{"id":16968,"date":"2015-04-30T10:54:50","date_gmt":"2015-04-30T08:54:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zentrum.hu\/?p=16968"},"modified":"2015-04-30T10:54:50","modified_gmt":"2015-04-30T08:54:50","slug":"dasein-identitat-sprache-kunst-und-literatur-der-ungarndeutschen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/2015\/04\/dasein-identitat-sprache-kunst-und-literatur-der-ungarndeutschen\/","title":{"rendered":"\u201eDaSein\u201c \u2013 Identit\u00e4t, Sprache, Kunst und Literatur der Ungarndeutschen"},"content":{"rendered":"<h5>M\u00f6chten Sie \u00fcber \u00e4hnliche Themen erfahren?<br \/>\nDr\u00fccken auch Sie ein Like auf die \u2013&gt; <a title=\"Ungarndeutsche Nachrichten\" href=\"http:\/\/facebook.com\/zentrumhu\" target=\"_blank\">Zentrum Facebook-Seite<\/a><\/h5>\n<p><strong>Der Aspekt der Vielfalt<\/strong><\/p>\n<p>\u201eVielfalt\u201c als Schlagwort bildet hervorragend die T\u00e4tigkeit im Verband Ungarndeutscher Autoren und K\u00fcnstler ab. Individuelle Leistungen, die mit dem Hintergrund der deutschen Abstammung Autoren und bildende K\u00fcnstler in die Vereinst\u00e4tigkeit einbinden. Die gemeinsame Pr\u00e4sentation der Sektionen f\u00fcr bildende Kunst und Literatur bot auch am 24. April im Amt des Ombudsmanns f\u00fcr die Grundrechte einen Einblick in die T\u00e4tigkeitsfelder des Verbandes.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/rundtischgespr\u00e4ch.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-16929 aligncenter\" title=\"Angela Korb, \u00c1kos Matzon, Dr. Susanne Gerner, Otto Heinek, Dr. Erzs\u00e9bet Szalay-S\u00e1ndor und Emmerich Ritter (Foto: L\u00e1szl\u00f3 Bajtai)\" alt=\"rundtischgespr\u00e4ch\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/rundtischgespr\u00e4ch-510x382.jpg\" width=\"510\" height=\"382\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/rundtischgespr\u00e4ch-510x382.jpg 510w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/rundtischgespr\u00e4ch.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Grundidee einer Gemeinschaftsausstellung der VUdAK-Sektion f\u00fcr bildende Kunst im Amt des Ombudsmannes stammt von Bar\u00e1ts\u00e1g-Chefredakteurin Eva Mayer. Nach ausf\u00fchrlichen Vorbereitungsgespr\u00e4chen bei Dr. Erzs\u00e9bet Szalay-S\u00e1ndor, der f\u00fcr den Schutz der Rechte der Nationalit\u00e4ten in Ungarn zust\u00e4ndigen Stellvertreterin des Ombudsmanns, entstand das bemerkenswerte Konzept der Veranstaltung, das unter dem Titel \u201eDaSein\u201c realisiert wurde. Es handelt sich hierbei um eine Reihe zwecks Vorstellung der in Ungarn beheimateten und anerkannten dreizehn Nationalit\u00e4ten. Die erste Veranstaltung fand unter der Beteiligung von bildenden K\u00fcnstlern der Roma im Amt des Ombudsmannes statt.<\/p>\n<p><strong>Bekannte Elemente systematisiert<\/strong><\/p>\n<p>Die Aufgabe des Amtes des Ombudsmannes sei der Schutz der Grundrechte der ungarischen Staatsb\u00fcrger sowie das Mitverfolgen der zu sch\u00fctzenden Werte und Interessen der Nationalit\u00e4tengemeinschaften, hob Gastgeberin und Moderatorin des Rundtischgespr\u00e4chs, Dr. Erzs\u00e9bet Szalay-S\u00e1ndor, hervor. Hilfestellung und Zusammenarbeit seien wichtig, Grundvoraussetzung hierzu sei der Dialog, das Gespr\u00e4ch. Um das subjektive Erlebnis zu verst\u00e4rken, entstand die \u201eDaSein\u201c-Programmreihe.