{"id":20203,"date":"2015-09-10T09:29:54","date_gmt":"2015-09-10T07:29:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zentrum.hu\/?p=20203"},"modified":"2015-09-10T09:29:54","modified_gmt":"2015-09-10T07:29:54","slug":"theresia-ronai-1943-2015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/2015\/09\/theresia-ronai-1943-2015\/","title":{"rendered":"Theresia R\u00f3nai (1943 &#8211; 2015)"},"content":{"rendered":"<p><em>Ermuntert einander mit Psalmen und Lobges\u00e4ngen und geistlichen Liedern, singt und spielt dem Herrn in euren Herzen. (Epheser 5:19)<\/em><\/p>\n<p>Theresia R\u00f3nai, geb. Kiszler, erblickte am 25. Dezember 1943 in einer deutschen Familie in Ziko\/Cik\u00f3 das Licht der Welt. Ihren Lebensabend verbrachte sie mit Tochter und Enkelin im Elternhaus. Schon als kleines Kind lernte sie die deutschen Volkslieder kennen, ohne Singen konnte sie auch sp\u00e4ter nicht leben. Ihr Motto war immer \u201eSingen heilt die Seele\u2026\u201c. Musik und Gesang spielten in ihrem Leben eine wichtige Rolle.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/ronai-terike_800x533-399x266.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-20204 aligncenter\" title=\"Bei der \u00dcbernahme der Auszeichnung \u201ePro Cultura Minoritatum Hungariae\u201c\" alt=\"ronai-terike_800x533-399x266\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/ronai-terike_800x533-399x266.jpg\" width=\"399\" height=\"266\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Grundschule besuchte sie in ihrem Heimatort, das Abitur machte sie am S\u00e1ndor-Pet\u0151fi-Gymnasium in Bonnhard. An der P\u00e4dagogischen Hochschule in F\u00fcnfkirchen erwarb sie ihr Diplom als Lehrerin f\u00fcr Deutsch, Ungarisch und Musik. Ihre p\u00e4dagogische T\u00e4tigkeit begann sie an der Mih\u00e1ly-V\u00f6r\u00f6smarty-Grundschule in Bonnhard, wo sie bis zu ihrer Pensionierung arbeitete. Als junge P\u00e4dagogin half sie mit, in der V\u00f6r\u00f6smarty-Grundschule 1971 den deutschen Nationalit\u00e4tenunterricht und im Schuljahr 1986\/87 den zweisprachigen Unterricht einzuf\u00fchren. Sie versuchte schon damals, in den Unterricht die Volkskunde mit einzubeziehen.<br \/>\nSie gr\u00fcndete einen Sch\u00fclerkreis, in dem die Kinder mit Herz und Seele ungarndeutsche Sitten und Br\u00e4uche, Volkslieder und Kinderspiele kennen lernen und dann auf die B\u00fchne stellen konnten, auch bei Veranstaltungen des \u00f6rtlichen Deutschklubs, zur Freude der \u00e4lteren Generation. Sp\u00e4ter hat Theresia R\u00f3nai mit den Schulkindern das von ihrer Mutter in der Umgebung von Bonnhard gesammelte Christkindelspiel vorgetragen. In den achtziger Jahren haben die Sch\u00fcler ihr K\u00f6nnen auch beim Wettbewerb \u201eReicht br\u00fcderlich die Hand!\u201c bewiesen. Sie ernteten gro\u00dfen Erfolg beim Festival der Nationalit\u00e4ten in B\u00e9k\u00e9scsaba. Beim Wettbewerb Rolf Zukowski holten sich ihre Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler mit der \u201eVogelhochzeit\u201c den 1. Platz.<\/p>\n<p>36 Jahre lang leitete Theresia R\u00f3nai den Kinderchor der V\u00f6r\u00f6smarty-Grundschule, begleitete den Chor mehrmals nach Deutschland. Sie half tatkr\u00e4ftig bei der Kontaktaufnahme mit den deutschen Schulen in Freiberg und in Wernau, der Partnerstadt von Bonnhard, mit. Sie nutzte jede M\u00f6glichkeit, die deutschen Sprachkenntnisse ihrer Sch\u00fcler zu erweitern und zu vertiefen. Der Sch\u00fcleraustausch mit dem Schullandheim in Bautzen und dem Ferienlager B\u00e9latelep erwiesen sich ebenfalls als ausgezeichnete Sprach\u00fcbung.