{"id":19437,"date":"2015-07-31T09:43:20","date_gmt":"2015-07-31T07:43:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zentrum.hu\/?p=19437"},"modified":"2015-07-31T09:43:20","modified_gmt":"2015-07-31T07:43:20","slug":"partnerschaft-beim-stadtfest-gefeiert-25-jahre-grosturwall-susen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/2015\/07\/partnerschaft-beim-stadtfest-gefeiert-25-jahre-grosturwall-susen\/","title":{"rendered":"Partnerschaft beim Stadtfest gefeiert 25 Jahre Gro\u00dfturwall &#8211; S\u00fc\u00dfen"},"content":{"rendered":"<h5>M\u00f6chten Sie \u00fcber \u00e4hnliche Themen erfahren?<br \/>\nDr\u00fccken auch Sie ein Like auf die \u2013&gt; <a title=\"Ungarndeutsche Nachrichten\" href=\"http:\/\/facebook.com\/zentrumhu\" target=\"_blank\">Zentrum Facebook-Seite<\/a><\/h5>\n<p>Auf Einladung von S\u00fc\u00dfen war vom 10. bis zum 12. Juli eine etwa 70-k\u00f6pfige Delegation zu Gast in Baden-W\u00fcrttemberg, um im Rahmen des Stadtfestes das 25-j\u00e4hrige Bestehen der Partnerschaft zwischen S\u00fc\u00dfen und Gro\u00dfturwall\/T\u00f6r\u00f6kb\u00e1lint zu feiern.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/su-ssen_800x533-399x266.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-19438 aligncenter\" alt=\"su-ssen_800x533-399x266\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/su-ssen_800x533-399x266.jpg\" width=\"399\" height=\"266\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die freundschaftlichen Kontakte beschleunigten sich in den Zeiten der politischen Umw\u00e4lzungen in Europa, haben aber ihre tiefen Wurzeln in der Zeit um 1945. Kaum war der Zweite Weltkrieg zu Ende, als deutsche Familien ihre angestammte Heimat in Osteuropa verlassen mussten. Flucht und Vertreibung bestimmten diese Zeit. Aus Gro\u00dfturwall wurden in drei Transporten \u00fcber 2000 Ungarndeutsche vertrieben.<\/p>\n<p>Etwa 900 deutsche Familien in Gro\u00dfturwall mussten im Februar 1946 die Fr\u00fcchte ihres Flei\u00dfes aufgeben. Sie mussten Verm\u00f6gen, Haus und Hof zur\u00fccklassen und fuhren in G\u00fcterwaggons in eine ungewisse Zukunft bis G\u00f6ppingen. \u00dcber 250 Vertriebene von ihnen strandeten im damals noch recht kleinen Ort S\u00fc\u00dfen. Damit begann im Februar 1946 f\u00fcr manche Gro\u00dfturwaller ein neues Leben in der neuen Heimat. Sie konnten aber die alte nicht vergessen. Viele Verwandte und Freunde blieben daheim, und die enge Verbundenheit zwischen den Menschen wurde auch in der Zeit des \u201eKalten Krieges\u201c gepflegt. Diese Verbundenheit und die Gef\u00fchle gegen\u00fcber der alten Heimat bildeten die Basis f\u00fcr die Gr\u00fcndung des Ungarndeutschen Vereins in S\u00fc\u00dfen. Infolge der \u00f6kumenischen Fahrten nach Gro\u00dfturwall unter der Leitung von Pfarrer Kilian H\u00f6nle entstanden in den 1970er Jahren viele neue Kontakte, die zu gegenseitigen Einladungen von Organisationen f\u00fchrten.<\/p>\n<p>Der Wunsch von Gro\u00dfturwall, eine Partnerschaft mit S\u00fc\u00dfen abzuschlie\u00dfen, ging am 16. Juni 1990 mit der feierlichen Unterzeichnung der Urkunde in Erf\u00fcllung. Danach vertieften sich die Beziehungen noch weiter. Nicht nur in Kultur, Sport und Bildung, sondern auch im Privaten gab es immer neue Ankn\u00fcpfungspunkte. Zehn Jahre sp\u00e4ter erneuerte man die St\u00e4dtepartnerschaft am 20. August 2010 mit einer Beurkundung durch die beiden St\u00e4dte. Zahlreiche Veranstaltungen, wie z. B. Sch\u00fcleraustausch, gegenseitige Besuche der Vereine und der Ch\u00f6re, gemeinsame Teilnahme am Stadtfest in S\u00fc\u00dfen oder am Maifest in Gro\u00dfturwall machen die Beziehung enger und noch bunter. Ebenso waren  die Stadterhebungen beider Orte, die Einweihung des neuen Schulzentrums in Gro\u00dfturwall, der Bau der evangelisch-reformierten Kirche und des Gemeindemuseums in Gro\u00dfturwall mit S\u00fc\u00dfener Unterst\u00fctzung bis hin zu Altkleider-Spendenaktionen Stationen, die die Partnerschaft mit Leben f\u00fcllten.<\/p>\n<p>Aktueller H\u00f6hepunkt war nun im Juli das Stadtfest in S\u00fc\u00dfen, das ganz im Zeichen des Jubil\u00e4ums der St\u00e4dtepartnerschaft mit Gro\u00dfturwall stand. Mit der feierlichen Er\u00f6ffnung der Ausstellung \u201e25 Jahre St\u00e4dtepartnerschaft\u201c im Rathaus, dem Auftritt der Gro\u00dfturwaller Musikanten und den Reden der B\u00fcrgermeister Mark Kersting (S\u00fc\u00dfen) und S\u00e1ndor Elek (Gro\u00dfturwall) nahm das Stadtfest seinen Anfang. Zu den H\u00f6hepunkten des Festes geh\u00f6rte das gro\u00dfe Konzert in der Neuen Marienkirche, wo au\u00dfer den Gro\u00dfwurtaller Musikanten das Sinfonieorchester der S\u00fc\u00dfener Kolpingmusikschule, das Collegium Cantabile des Liederkranz Germania S\u00fc\u00dfen 1842 e.V. und der Katholische Kirchenchor auftraten. Zu Beginn lie\u00dfen die beiden B\u00fcrgermeister, der 1. Vorsitzende der Deutschungarischen Ortsgemeinschaft S\u00fc\u00dfen, Markus Czinszky, die Vorsitzende der Deutschen Selbstverwaltung in Gro\u00dfturwall, Magdalena Megyaszai-Mammel, die Jugendbeir\u00e4te beider St\u00e4dte, \u00c1kos Hadik, Peter Gormann und Jonas Jonas Denk sowie Tanja Kitzmann noch einmal die wichtigsten Ereignisse dieser zweieinhalb Jahrzehnte Revue passieren. Die Zuh\u00f6rer erfuhren vieles \u00fcber die wichtigsten Ereignisse und die sch\u00f6nsten Momente der langj\u00e4hrigen Zusammenarbeit.<\/p>\n<p><em>Elisabeth Bal\u00e1zs<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00f6chten Sie \u00fcber \u00e4hnliche Themen erfahren? Dr\u00fccken auch Sie ein Like auf die \u2013&gt; Zentrum Facebook-Seite Auf Einladung von S\u00fc\u00dfen war vom 10. bis zum 12. Juli eine etwa 70-k\u00f6pfige Delegation zu Gast in Baden-W\u00fcrttemberg, um im Rahmen des Stadtfestes das 25-j\u00e4hrige Bestehen der Partnerschaft zwischen S\u00fc\u00dfen und Gro\u00dfturwall\/T\u00f6r\u00f6kb\u00e1lint zu feiern. 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