<\/p>\n<p>Mit reichem Fotomaterial illustriert umspannte der Vortrag der Soziologin Dr. Gy\u00f6rgyi Bindorffer den jahrhundertelangen Wandel der Identit\u00e4t der Deutschen in Ungarn. Vertreibungsdenkm\u00e4ler, Traditionen, Br\u00e4uche und Elemente der Kultur nahm die Referentin als Beispiel f\u00fcr die Identit\u00e4tskonstruktionen und die starke Gemeinschaftskoh\u00e4sion innerhalb der Gruppe.<\/p>\n<p>F\u00fcnfzehn Jahre empirische Forschung \u00fcber die (sprachliche) Identit\u00e4t junger Ungarndeutscher stellte Linguistin Dr. Susanne Gerner, Honorarkonsulin der Bundesrepublik Deutschland in F\u00fcnfkirchen, vor. Sprachverlust, additive Zweisprachigkeit und der Wandel der sprachlichen Kompetenzen waren die wichtigsten Punkte ihres Vortrags. Ein kritischer Punkt sei hinsichtlich des Sprachverlusts, ob in der Familie die Nationalit\u00e4tensprache weitergegeben und verwendet w\u00fcrde. Beide Referentinnen stellten eine komplexe Identit\u00e4tsdefinition vor: kumulativ, situativ und dynamisch, um nur einige Aspekte zu nennen. Wichtig sei das Vermerken des Unterschieds zwischen Kommunikations- und Identifikationssprachen, betonte Dr. Gerner.<\/p>\n<p><strong>Spannendes Rundtischgespr\u00e4ch<\/strong><\/p>\n<p>Reflexionen zu den Vortr\u00e4gen, die Frage der Wahrnehmung der Nationalit\u00e4tengemeinschaft seitens der Mehrheitsgesellschaft, gemeinsame Projekte der einzelnen ungarl\u00e4ndischen Nationalit\u00e4ten, die Positionierung und Bewertung der Deutschen in Ungarn, waren einige der interessanten Fragen, die Dr. Erzs\u00e9bet Szalay-S\u00e1ndor beim Rundtischgespr\u00e4ch den Teilnehmern stellte.<\/p>\n<p>\u00c1kos Matzon, Munk\u00e1csy-Preistr\u00e4ger, Sektionsvorsitzender des VUdAK f\u00fcr bildende Kunst, Robert Becker, Lyriker, Sektionsvorsitzender der VUdAK-Literatursektion, und Angela Korb, Autorin, VUdAK-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin, sprachen \u00fcber Kunst und Literatur. \u00c1kos Matzon betonte, dass sich der visuelle Unterricht in den Schulen in einer miserablen Lage bef\u00e4nde, aus dieser Sicht h\u00e4tten es die ungarndeutschen Autoren besser, da ungarndeutsche Literatur an zweisprachigen und Nationalit\u00e4tenschulen Lehrstoff sei. Auf seine provokative Aussage, dass sich das Ungarndeutschtum hinsichtlich der Reflexion der Mehrheitsgesellschaft in Ungarn in einem Reservatszustand bef\u00e4nde, erkl\u00e4rte Otto Heinek, LdU-Vorsitzender, dass die Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen stets daran arbeite, diesen Zustand zu verbessern. Er betonte, dass es wichtig sei, eine in die Zukunft gerichtete Identit\u00e4t zu schaffen, die nicht auf stetes Leid und Kummer zu bauen sei, deswegen begr\u00fc\u00dfe er Initiativen, Denkm\u00e4ler der Ansiedlung realisieren.