{"id":16294,"date":"2015-04-08T11:30:07","date_gmt":"2015-04-08T09:30:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zentrum.hu\/?p=16294"},"modified":"2015-04-08T10:01:45","modified_gmt":"2015-04-08T08:01:45","slug":"mia-san-an-zwoa-oatn-dahoam-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/2015\/04\/mia-san-an-zwoa-oatn-dahoam-2\/","title":{"rendered":"Mia san an zwoa Oatn dahoam"},"content":{"rendered":"<h5>M\u00f6chten Sie \u00fcber \u00e4hnliche Themen erfahren?<br \/>\nDr\u00fccken auch Sie ein Like auf die \u2013&gt; <a title=\"Ungarndeutsche Nachrichten\" href=\"http:\/\/facebook.com\/zentrumhu\" target=\"_blank\">Zentrum Facebook-Seite<\/a><\/h5>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Erlebnisbericht ungarndeutscher Studierender \u00fcber ihr Auslandssemester in M\u00fcnchen<\/strong><\/p>\n<p>Das Auslandssemester bedeutet im Leben eines Studenten moderner Sprachen und Kulturen immer etwas Besonderes, Einmaliges und Gewinnbringendes. Eben deshalb verlangt es lang dauernde Vorbereitungen in Bezug auf einen l\u00e4ngeren Aufenthalt in einem bis dato fremden Land. Bei uns dreien kam es dennoch anders.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/vagott_kep-150402115432-355x266.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-16295 aligncenter\" title=\"Mia san an zwoa Oatn dahoam\" alt=\"vagott_kep-150402115432-355x266\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/vagott_kep-150402115432-355x266.jpg\" width=\"355\" height=\"266\" \/><\/a><\/p>\n<p>Erst im September 2014 wurde uns von den Lehrkr\u00e4ften des Germanistischen Instituts der ELTE Bescheid gegeben, dass wir die M\u00f6glichkeit h\u00e4tten, das Semester in M\u00fcnchen zu verbringen \u2013 die Entscheidung musste nun schnell getroffen werden. Binnen eines Monats sa\u00dfen wir alle schon in den Vorlesungen an der Ludwig-Maximilians-Universit\u00e4t (LMU).<\/p>\n<p>Die meisten unserer Kommilitonen fahren dank dem europaweiten Erasmus-Programm f\u00fcr ein halbes Jahr ins Ausland. In unserem Fall handelte es sich aber um einen Rahmenvertrag, geschlossen zwischen der Internationalen Forschungsstelle f\u00fcr Mehrsprachigkeit (IFM) der LMU und dem Germanistischen Institut der ELTE, gef\u00f6rdert durch Mittel des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD). Im Programm \u201eF\u00f6rderung der deutschen Minderheiten Europas\u201c, durften drei Germanistikstudentinnen und -studenten mit Schwerpunkt Deutsch als Minderheitensprache an der ELTE \u2013 Rebeka Berz\u00e9ki, Izabella B\u00edr\u00f3 und Zolt\u00e1n Varga \u2013 das Wintersemester 2014\/15 an der LMU, immatrikuliert in Deutsch als Fremdsprache, absolvieren.<\/p>\n<p>An der LMU wurden wir in die T\u00e4tigkeit der IFM integriert. Die erst anderthalb Jahre alte Forschungsstelle unter der Leitung von Frau Professorin Claudia Maria Riehl will in unserer globalisierten Welt sowohl die individuelle als auch die gesellschaftliche Mehrsprachigkeit erforschen, f\u00f6rdern und unterst\u00fctzen; dazu nutzt sie unter anderem auch ausl\u00e4ndisches Potential. Bilanzierend zwischen Theorie und Praxis belegten wir aus diesem Zwecke solche Lehrveranstaltungen wie Psycholinguistik, Zweitspracherwerb oder eben Variet\u00e4tenlinguistik, welche nicht nur der k\u00fcnftigen Laufbahn angehender Lehrer des Deutschen als Fremdsprache dienen, sondern auch in den sprachwissenschaftlichen Besch\u00e4ftigungen mit der ungarndeutschen Minderheit anwendbar sind. Besonders herzerfreuend war das Interesse seitens der Mitarbeiter (von Frau Riehl und ihrer Kollegin Frau Julia Meyer) der IFM an der ungarndeutschen Minderheit, das sich in offenen Fragen innerhalb der einzelnen Vorlesungen artikulierte. In den Kursen tauchten ungarndeutsche Beispiele immer wieder auf, eingebettet in deutsche Sprachvariet\u00e4ten in Osteuropa oder eben in der Mehrschriftlichkeit, bei denen auf die uns bekannten Wissenschaftlernamen bezogen wurde. Die IFM organisierte des Weiteren am 28. J\u00e4nner 2015 einen<br \/>\nPlenarvortrag, in dem Frau Knipf, Frau Erb und Frau M\u00fcller von der ELTE ihre Ergebnisse in Bezug auf die Sprachsituation und das Schulwesen der Ungarndeutschen bekannt gaben.<\/p>\n<p>Da zwei von uns gerade ihre Abschlussarbeiten sichten, nutzten wir auch die Gegebenheiten deutscher Bibliotheken aus. Sie haben den enorm gro\u00dfen Vorteil ungarischen Bibliotheken gegen\u00fcber (au\u00dfer dem riesengro\u00dfen Vorrat an wissenschaftlichen Publikationen), dass sie bis in den sp\u00e4ten Abend ge\u00f6ffnet sind. Was aber die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft ihrer Kollegen angeht, k\u00f6nnten sie sich aufgrund unserer subjektiven Beobachtung etwas von unseren heimischen Sammlungen abgucken.<\/p>\n<p>An den Wochenenden unternahmen wir Ausfl\u00fcge in und rund um M\u00fcnchen. Wir konnten nach Berlin fliegen zu den Jubil\u00e4umsfeierlichkeiten um den Mauerfall vor 25 Jahren. Zwei von uns absolvierten ihre Praktika in ihren Nebenf\u00e4chern: Rebeka unterrichtete Kindern Sport, Zolt\u00e1n brachte Studierenden am Institut f\u00fcr Finnougristik\/Uralistik Ungarisch bei.\u2028Wir versuchten unser Auslandssemester trotz aller Schwierigkeiten sinnvoll zu gestalten, die deutsche Alltagskultur mitzuerleben und uns inter- und multikulturell zu entwickeln. Peirisch redn mia no ned, aber wir lernten das Gef\u00fchl des \u201eMia san dahoam\u201c-Seins kennen, wof\u00fcr wir unseren Dozentinnen, Frau Prof. Dr. Elisabeth Knipf, Frau Dr. Maria Erb und Frau Dr. M\u00e1rta M\u00fcller, weiterhin den Kolleginnen der IFM, insbesondere Frau Prof. Dr. Riehl und Frau Meyer sehr-sehr dankbar sind. Der Rahmenvertrag zwischen den zwei Instituten l\u00e4uft weiter, somit werden andere Kommilitonen ihre Erlebnisse mit uns teilen.<\/p>\n<p><em>Z. V.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00f6chten Sie \u00fcber \u00e4hnliche Themen erfahren? Dr\u00fccken auch Sie ein Like auf die \u2013&gt; Zentrum Facebook-Seite Erlebnisbericht ungarndeutscher Studierender \u00fcber ihr Auslandssemester in M\u00fcnchen Das Auslandssemester bedeutet im Leben eines Studenten moderner Sprachen und Kulturen immer etwas Besonderes, Einmaliges und Gewinnbringendes. 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