{"id":19721,"date":"2015-08-25T10:39:41","date_gmt":"2015-08-25T08:39:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zentrum.hu\/?p=19721"},"modified":"2015-08-25T10:39:41","modified_gmt":"2015-08-25T08:39:41","slug":"145-jahre-agendorfer-blaskapelle-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/2015\/08\/145-jahre-agendorfer-blaskapelle-2\/","title":{"rendered":"145 Jahre Agendorfer Blaskapelle"},"content":{"rendered":"<h5>M\u00f6chten Sie \u00fcber \u00e4hnliche Themen erfahren?<br \/>\nDr\u00fccken auch Sie ein Like auf die \u2013&gt; <a title=\"Ungarndeutsche Nachrichten\" href=\"http:\/\/facebook.com\/zentrumhu\" target=\"_blank\">Zentrum Facebook-Seite<\/a><\/h5>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Agendorf: Die Ergebnisse der 145 Jahre ihres Bestehens kann die Blaskapelle stolz auf ihre Fahne schreiben<\/strong><\/p>\n<p>Die Blaskapelle in Agendorf wurde 1870 neben dem damals schon sieben Jahre alten Chor gegr\u00fcndet. Da aus der damaligen Zeit keine vollst\u00e4ndigen schriftlichen Aufzeichnungen vorliegen, ist \u00fcber die fr\u00fchere T\u00e4tigkeit der Kapelle nur wenig bekannt. Das Dorf hatte in den 1920-er und 1930-er Jahren zwei Kapellen, die von den Einwohnern in den schwierigen Zeiten nur schwer finanziert werden konnten. Im Jahre 1927 wurde sogar eine Tombola veranstaltet, von deren Erl\u00f6s in H\u00f6he von 2400 Kronen Musikinstrumente gekauft wurden. Die Musiker haben auf ihren eigenen Instrumenten gespielt, die J\u00fcngeren lernten von den \u00c4lteren. Nicht alle konnten Noten lesen, viele von ihnen spielten nach Geh\u00f6r.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/agendorf-blaskapelle1_800x533-399x266.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-19723 aligncenter\" title=\"145 Jahre Agendorfer Blaskapelle (Foto: P\u00e9ter N\u00e9meth)\" alt=\"agendorf-blaskapelle1_800x533-399x266\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/agendorf-blaskapelle1_800x533-399x266.jpg\" width=\"399\" height=\"266\" \/><\/a><\/p>\n<p>Bei den Dorffesten, Hochzeiten und Beerdigungen war die Kapelle immer fester Bestandteil des Geschehens. Auch vom ber\u00fchmten Burschentanz, der zu den wichtigsten Traditionen der Region z\u00e4hlt, war sie kaum wegzudenken. Nach Aufzeichnungen aus dem Jahr 1936 konnten die Musiker unter der Leitung von Dirigent Mathias F\u00fcrster beim Wettbewerb der Blaskapellen in Westungarn gro\u00dfe Erfolge f\u00fcr sich verbuchen.<\/p>\n<p>Nach 1945 wurde die Kapelle von Mathias Lagler und Johann Vass neu organisiert. In der ersten Zeit hielt sie sich vom Erl\u00f6s ihrer Veranstaltungen \u00fcber Wasser, sp\u00e4ter wurde ihre T\u00e4tigkeit aus staatlichen F\u00f6rderungen und durch Unterst\u00fctzungen von verschiedenen Unternehmen finanziert. Auch Robert Payer, ein geb\u00fcrtiger Agendorfer, begann seine musikalische Laufbahn in dieser Kapelle, sp\u00e4ter wurde er Gr\u00fcnder und Dirigent der Original Burgenland-Kapelle und lie\u00df dem Orchester im Laufe der Jahre viel Notenmaterial zukommen.