<\/p>\n<p>Dass die Mehrheitsgesellschaft den Nationalit\u00e4ten wenig Beachtung schenke, sei keine Neuheit, sondern ein Trend, der seit der Zwischenkriegszeit andauere, betonte Historiker Dr. Ferenc Eiler. Exemplarisch erz\u00e4hlte Emmerich Ritter, Sprecher der deutschen Minderheit im Parlament, \u00fcber den Wandel der prim\u00e4ren sprachlichen Sozialisation in seiner Familie.<\/p>\n<p><strong>\u201eDaSein\u201c in der Kunst<\/strong><\/p>\n<p>Erfahren und Miterleben, das Kennen der Denkweise der Mentalit\u00e4t und der Probleme der Nationalit\u00e4tengemeinschaften seien wichtig, betonte Dr. Erzs\u00e9bet Szalay-S\u00e1ndor bei der Vernissage der Gemeinschaftsausstellung der VUdAK-Sektion f\u00fcr bildende Kunst. \u201eWir sind da\u201c, unterstrich Sektionsvorsitzender \u00c1kos Matzon und wies auf die kommende Ausstellung am 3. Juni in der Klebelsberg-Kulturkurie in Hidikut hin. Er betonte die Vielfalt als wichtigen Aspekt der Gemeinschaftsausstellung.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/geiger-marosi.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-16928 aligncenter\" title=\"Eva Maros und Georg Geiger bereicherten musikalisch die Vernissage (Foto: L\u00e1szl\u00f3 Bajtai)\" alt=\"geiger-marosi\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/geiger-marosi-510x382.jpg\" width=\"510\" height=\"382\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/geiger-marosi-510x382.jpg 510w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/geiger-marosi.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/a><\/p>\n<p>In die Ausstellung f\u00fchrte Kunsthistorikerin Borb\u00e1la Cseh ein, den musikalischen Rahmen boten Georg Geiger, Trompeter, Liszt- und Kossuth-Preistr\u00e4ger, und Harfenistin \u00c9va Maros, ebenfalls Liszt-Preistr\u00e4gerin. Passend zu den Kunstwerken lasen Robert Becker und Angela Korb Gedichte. Kunst als individuelle Leistung, mit dem Hintergrund der gemeinsamen Abstammung und der Vielfalt des sch\u00f6pferischen Instrumentariums von Formen, Farben, Symbolen und Bedeutungen, die der Betrachter f\u00fcr sich erschlie\u00dft, dies sind die Eckpunkte der bis zum 28 Mai zu besichtigenden \u201eDaSein\u201c-Ausstellung. Vertreten sind Josef Bartl, P\u00e9ter Berentz, Istv\u00e1n Dam\u00f3, Antal Dechandt, Jakob Forster, Julius Fr\u00f6mmel, Ingo Glass, L\u00e1szl\u00f3 Hajd\u00fa, L\u00e1szl\u00f3 Heitler, Gy\u00f6rgy Jovi\u00e1n, Manfred Karsch, G\u00e1bor Kov\u00e1cs-Gombos, Robert K\u00f6nig, Erzs\u00e9bet Lieber, Antal Lux, \u00c1kos Matzon, Adam Misch, Volker Schwarz, G\u00e9za Szily, Zsuzsa Trieb, J\u00e1nos Wagner.<\/p>\n<p>Die gelungene Pr\u00e4sentation bot auch Raum f\u00fcr Begegnungen, beim Empfang gab es Zeit f\u00fcr weiterf\u00fchrende Gespr\u00e4che.<\/p>\n<p><em>A. K.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00f6chten Sie \u00fcber \u00e4hnliche Themen erfahren? Dr\u00fccken auch Sie ein Like auf die \u2013&gt; Zentrum Facebook-Seite Der Aspekt der Vielfalt \u201eVielfalt\u201c als Schlagwort bildet hervorragend die T\u00e4tigkeit im Verband Ungarndeutscher Autoren und K\u00fcnstler ab. Individuelle Leistungen, die mit dem Hintergrund der deutschen Abstammung Autoren und bildende K\u00fcnstler in die Vereinst\u00e4tigkeit einbinden. 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