{"id":20698,"date":"2015-09-25T10:37:06","date_gmt":"2015-09-25T08:37:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zentrum.hu\/?p=20698"},"modified":"2015-09-25T13:08:25","modified_gmt":"2015-09-25T11:08:25","slug":"das-aufspuren-von-minderheitensprachen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/2015\/09\/das-aufspuren-von-minderheitensprachen\/","title":{"rendered":"Das Aufsp\u00fcren von Minderheitensprachen"},"content":{"rendered":"<h5>M\u00f6chten Sie \u00fcber \u00e4hnliche Themen erfahren?<br \/>\nDr\u00fccken auch Sie ein Like auf die \u2013&gt; <a title=\"Ungarndeutsche Nachrichten\" href=\"http:\/\/facebook.com\/zentrumhu\" target=\"_blank\">Zentrum Facebook-Seite<\/a><\/h5>\n<p>Am vergangenen Wochenende fand die diesj\u00e4hrige Mercator-LEARNMe Konferenz im MOM Kulturzentrum in Budapest statt. Das Thema war dieses Jahr <em>Everyday Multilingualism, Sustainable Linguistic Diversity and Multi-engagement (Mehrsprachigkeit im Alltag, nachhaltige sprachliche Diversit\u00e4t und Multi-Engagement).<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/learnme.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-20696 aligncenter\" title=\"Everyday Multilingualism, Sustainable Linguistic Diversity and Multi-Engagement (Bild: learnme.mta-tkk.eu)\" alt=\"learnme\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/learnme-510x472.png\" width=\"510\" height=\"472\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/learnme-510x472.png 510w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/learnme.png 1038w\" sizes=\"auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u00dcberwiegend wurden die Ergebnisse der Erkundungen von Minderheitensprachen, und deren fundierte Lernkonzepte und neue Methoden thematisiert. Die Reden wurden simultan in die Geb\u00e4rdensprache und in die ungarische Sprache \u00fcbersetzt.<\/p>\n<p>Die Konferenz wurde am Freitag, dem 18.09.2015 um 9 Uhr von Tibor Navracsics, L\u00e1szl\u00f3 Lov\u00e1sz und Istv\u00e1n Kenesei er\u00f6ffnet. Sie stellten das Hauptinstitut Mercator vor, sowie alle anderen mitwirkenden Institutionen, wie das Forschungsinstut f\u00fcr Mehrsprachigkeit an der Ungarischen Akademie der Wissenschaften<\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend haben Cor van der Meer und Prof. Csilla Bartha, die F\u00fchrungskr\u00e4fte der eben genannten Institutionen mit Dr. \u00c1d\u00e1m K\u00f3sa das Konzept der Konferenz erl\u00e4utert, welches zum 4. Mal stattfand.<\/p>\n<p>Es wurden diverse Vortr\u00e4ge und Denkanst\u00f6\u00dfe von unterschiedlichen Spezialisten vorgetragen. Bis zur Mittagspause fanden parallel Pr\u00e4sentationen zu zwei verschiedenen Hauptthemen statt, bei der einen fand eine Tischdiskussion von Vertretern etlicher Universit\u00e4ten Europas statt. Die Vertreter der Universit\u00e4ten kamen aus Ungarn, Aberystwyth, Stockholm, Barcelona, Namur und Dublin, zus\u00e4tzlich war an der Diskussion Cor van der Meer beteiligt.<br \/>\nBei der anderen Pr\u00e4sentation handelte es sich um das Bildungssystem, hinsichtlich des Lehrens von Minderheitensprachen. Judit Ra\u00e1tz hat Fragen zu Aspekten der P\u00e4dagogik aufgeworfen, inwiefern das Lehren von Sprachen ein Erfolg, beziehungsweise ein Misserfolg werden kann. Welche typischen Fehler werden von Lehrern begangen, und wie schafft man es Kinder von Klein an f\u00fcr exotische Sprachen zu begeistern? Anschlie\u00dfend veranschaulichte Zsuzsa Gonda anhand von Beispielen, wie sehr die heutige Technologie bei der eben genannten Faszination behilflich sein kann. Zum Schluss wurden hier Schl\u00fcsselprobleme aufgegriffen, die entstehen k\u00f6nnen, wenn die eigene Muttersprache zu den wenigen Minderheitensprachen geh\u00f6rt.<\/p>\n<p>Nach der Mittagspause folgten wieder parallele Pr\u00e4sentationen, in dem einen Raum wurden direkte theoretische Ans\u00e4tze erl\u00e4utert, welche L\u00e4nder welche Fortschritte in der Sprachpolitik erreicht hatten. Hier wurden unter anderem Italien, Portugal und Ukraine thematisiert. In dem 2. Saal wurden unterschiedliche internationale Institutionen vorgestellt, welche sich auf Minderheitensprachen spezialisiert haben. Beispielsweise stellte Susan Stewart das Konzept und die Arbeitsweise ihrer Internationalen Schule in London vor. Dort werden 19 asiatische, afrikanische und europ\u00e4ische Sprachen von 31 Lehrern unterrichtet. Neben der ungarischen, slowakischen und rum\u00e4nischen Minderheitensprachen wurde auch die Geb\u00e4rdensprache stark gewichtet. Angela Hefty berichtete von ihrem Alltag als Geh\u00f6rlose mit vier geh\u00f6rlosen Kindern. Sie selber spricht slowakisch und ungarisch und die jeweilige Geb\u00e4rdensprache.<\/p>\n<p>Im Anschluss haben 13 Dorfbewohner aus Gereschlak\/Geresdlak die optimale Umsetzung der Vielsprachigkeit demonstriert. In diesem Dorf leben Ungarn, Ungarndeutsche und Finnen zusammen, von gro\u00dfen Sprachproblemen oder anderen Problemen konnten sie nicht berichten. Sie f\u00fchlen sich alle sehr wohl, akzeptieren und erfreuen sich an den gegenseitigen Br\u00e4uchen und traditionsbewahrenden Festen und helfen sich, wenn sie k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>In den Pausen der Konferenz hatte man viele M\u00f6glichkeiten Kontakte zu kn\u00fcpfen und ein wenig hinter die \u201eKulissen\u201d zu schauen. Wie wird ein Interview richtig gef\u00fchrt und wie verh\u00e4lt man sich w\u00e4hrend einer \u00f6ffentlichen Diskussion? Diese und andere kleine Workshops konnte man w\u00e4hrend der Pausen besuchen.<\/p>\n<p>Es war ein sehr ereignisreicher Tag, man hat anhand der aufgeworfenen, tiefgr\u00fcndigen Fragen und der Diskussionen viel Neues kennen lernen k\u00f6nnen und sehr viele Denkanst\u00f6\u00dfe erhalten!<br \/>\n<em><br \/>\nFee Dorina Dutomb\u00e9<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00f6chten Sie \u00fcber \u00e4hnliche Themen erfahren? Dr\u00fccken auch Sie ein Like auf die \u2013&gt; Zentrum Facebook-Seite Am vergangenen Wochenende fand die diesj\u00e4hrige Mercator-LEARNMe Konferenz im MOM Kulturzentrum in Budapest statt. 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