<\/p>\n<p>Die Kapelle ist aktive Teilnehmerin bei den Veranstaltungen der umliegenden D\u00f6rfer, St\u00e4dte und nimmt auch an zahlreichen Events auf Komitats- und Landesebene teil. Beim Volksmusikfestival der Blaskapellen 1975 hat es die Qualifikation \u201eGoldene Laute\u201c, 1978 die Qualifikation \u201eDiplom Goldene Laute\u201c erhalten, zun\u00e4chst unter der Leitung von Johann Vass, sp\u00e4ter unter der Leitung von Mathias Kranixfeld. Unter seiner Leitung gewann das Orchester auch zwei hervorragende S\u00e4ngerinnen, seine Frau Ani und Teri, die Gattin des Fl\u00fcgelhornspielers Michael Graf, haben das Publikum durch ihre Lieder erfreut.<\/p>\n<p>Der ehemalige Direktor der Musikschule \u00d6denburg, Johann Fohner, stand dem Orchester bis 2013 vor, dann \u00fcbernahm der Agendorfer Mathias Prinner den Dirigentenstab. Die Musik ist durch einen eigenartigen Stil gepr\u00e4gt, der in erster Linie auf die Pflege von Traditionen ausgerichtet ist. Die Kapelle hatte immer viele Unterst\u00fctzer und Helfer. Man denkt bis heute noch gern an Johann Paar und Johann Sir, die den Gro\u00dfteil ihrer Freizeit mit der Kapelle verbracht haben.<\/p>\n<p>Die Kapelle folgt gerne Einladungen aus den Partnerst\u00e4dten und trat mehrmals in Schefflenz, Bad Wimpfen, Loipersbach, Schattendorf und Cham auf, sie war aber auch in Frankreich, Bulgarien, Portugal, Kroatien, der Tschechischen Republik und sogar in Tunesien auf Tournee. Dank den intensiven Beziehungen zu den Majoretten in \u00d6denburg begleiteten diese das Orchester zu zahlreichen Auftritten im In- und Ausland.<\/p>\n<p>Der vor einigen Jahren eingerichtete Probesaal bietet angemessene Bedingungen f\u00fcr die fachliche Arbeit, die Proben finden w\u00f6chentlich statt. Unter dem umfangreichen Notenmaterial harren noch mehrere hundert Musikst\u00fccke der Auff\u00fchrung, das Orchester trifft immer eine passende Auswahl f\u00fcr den jeweiligen Auftritt, so zum Beispiel f\u00fcr die Gala der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen oder f\u00fcr die Feierlichkeiten zum Gedenken an die Vertreibung in der \u00f6rtlichen evangelischen Kirche.<\/p>\n<p>Die Blaskapelle ist seit 15 Jahren als eingetragener Verein t\u00e4tig. Das \u00e4lteste Mitglied, Fl\u00fcgelhornist Nandor Kolosits, ist 82 Jahre alt, die j\u00fcngste Musikerin N\u00f3ra Varga spielt Klarinette und ist 11 Jahre alt. Die Gr\u00fcndung des Vereins verbindet sich mit dem Namen von Gyula Husz\u00e1r, der der erste Vereinsvorsitzende war. Der jetzige Vorsitzende Istv\u00e1n K\u00e1lm\u00e1n f\u00fchrt schon seit neun Jahren die Gesch\u00e4fte, die von der Organisierung der Auftritte bis hin zur Beschaffung von F\u00f6rdermitteln viele Aufgaben umfassen und insgesamt einen harten Job bedeuten.<\/p>\n<p>Die Ergebnisse der 145 Jahre ihres Bestehens kann die Blaskapelle stolz auf ihre Fahne schreiben, sie sind aber gleichzeitig auch mit einer gro\u00dfen Verantwortung verbunden, denn es ist keine leichte Aufgabe im Zeitalter einer intensiven elektronischen Berieselung, Zeit f\u00fcr traditionelle Musik zu finden und f\u00fcr deren Akzeptanz zu sorgen.<\/p>\n<p><em>(Quelle:\u00a0Karl Weinberger)<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00f6chten Sie \u00fcber \u00e4hnliche Themen erfahren? Dr\u00fccken auch Sie ein Like auf die \u2013&gt; Zentrum Facebook-Seite Agendorf: Die Ergebnisse der 145 Jahre ihres Bestehens kann die Blaskapelle stolz auf ihre Fahne schreiben Die Blaskapelle in Agendorf wurde 1870 neben dem damals schon sieben Jahre alten Chor gegr\u00fcndet. 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