkslieder. Diese Ausbildung absolvierten in Ungarn insgesamt 36 Studierende. 1961 machte sie ein Praktikumsjahr, erwarb das ungarisch-deutsche Diplom f\u00fcr Unterstufenlehrer. 1971-73 studierte sie Deutsch als Nationalit\u00e4tensprache auf Lehramt an der Hochschule f\u00fcr Lehrerbildung in F\u00fcnfkirchen und 1988\/89 an der Budapester ELTE. Sie hat ihre Diplomarbeit zum Thema \u201eAngaben zur Siedlungsgeschichte und Volkskunde des Dorfes Taksony\u201c geschrieben und dazu viel Stoff \u00fcber Takser Traditionen, Br\u00e4uche gesammelt. Sie war in Taks vielleicht die einzige, von der man die Mundart noch erlernen konnte. Die Br\u00e4uche sammelte sie bei Familienmitgliedern, Nachbarn, \u00e4lteren Mitbewohnern, Mitgliedern des Chores. Sie hat Lieder und Geschichten auf Tonband aufgenommen. Zur Siedlungsgeschichte recherchierte sie im Landesarchiv und im Archiv des Komitats Pesth.<\/p>\n<p>Sie nahm an zahlreichen Fortbildungsma\u00dfnahmen in Deutschland und Ungarn teil. Von 1960 bis 2000 bet\u00e4tigte sie sich als Deutschlehrerin an der Nationalit\u00e4ten-Grundschule Taks, ab 1974 stand sie der Arbeitsgemeinschaft f\u00fcr Deutsch vor. Seit 1976 war sie Fachinspektorin der Komitate Pesth und Naurad. Sie leitete zahlreiche Weiterbildungen in Didaktik und Methodik f\u00fcr Lehrer und Kinderg\u00e4rtnerinnen im Bereich Deutsch als Nationalit\u00e4tensprache. Ab 1986 war sie Beraterin und Jurymitglied bei vielen Fachwettbewerben. Nach 1989 beteiligte sie sich an der Umschulung von Russischlehrern. 1997 wurde sie ins nationale Expertenregister aufgenommen. Sie organisierte Arbeitsgemeinschaften f\u00fcr Deutschlehrer auf Komitats- und Kreisebene. Mehrere Sch\u00fcler und Sch\u00fclerinnen von ihr wurden Deutschlehrer. Der zweisprachige Unterricht wurde durch ihre Mitwirkung im Komitat Pesth zuerst in Taks eingef\u00fchrt. Sie lektorierte zahlreiche Lehrb\u00fccher f\u00fcr Deutsch als Nationalit\u00e4tensprache, gab Lehrpl\u00e4ne heraus und betreute H\u00f6rmaterialien f\u00fcr den Sprachunterricht. Sie bearbeitete f\u00fcr die Oberstufe der Grundschule den gesamten Grammatikstoff in Form von Arbeitsbl\u00e4ttern.<\/p>\n<p>Auch in ihrer minderheitenpolitischen T\u00e4tigkeit setzte sie sich stets f\u00fcr den Deutschunterricht und die Pflege der Traditionen ein. In diesem Sinne arbeitete sie ab 1963 als Mitglied des Landesausschusses (sp\u00e4ter Landesrates) des Demokratischen Verbandes der Deutschen in Ungarn und in seinem Bildungsausschuss mit. Sie gr\u00fcndete den Freundeskreis von Taks und nahm an der Einrichtung des Takser Heimatmuseums teil. 1994 wurde sie zum Mitglied der \u00f6rtlichen deutschen Minderheitenselbstverwaltung gew\u00e4hlt. Sie sang bis zuletzt im \u00f6rtlichen Chor mit und bereitete sich mit Freude auf das 20-j\u00e4hrige Bestehen des Frauenchores vor.<\/p>\n<p>Sie wurde f\u00fcr ihre Verdienste \u00f6fters ausgezeichnet: Ministerielles Lob, Ehrenurkunde des Ministerrates der Volksrepublik Ungarn, Silbermedaille der Liga f\u00fcr V\u00f6lkerfreundschaft der DDR. 2012 dankte ihr die Heimatgemeinde f\u00fcr ihre vorz\u00fcgliche Arbeit mit dem Lebenswerkpreis.<\/p>\n<p>In ihrer Freizeit widmete sie sich dem Garten und der Handarbeit und l\u00f6ste gerne Kreuzwortr\u00e4tsel. Im geliebten Garten fand man sie am 10. M\u00e4rz tot auf. Sie wurde am 24. M\u00e4rz auf dem Friedhof ihres Heimatortes zu Grabe getragen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00f6chten Sie \u00fcber \u00e4hnliche Themen erfahren? Dr\u00fccken auch Sie ein Like auf die \u2013&gt; Zentrum Facebook-Seite Katharina Szab\u00f3, eine bestimmende Pers\u00f6nlichkeit des ungarndeutschen Bildungswesens, ist gestorben Kaum haben wir Theresia Klinger in Tarian am 7. 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