{"id":18397,"date":"2015-06-16T09:17:54","date_gmt":"2015-06-16T07:17:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zentrum.hu\/?p=18397"},"modified":"2015-06-17T13:08:34","modified_gmt":"2015-06-17T11:08:34","slug":"war-ungarn-nie-multikulturell-die-antwort-auf-die-frage","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/2015\/06\/war-ungarn-nie-multikulturell-die-antwort-auf-die-frage\/","title":{"rendered":"\u201eWar Ungarn nie multikulturell?\u201c- Die Antwort auf die Frage"},"content":{"rendered":"<h5>M\u00f6chten Sie \u00fcber \u00e4hnliche Themen erfahren?<br \/>\nDr\u00fccken auch Sie ein Like auf die \u2013&gt; <a title=\"Ungarndeutsche Nachrichten\" href=\"http:\/\/facebook.com\/zentrumhu\" target=\"_blank\">Zentrum Facebook-Seite<\/a><\/h5>\n<p>Emmerich Ritter, der parlamentarischer Sprecher der Ungarndeutschen verfasste einen Brief &#8211; eine sogenannte Frage des Nationalit\u00e4tensprechers &#8211; an Ministerpr\u00e4sidenten Viktor Orb\u00e1n mit dem Titel \u201eWar Ungarn nie multikulturell?&#8220;.<\/p>\n<p>Am 15. Juni 2015 beantwortete die Frage statt des Ministerpr\u00e4sidenten Bence R\u00e9tv\u00e1ri, parlamentarischer Staatssekret\u00e4r im Ministerium f\u00fcr Humanressourcen:<\/p>\n<div class=\"youtube-embed\" data-video_id=\"HeMwL1f7Zq0\"><iframe loading=\"lazy\" title=\"\u201eHatte Ungarn nie multikulturelle Gesellschaft?\u201d Magyarorsz\u00e1g sosem volt multikultur\u00e1lis t\u00e1rsadalom?\" width=\"696\" height=\"392\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/HeMwL1f7Zq0?feature=oembed&#038;enablejsapi=1\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe><\/div>\n<p>Die wortw\u00f6rtliche \u00dcbersetzung der Antwort lautet:<\/p>\n<p><em>\u201eGeehrter Herr Vorsitzender, geehrter Herr Sprecher, geehrtes Parlament,<\/em><\/p>\n<p><em>den Anfang der Antwort haben Sie teilweise bereits in Ihrer Frage gegeben, denn selbst Sie sagten, dass diese S\u00e4tze bewertet werden sollen, indem man sie ihrem Kontext betrachtet. Und tats\u00e4chlich: die beiden Begriffe \u201emultinational\u201d und \u201emultikulturell\u201d m\u00fcssen voneinander unterschieden werden. In Ungarn leben auch gegenw\u00e4rtig viele Nationalit\u00e4ten \u2013 auch hier im Parlament sind sie pr\u00e4sent, denn laut des neuen Grundgesetzes d\u00fcrfen seit 2014 auch deren Sprecher im Parlament anwesend sein. In Ungarn sind die Nationalit\u00e4ten, die unter uns leben \u2013 wie das auch im Grundgesetz verankert ist &#8211; Teile der ungarischen Nation, staatsbildende Faktoren. Dem gegen\u00fcber dient der Begriff \u201aMultikulturalismus\u2018 zur Bezeichnung des Aufeinandertreffens von Menschen, die aus verschiedenen Zivilisationen kommen. So wurde der Begriff auch in Westeuropa gebraucht, so wird er auch in Mitteleuropa verwendet. Es handelt sich also um eine ganz andere Situation. Wir stehen demgem\u00e4\u00df nicht eines Jahrhunderte w\u00e4hrenden Zusammenlebens, eines gemeinsamen Daseins in guter Beziehung gegen\u00fcber, es geht hier um etwas ganz anderes: wir stehen \u2013 und vor allem westeurop\u00e4ische L\u00e4nder stehen \u2013 dem Aufeinandertreffen von muslimischen, fernen L\u00e4ndern und Europ\u00e4ischen Gesellschaften mit christlichen Wurzeln gegen\u00fcber.<\/em><\/p>\n<p><em>Gestatten Sie mir, die Worte des Herrn Ministerpr\u00e4sidenten am 3. Juni zu zitieren: \u201aUngarn verf\u00fcgt \u00fcber multinationale Wurzeln und multinationalen kulturellen Hintergrund, dies ist aber kein Multikulturalismus! Multikulturalismus bedeutet das Zusammenleben von Leuten mit verschiedenen kulturellen Hintergr\u00fcnden; das Zusammenleben des Islams, asiatischer Religionen und des Christentums.\u2018 Das nationale Bekenntnis des Grundgesetzes, welches die b\u00fcrgerliche Regierungskoalition von Fidesz und der Christlich-Demokratischen Volkspartei vor einigen Jahren erlassen hat, formuliert folgenderma\u00dfen: \u201aWir manifestieren, dass die mit uns lebenden Nationalit\u00e4ten Teil der ungarischen politischen Gemeinschaft und staatsbildende Faktoren sind\u2018. Das hei\u00dft also, dass all die Nationalit\u00e4ten, die auch hier im Parlament durch einen Sprecher pr\u00e4sent sind, organische Teile der ungarischen Nation sind. In diesem Sinne haben wir im Dezember 2011 das Gesetz \u00fcber die Nationalit\u00e4ten angenommen, im Sinne eines anderen Beschlusses den 19. Januar zum Gedenktag der Vertreibung der Ungarndeutschen erkl\u00e4rt, und anhand einer wichtigen Entscheidung haben wir durch die Sprecher auch den Nationalit\u00e4ten Platz im Parlament gesichert; geschweige denn davon, dass wir im Jahre 2015 die Unterst\u00fctzung der Nationalit\u00e4ten um 51,4% erh\u00f6ht haben. Vielen Dank!\u201c<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/de\/2015\/06\/dass-ungarn-nie-multikulturell-gewesen-sei\/\" target=\"_blank\">Lesen Sie den Brief von Emmerich Ritter hier &gt;&gt;&gt;<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Emmerich Ritter, der parlamentarischer Sprecher der Ungarndeutschen verfasste einen Brief an Ministerpr\u00e4sidenten Viktor Orb\u00e1n mit dem Titel \u201eWar Ungarn nie multikulturell?&#8220;. Am 15. 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