{"id":2000,"date":"2011-02-10T13:29:29","date_gmt":"2011-02-10T12:29:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zentrum.hu\/?p=2000"},"modified":"2014-01-06T13:30:41","modified_gmt":"2014-01-06T12:30:41","slug":"entrechtungen-in-budaors-1944-1948-buchvorstellung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/2011\/02\/entrechtungen-in-budaors-1944-1948-buchvorstellung\/","title":{"rendered":"Entrechtungen in Buda\u00f6rs (1944-1948) &#8211; Buchvorstellung"},"content":{"rendered":"<p>Am 9. Februar 2011 fand die Buchvorstellung des vom Buda\u00f6rser Jakob Bleyer Heimatmuseum ver\u00f6ffentlichten zweisprachigen Studienbandes &#8222;Entrechtungen in Buda\u00f6rs (1944-1948)&#8220; im Haus der Ungarndeutschen statt. An der Veranstaltung nahmen alle Autoren des Bandes teil. Das Buch wurde vom Professor P\u00e1l Pritz vorgestellt.<\/p>\n<p>Pritz interpretierte das Buch als eine Geste gegen\u00fcber den in den 40er Jahren entrechteten Ungarndeutschen. Das Werk bearbeitet die Ortsgeschichte von Buda\u00f6rs, aber laut Pritz gibt es keine pr\u00e4gnanten Unterschiede zwischen lokaler Geschichte und der Geschichte eines Landes, es z\u00e4hlt nur die Niveau. Pritz wies darauf hin, dass man bei der Untersuchung der behandelten Ereignisse nicht vergessen darf, dass Recht und Gerechtigkeit nicht dasselbe sei und dass die Rolle der ungarischen Staatsmacht und Gesellschaft weder versch\u00f6nern, noch schlimmer dargestellt werden sollte. Als Kritik f\u00fcgte er hinzu, dass der Band ein Namenregister ben\u00f6tigt h\u00e4tte, aber er meinte, dass man durch das Werk die Geschehnisse gut kennenlernen k\u00f6nne.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/buchvorstellungbudaors.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/buchvorstellungbudaors.jpg\" alt=\"buchvorstellungbudaors\" width=\"420\" height=\"315\" class=\"alignnone size-full wp-image-1998\" \/><\/a><\/p>\n<p>Andr\u00e1s Gr\u00f3sz, der Herausgeber der Publikation sprach \u00fcber die Vorgeschichte des Bandes. Nach den Feierlichkeiten anl\u00e4sslich des 60. Jahrestages der Vertreibung im Jahre 2006 tauchte die Idee einer Forschungsarbeit in Buda\u00f6rs auf. Erst 2008 wurde klar, dass die Arbeiten in einem Buch ver\u00f6ffentlicht werden. Als Quellen dienten neben Archivdokumenten und Zeitzeugeninterviews Beitr\u00e4ge aus der Unseren Post oder dem Unser Hauskalender, die Arbeiten von J\u00f3zsef Hauser und J\u00f3zsef L\u00e1szl\u00f3 Kov\u00e1cs, dem fr\u00fcheren Direktor des Heimatmuseums. Im Band werden sechs Studien ver\u00f6ffentlicht, von denen zwei Zeitzeugeninterviews bearbeiten.<\/p>\n<p>Nach dem Herausgeber sprachen die einzelnen Autoren \u00fcber ihre Arbeit am Buch. \u00c1gnes T\u00f3th verfasste die einleitende Abhandlung, in der sie unter anderem \u00fcber das Potsdam-Syndrom schrieb. Andr\u00e1s Gr\u00f3sz befasste sich mit dem Schicksal der im Jahre 1944 aus Buda\u00f6rs gefl\u00fcchteten Deutschen. R\u00e9ka Marchut untersuchte den Ablauf und die Vorgeschichte der Vertreibungen selbst, dabei achtete sie darauf, dass die dazu geh\u00f6renden Mythen sie nicht beeinflussen. Szabina Bogn\u00e1r n\u00e4herte die Frage aus juristischer Sichtpunkt an, indem sie das Schicksal des deutschen Verm\u00f6gens verfolgte. \u00c1gnes K\u00e1lm\u00e1n machte mit Buda\u0151rser, Kl\u00e1ra Steinhauser machte mit Vertriebenen Interviews, die sie auch bearbeiteten<\/p>\n<p>Die Teilnehmer der Buchvorstellung waren sich einig, dass die neue Ver\u00f6ffentlichung eine wichtige und niveauvolle Darstellung ist, der hoffentlich mehrere \u00e4hnliche Werke folgen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 9. Februar 2011 fand die Buchvorstellung des vom Buda\u00f6rser Jakob Bleyer Heimatmuseum ver\u00f6ffentlichten zweisprachigen Studienbandes &#8222;Entrechtungen in Buda\u00f6rs (1944-1948)&#8220; im Haus der Ungarndeutschen statt. An der Veranstaltung nahmen alle Autoren des Bandes teil. Das Buch wurde vom Professor P\u00e1l Pritz vorgestellt. 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