<\/p>\n<p>In den achtziger und neunziger Jahren war sie zuerst als Gruppenleiterin, dann als Lagerleiterin im deutschen Nationalit\u00e4ten-Leselager in Waroli t\u00e4tig, wo die Kinder und Jugendlichen n\u00e4here Bekanntschaft mit Sitte und Brauch, T\u00e4nzen, Liedern, Gedichten und Speisen der Ungarndeutschen schlie\u00dfen konnten.<\/p>\n<p>Neben der Leitung des Kinderchors der V\u00f6r\u00f6smarty-Grundschule und des Gemischten Chors der Stadt Bonnnhard \u00fcbernahm Theresia R\u00f3nai auch die Leitung des Chors des Deutschen Kulturvereins, der heuer seinen 35. Geburtstag feiert. Sorgf\u00e4ltig stellte sie Lieder zusammen, achtete sehr darauf, einen m\u00f6glichst einheitlichen Klang zu erreichen, egal, ob es um Volkslieder oder um Kirchenlieder ging.<\/p>\n<p>Auch in ihrem Heimatdorf Ziko stand sie seit Jahrzehnten an der Spitze eines ungarndeutschen Chores, leitete auch den Chor in Kleindorog. Diese Ch\u00f6re sangen oft in der deutschsprachigen Messe in F\u00fcnfkirchen sowie bei sonstigen kirchlichen und weltlichen Veranstaltungen.<\/p>\n<p>Theresia R\u00f3nai interessierte sich seit ihren Studienjahren f\u00fcr Sitte und Brauch der Ungarndeutschen und f\u00fcr Heimatkunde. Sie half ihrer Mutter bei der Zusammenstellung und schriftlichen Fassung des Buches \u201eBei uns in Cik\u00f3\u201c. In letzter Zeit arbeitete sie an einer Volksliedersammlung der Umgebung, damit sie auch f\u00fcr die Nachkommen erhalten und erreichbar bleiben.<br \/>\nAls Vorsitzende der Deutschen Selbstverwaltung in Ziko und Vizevorsitzende der Sektion Kirchenmusik beim Landesrat der ungarndeutschen Ch\u00f6re, Kapellen und Tanzgruppen konnte sie ihre Erfahrungen hervorragend nutzen und weitergeben. Gerne war sie bereit, Studierenden beim Schreiben ihrer Diplomarbeiten mit Rat und Tat beizustehen.<\/p>\n<p><strong>Ihre Arbeit wurde mit folgenden Preisen anerkannt<\/strong><\/p>\n<p>1994: Goldenes Verdienstkreuz der Republik Ungarn<br \/>\n1999: Mer\u00e9sz-Konr\u00e1d-Preis (gestiftet durch die Stadt Bonnhard f\u00fcr herausragende p\u00e4dagogische und gesellschaftliche T\u00e4tigkeit)<br \/>\n2000: F\u00fcr das Ungarndeutschtum in der Tolnau<br \/>\n2007: Gedenkurkunde f\u00fcr herausragende T\u00e4tigkeit im Bereich Volkskunde<br \/>\n2007: Stefan-Kerner-Preis<br \/>\n2008: K\u00d3TA-Preis in der Kategorie Nationalit\u00e4tenarbeit<br \/>\n2010: Ehrennadel in Gold f\u00fcr das Ungarndeutschtum<br \/>\n2013: Pro Cultura Minoritatum Hungariae (F\u00fcr die Kultur der Minderheiten in Ungarn)<br \/>\nTheresia R\u00f3nai, geborene Kiszler \u2013 Terike, Resi \u2013 schloss nach schwerer, mit W\u00fcrde ertragenen Krankheit am 26. August 2015 f\u00fcr immer die Augen und kehrte zu ihrem Herrn zur\u00fcck. Ruhe in Frieden!<br \/>\nTheresia R\u00f3nai <em>wurde<\/em> am 7. September um 15 Uhr auf dem evangelischen Friedhof in Bonnhard zu Grabe getragen.<\/p>\n<p><em>Deutsche Selbstverwaltung Bonnhard<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ermuntert einander mit Psalmen und Lobges\u00e4ngen und geistlichen Liedern, singt und spielt dem Herrn in euren Herzen. (Epheser 5:19) Theresia R\u00f3nai, geb. Kiszler, erblickte am 25. Dezember 1943 in einer deutschen Familie in Ziko\/Cik\u00f3 das Licht der Welt. Ihren Lebensabend verbrachte sie mit Tochter und Enkelin im Elternhaus. 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